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NEUJAHRSKONZERT
(Diverse Komponisten)
Besuch am
1. Januar 2024
(Einmalige Aufführung)
Neujahrskonzerte sind weltweit eine freundliche Einladung von Musikern an die Stadtgesellschaft, mit ihnen gemeinsam in das neue Jahr zu starten. Die Programme wollen viele, insbesondere auch diejenigen erreichen, die nicht unbedingt zu den ambitioniert interessierten Abonnements-Konzertbesuchern gehören. Ein Angebot für alle, zusammen mit Freunden, Bekannten, mit Kindern und Enkelkindern musikalisch das neue Jahr zu begrüßen.
So halten es auch die Düsseldorfer Symphoniker Neujahr für Neujahr mit ihrer Einladung in die Tonhalle. Dirigent Harry Ogg, Kapellmeister an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf, entsprechend vertraut mit dem Orchester, zeigt neben seinem energisch zupackenden Dirigat auch Entertainer-Qualität. Doch nicht nur das. Durch die Corona-Erkrankung des Ersten Konzertmeisters Dragos Manza, der als Solist das Programm mitprägen sollte, haben Intendant Michael Becker und Ogg kurzfristig ein verändertes Programm mit einer familiären Note gestrickt.

Charmant verschmitzt, bittet Ogg das Publikum für das Deutschlanddebüt der Mezzosopranistin Angela Simkin, seiner Ehefrau, um Applaus. En famille, auf kürzestem Weg wird mit ihr die krankheitsbedingte Lücke mit einer Neuprogrammierung geschlossen. Die sinfonischen Facetten mit Auszügen aus den Carmen-Suiten 1 und 2 von Georges Bizet, dem Prélude und Rigaudon aus Le tombeau de Couperin von Maurice Ravel, Pomp and Circumstance von Edward Elgar sowie Ravels Alborada del Gracioso durchmischen die Opern-Arien von Simkin mit luftig leichter Klangvielfalt.
Sie beginnt respektvoll konzentriert mit Una Voce poco fa aus Il Barbiere di Siviglia von Gioachino Rossini, wechselt mit Venti turbini aus Rinaldo von Georg Friedrich Händel in einen kraftvollen, zwanzigfachen Sturmlauf und lässt mit Va! Laisse couler mes larmes aus der Oper Werther von Jules Massenet die Tränen kummervoll fließen.
Doch das heiter Fröhliche, das Entspannte des Programms trifft punktgenau den Nerv des Neujahrskonzertpublikums. Ogg zeigt dem Orchester unmissverständlich, wie er mit ihnen gemeinsam ins neue Jahr geht. Mit offenen Ohren und Herzen alle Türen für die Musik öffnend. Die ganze Bandbreite lotet er an diesem Tag nicht aus. Trauer und Not bleiben außen vor. Mit dem ersten Tag des neuen Jahres gilt es, mit Optimismus in die Zukunft zu schauen.
Wie könnte das besser als mit Musik funktionieren. Der abschließende Applaus bestätigt das mit offenherziger Zustimmung.
Peter E. Rytz