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Sommerzauber am Rhein

18. KLASSIKNACHT IM ROSENGARTEN NEUSS
(Diverse Komponisten)

Besuch am
29. Juni 2018
(Einmalige Aufführung)

 

Deutsche Kammer­aka­demie Neuss, Rosengarten

Die Klassik­nächte im Neusser Rosen­garten haben in den 18 Jahren ihres Bestehens Kultstatus erreicht. Das beschau­liche Parkumfeld mit seinen Wiesen und Gewässern hinter der Stadt­halle zieht zu diesem Anlass bereits am Nachmittag ganze Heerscharen von Musik­freunden an, die den abend­lichen Auftritt der Deutschen Kammer­aka­demie für einen ganztä­gigen Famili­en­ausflug nutzen. Über 4000 Besucher belagern auch diesmal bei strah­lendem Sommer­wetter den Vorplatz der Konzert­mu­schel, daneben aber auch die Seitenwege und die besonders beliebten Bänke der Bierbuden im Hinter­grund. Alt und jung, ob mit einfacher Decke, mit Liege­stuhl oder einem ganzen Ensemble für eine festlich geschmückte Dinner­tafel ausge­rüstet: Jeder lässt es sich an diesem Abend gut gehen.

Das Motto des von Daniel Finker­nagel moderierten Abends, „Sommer­zauber“, kann angesichts des Kaiser­wetters vollauf eingelöst werden. Die Deutsche Kammer­aka­demie Neuss am Rhein unter Leitung des Geigers und Dirigenten Christoph Koncz stellt ein populäres Programm zusammen, das Beliebtes von Mozart bis Strawinsky berück­sichtigt und auf hohem orches­tralen Niveau zu Gehör bringt. Als besonders passend empfiehlt sich natürlich Mendels­sohns atmosphä­risch leicht­füßige Ouvertüre zum Sommer­nachts­traum. Aber auch das drama­ti­scher auftrump­fende Vorspiel zum dritten Lohengrin-Akt oder die dunkel timbrierte Ouvertüre zu Webers Freischütz haben ihre Berech­tigung. Und mit Wagners Walkü­renritt geht es besonders klang­mächtig in die Pause.

Zarte Violintöne verströmt Konzert­meis­terin Eva Stegemann im Sommer aus den Vier Jahres­zeiten von Peter Tschai­kowsky, von dem später noch Ausschnitte aus dem Schwa­nensee auf dem Programm stehen. Mozarts Ouvertüre zur Zauber­flöte eröffnet den zweiten Programm­block, einen virtuosen Husarenritt auf der Tuba absol­viert Guido Gorny mit Rimski-Korsakovs Hummelflug, bevor der Höllentanz und das Finale aus Strawinskys Feuer­vogel für einen effekt­vollen Abschluss des offizi­ellen Programms sorgen. Tradi­ti­ons­gemäß darf als Zugabe Elgars Pomp-and-Circum­s­tance-Marsch Nr. 1 nicht fehlen.

POINTS OF HONOR

Musik



Regie



Bühne



Publikum



Chat-Faktor



Die Party­stimmung will danach nicht verebben. Knick­lichter und ein Feuerwerk sorgen für zusätz­liche Stimmung. Und kühle Brisen garan­tieren angenehme Tempe­ra­turen bis nach Mitternacht.

Christoph Koncz, derzeit Stimm­führer bei den Wiener Philhar­mo­nikern mit zuneh­menden Aktivi­täten als Dirigent zwischen Salzburg, Zürich und Memphis, gelingt es, den Melodien­reigen klang­schön und stilsicher zu gestalten, wobei die Wieder­ga­be­technik die bei Open-Air-Veran­stal­tungen unver­meid­baren akusti­schen Einbußen so minimal wie möglich halten kann.

Dass das von Neuss Marketing mit Unter­stützung eines ortsan­säs­sigen, inter­na­tional tätigen Unter­nehmens veran­staltete Event im nächsten Jahr fortge­setzt wird, steht außer Frage. Das ist die Klassik­nacht ihrem Kultstatus und ihren vielen Fans schuldig.

Pedro Obiera

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