O-Ton im Abonnement ist mehr!

Ein O-Ton Abo ist unsere Einladung an Sie, uns auf unseren Abenteuer- und Entdeckungsreisen durch die reiche Kulturlandschaft Deutschlands zu begleiten und stets aufs Neue zu entdecken.

Als ich den Artikel gelesen habe,
war es, als wäre ich dabei gewesen.

Mit unseren Originalberichten und exklusivem Bildmaterial von Aufführungen in Theater, Musiktheater, Konzert, Ballett und Tanz in all ihren Schattierungen, informieren wir Sie ideologiefrei und kritisch, aber fair. Mit Hintergrundberichten, Hörbeiträgen, Kommentaren, aktuellen Nachrichten und vielem mehr arbeiten wir Tag für Tag daran, bei unseren Besuchern die Lust darauf zu wecken, sich auf diesen kulturellen Reichtum einzulassen.

O-Ton 

3-Monats-Abo

  • +3 Tage gratis testen
  • keine Werbeanzeigen
  • jederzeit kündbar
  • Benachrichtigung bei neuen Inhalten
nur 16,-
 €

für jeweils 3 Monate

Unsere Top-Empfehlung!

O-Ton 

Jahres-Abo

  • +7 Tage gratis testen
  • keine Werbeanzeigen
  • jederzeit kündbar
  • Benachrichtigung bei neuen Inhalten
nur 48,-

pro Jahr

O-Ton 

6-Wochen-Abo

  • sofort loslesen
  • keine Werbeanzeigen
  • jederzeit kündbar
  • Benachrichtigung bei neuen Inhalten
nur 9,-

für jeweils 6 Wochen

O-Ton 

Jahres-Mitgliedschaft

  • keine automatische Verlängerung
  • keine Werbeanzeigen
  • Zugang verfällt nach Ablauf
nur 48,-

für ein Jahr

Foto © Marco Borelli

Zwischen Rossini und Wagner

FESTKONZERT
(Gioac­chino Rossini, Richard Wagner)

Besuch am
21. Mai 2018
(Einmalige Aufführung)

 

Salzburger Pfingst­fest­spiele, Großes Festspielhaus

Da Rolando Villazón wieder einmal kurzfristig abgesagt hat, wird die Drama­turgie des finalen Festkon­zerts im Großen Festspielhaus bei den Salzburger Pfingst­fest­spielen gehörig durch­ein­an­der­ge­bracht und das Programm muss, da es in der kurzen Zeit keinen Ersatz gibt, abgeändert werden. Trotzdem bleibt die Begegnung der unter­schied­lichen Musik­welten von Gioachino Rossini und Richard Wagner spannend. Die beiden sind sich ja tatsächlich 1860 in Paris begegnet und sollen sehr freundlich mitein­ander umgegangen sein, was aber angesichts der überlie­ferten Anekdoten und schrift­lichen Aufzeich­nungen schwer zu glauben ist.

Und so singt Cecilia Bartoli im ersten Teil des Abends allein Gioachino Rossinis Arien aus Il barbiere di Siviglia, und zwar die Kavatine der Rosina Una voce poco fa und das Schluss­rondo der Angelina Non piú mesta aus La Cenerentola, wobei ihr die extrem diffi­zilen, kaum singbaren Kolora­turen insbe­sondere bei Letzterem ganz vortrefflich geraten. Sie kann wieder einmal beweisen, was sie noch alles mit ihrer Gurgel zu leisten und wie sie Pointen zu setzen vermag. Mit subtiler Innigkeit ertönt dann noch das Weidenlied – in empfind­samer Begleitung durch den Harfe­nisten Stephen Fitzpa­trick – und das Gebet der Desdemona aus Otello. Daniel Barenboim am Pult der Staats­ka­pelle Berlin begleitet sie unter großer Rücksicht­nahme. Die beiden Ouver­türen – Barbier von Sevilla und Aschen­brödel – erlebt man zwar sehr durch­sichtig, so manches hätte jedoch mehr Sprit­zigkeit und weniger Zurück­haltung vertragen.

POINTS OF HONOR

Musik
Gesang
Publikum
Chat-Faktor

Im zweiten Teil regiert dann Richard Wagner, bei dem man sich hörbar wohler fühlt. Sehr feierlich und packend erklingt zuerst das Vorspiel aus Die Meister­singer von Nürnberg, dann recht neckisch der Tanz der Lehrbuben. Dazwi­schen faszi­niert Jonas Kaufmann mit seinem wunderbar samtenen, barito­nalen Timbre mit fein gespon­nener Lyrik, aber auch mächtiger tenoraler Entfaltung bei den zwei Liedern des Stolzing Am stillen Herd und dem Preislied Morgendlich leuchtend. Für den großen Jubel bedankt er sich als Zugabe mit dem Wesen­donck-Lied Träume, traumhaft schön inter­pre­tiert und von Daniel Barenboim am eilig herbei­ge­schaffen Klavier feinsinnig begleitet. Ein idealer Übergang zum letzten Programm­punkt, zum Vorspiel und zu Isoldes Liebestod aus Tristan und Isolde in der rein instru­men­talen Fassung, eine herrliche, ätherisch schöne Tondichtung. Sie wird von den Musikern mit sphäri­scher Klang­wirkung, fein ziselierter Klang­pracht und großer Schönheit zelebriert.

Das durchaus ergriffene Publikum jubelt. Und die erfolg­reiche Inten­dantin der Pfingst­fest­spiele, Cecilia Bartoli, überreicht Kaufmann und Barenboim Blumensträuße.

Helmut Christian Mayer

Teilen Sie O-Ton mit anderen: