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Eine Vision für Astana

BAURZHAN ANDERZHANOV

Baurzhan Anderzhanov, in Kasachstan geboren, studierte an der Kazakh National Academy of Music in Astana sowie an der Accademia d’Arte Lirica in Osimo, Italien. Seit 2013/​2014 ist er Mitglied des Aalto-Ensembles der Oper Essen, wo er unter anderem als Figaro und Don Alfonso in den Mozar­t­opern sowie als Dorfrichter in Jenůfa und Dulcamara in L’elisir d‘amore auf der Bühne stand. In der aktuellen Spielzeit gestaltet er Partien in Werken von Rossini, Verdi und Puccini. Der Bass beein­druckte Publikum und Presse in Rossini-Werken bei den Rossini-Festivals in Pesaro und Bad Wildbad. Für die Astana Opera in seiner Heimat, an der er regel­mäßig zu hören ist, bereitet er für die nächste Zeit eine Aufführung der Petite Messe Solen­nelle von Rossini vor.

Der kasachische Bass Baurzhan Anderzhanov ist ein Wanderer zwischen den Opern­welten. Er studierte sein Metier im Westen, ist Mitglied des Aaalto-Ensembles in Essen und tritt von Zeit zu Zeit im neuen Opernhaus in Astana auf, der Haupt­stadt seines Heimat­landes. In Backstage legt er dar, welche Pläne er in seiner Karriere und auch mit Perspek­tiven für die Oper Astana verfolgt.

Opernnetz Vecchia zimarra, senti … Ihre Gestaltung der berühmten Mantel-Arie des Colline hat das Essener Opern­pu­blikum mit starkem Szenen­ap­plaus bedacht. Sind anspruchs­volle Bass-Rollen im Kernre­per­toire, also Puccini, Rossini, Verdi, Mozart, Ihre Corporate Identity?

Baurzhan Anderzhanov Die Arie ist für mich sehr wichtig und die Rolle äußerst sensitiv. Als Colline stehe ich allein auf der Bühne und fühle mich wie in einer anderen Welt. In meinen Augen ist dieser große Moment wie im wirklichen Leben. Colline gibt alles, um seinen Freunden zu helfen. Er ist ein Humanist. Was mein Reper­toire angeht: In der Tat konzen­triere ich mich in der nächsten Zeit auf Mozart- und Puccini-Partien. In Verdi-Opern geht es für mich eher um kleinere Rollen.

Opernnetz Sie sind jetzt im dritten Jahr Mitglied des Aalto-Ensembles. Parallel gibt es von Zeit zu Zeit Auftritte von Ihnen an der Oper Astana in Ihrer Heimat. Was verbinden Sie mit Ihrer Zeit an der Oper in Essen, als Teil Ihrer Sänger­laufbahn, als Weichen­stellung für Künftiges? Auch im Hinblick auf Astana?

Anderzhanov Ich schätze meine Arbeit an der Oper Essen sehr. Ich lerne hier jeden Tag, auch von meinen Kollegen. Die Kennt­nisse und Erfah­rungen, die ich im Aalto erwerbe, kann ich sehr gut in Astana einbringen. Die Oper Essen ist ein Haus, das auch Neues wagt, experi­men­tiert. Theater Astana Opera ist sehr jung und braucht zunächst das Tradi­tio­nelle. Meine Aufgabe sehe ich darin, die phantas­tische Welt der Oper in meine Heimat zu vermitteln, neue Inspi­ra­tionen, die Frische dieser Kunst.

Opernnetz Das Renom­mier­projekt eines strahlend weißen Musik­tempels im neoklas­si­zis­ti­schen Stil in der neuen kasachi­schen Haupt­stadt mitten in der Steppe, vor zwei Jahren eröffnet, hat die Opern­com­munity weltweit erstaunt. Astana wird 2017 auch Expo-Stadt sein. Ambitionen also in Hülle und Fülle. Verfolgen Sie mit Ihrem Engagement für das Musik­theater in Astana eine Vision oder eine Mission für die Oper, die Sie inspi­riert und an der Sie mitwirken wollen?

Anderzhanov Ja, ich habe eine solche Vision. Wir in Kasachstan müssen lernen. Daher sollten wir so viele junge Sänger wie möglich aus Europa in mein Land bringen. Denn die großen europäi­schen Opern- und Musik­me­tro­polen sind doch der Ort, an dem die Künstler von morgen ihr Metier kennen­lernen und studieren können. Dazu beizu­tragen – darin sehe ich meine Aufgabe.

Die Fragen stellte Ralf Siepmann