O-Ton
Abo
Kultur entdecken
O-Ton
Abo
Kultur entdecken
O-Ton
Abo
Kultur entdecken
Ein O-Ton Abo ist unsere Einladung an Sie, uns auf unseren Abenteuer- und Entdeckungsreisen durch die reiche Kulturlandschaft Deutschlands zu begleiten und stets aufs Neue zu entdecken.
Als ich den Artikel gelesen habe,
war es, als wäre ich dabei gewesen.
Mit unseren Originalberichten und exklusivem Bildmaterial von Aufführungen in Theater, Musiktheater, Konzert, Ballett und Tanz in all ihren Schattierungen, informieren wir Sie ideologiefrei und kritisch, aber fair. Mit Hintergrundberichten, Hörbeiträgen, Kommentaren, aktuellen Nachrichten und vielem mehr arbeiten wir Tag für Tag daran, bei unseren Besuchern die Lust darauf zu wecken, sich auf diesen kulturellen Reichtum einzulassen.
O-Ton
3-Monats-Abo
für jeweils 3 Monate
O-Ton
Jahres-Abo
pro Jahr
O-Ton
6-Wochen-Abo
für jeweils 6 Wochen
O-Ton
Jahres-Mitgliedschaft
für ein Jahr
O-Ton
Abo
Kultur entdecken
Kulturmagazin mit Charakter
O-Ton
Abo
Kultur entdecken
Gerade einmal vier Jahre ist es her, dass Gaetano Donizettis Oper Maria Stuarda an der Deutschen Oper Berlin Furore machte. Damals gab Joyce DiDonato in der Titelpartie eine Lehrstunde im Belcanto-Gesang und bescherte dem Haus eine Sternstunde. Nun macht es ihr Diana Damrau nach. Die Sopranistin, die erst vor kurzem in Zürich als Maria in einer Inszenierung von David Alden ihr Rollendebut gegeben hat, gastiert mit der Partie zweimal konzertant in Berlin und überwältigt vom ersten Ton an. Mit welcher stimmlichen Souveränität und expressiven Ausdruckskraft sie die schottische Königin verkörpert, ist schlicht phänomenal. Da wird jeder Affekt und jede Phrase ausgekostet, die höchsten Noten tauchen wie aus dem Nichts auf und der vokale Nuancenreichtum scheint grenzenlos zu sein. Und wenn sie nach ihrer umjubelten Auftrittsarie für einen kurzen Moment aus der Rolle fällt und sich herzlich freut, erringt sie damit einen zusätzlichen Sympathiebonus.
| Solisten | ![]() |
| Dirigent | ![]() |
| Orchester | ![]() |
| Programm | ![]() |
| Publikum | ![]() |
| Chat-Faktor | ![]() |
Dass Jana Kurucová als Königin Elisabetta bei solcher Meisterschaft mithalten kann, ist ein weiteres Wunder dieser Aufführung. Die Slowakin, die sich von leichten Mezzopartien verabschiedet hat und allmählich das schwerere Fach erobert, ist eine absolut glaubwürdige Königin. Von Kopf bis Fuß Herrscherin lässt sie bei ihrem kühl-überlegenen Auftreten die Verletzlichkeit der abgewiesenen Frau spüren. Großartig, wie genau sie die Koloraturen platziert, wie scharf sie artikuliert und Töne wie Pfeile abschießt, ohne dabei den Schöngesang zu opfern. Wenn die beiden Regentinnen am Ende des ersten Aktes aufeinanderprallen, stehen sich zwei absolut ebenbürtige Singakteurinnen gegenüber, die ihren Emotionen durch ein vokales Feuerwerk Ausdruck verleihen.
Javier Camarena kann als Liebhaber Leicester mit den beiden Diven stimmlich absolut mithalten und prunkt mit strahlenden Höhen. Nicolas Testé, im wirklichen Leben der Gatte Diana Damraus, Dong-Hwan Lee und Amira Elmadfa komplettieren das Ausnahmeensemble. Der Chor der Deutschen Oper, einstudiert von Jeremy Bines, hat seine große Stunde im Finale und nutzt sie für eine klanglich opulente Preghiera. Am Pult des bisweilen arg mächtig aufspielenden Orchesters der Deutschen Oper stellt sich der Dirigent Francesco Ivan Ciampa ganz in den Dienst der Sänger und bietet ihnen die notwendige kapellmeisterliche Unterstützung.
Viel Zwischenbeifall und Riesenjubel am Ende in der fast ausverkauften Deutschen Oper.
Karin Coper