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Majestätisch und beschwingt

BENEFIZKONZERT
(Diverse Komponisten)

Besuch am
23. April 2024
(Einmalige Aufführung)

 

Gebirgs­mu­sik­korps der Bundeswehr Garmisch-Parten­kirchen in der Luitpold­halle, Freising

Es ist eines der renom­mier­testen sympho­ni­schen Blasor­chester in Deutschland, das Gebirgs­mu­sik­korps der Bundeswehr aus Garmisch-Parten­kirchen. Ganz gleich, ob Gelöbnis oder Großer Zapfen­streich, Feier­stunde oder Festakt, das Gebirgs­mu­sik­korps bietet den passenden musika­li­schen Rahmen. Mit tradi­ti­ons­reichen Märschen in ihrer gesamten Vielfalt ist das Orchester in ganz Bayern unterwegs, um militä­rische Anlässe zu begleiten. Bei Benefiz­kon­zerten zeigt das Gebirgs­mu­sik­korps, dass es außer Märschen auch mit sinfo­ni­scher Blasmusik, bayeri­schen Klängen oder Pop und Swing begeistern kann. Diese Vielfalt zeigt das Orchester heute Abend bei einem Benefiz­konzert in der Luitpold­halle in Freising, die mit etwa 500 Zuschauern bis auf den letzten Platz gefüllt ist. Es ist bereits das 20. Benefiz­konzert, das das Musik­korps in Freising gespielt hat, und seine Auftritte sind tradi­tio­nelle Höhepunkte im Veran­stal­tungs­ka­lender der Stadt Freising.

Bei diesem Konzert gibt es noch eine weitere Beson­derheit, denn das Gebirgs­mu­sik­korps hat ganz aktuell ein neues Album mit dem vielver­spre­chenden Namen Ein Jahrhundert der Märsche einge­spielt und veröf­fent­licht. Diese Aufnahme ist eine schöne Mischung aus bekannten und unbekannten Märschen großer und unbekannter Kompo­nisten und zeigt die facet­ten­reiche Bandbreite des tradi­ti­ons­reichen sympho­ni­schen Blasor­chesters. Und so gibt es auch bei diesem Konzert einige Kostproben des neuen Albums.

Eröffnet wird das Konzert aber mit einer ganz beson­deren Heraus­for­derung für das Gebirgs­mu­sik­korps, nämlich der Ouvertüre zur Oper Rienzi, einem Frühwerk von Richard Wagner. Die Dresdner Urauf­führung brachte dem damals 29-jährigen Leipziger Richard Wagner 1842 den ersten großen öffent­lichen Erfolg. Zu seiner Lebzeit viel gespielt, hat Wagner die „große tragische Oper“, deren Musik und Handlung noch überwiegend in der Tradition der Grand Opéra Giacomo Meyer­beers steht, später selbst zur Jugend­sünde erklärt und das Werk hat es bis heute nicht  in den Bayreuther Kanon geschafft. Das wird sich aber bald ändern, denn zum 150-jährige Bestehen der Bayreuther Festspiele im Jahr 2026 wird der bestehende Kanon aufge­brochen. Festspiel­lei­terin Katharina Wagner gab im letzten Jahr bekannt, dass aus diesem Anlass elf Opern ihres Urgroß­vaters auf dem Spielplan stehen werden. Zu den zehn Wagner-Werken, vom Fliegenden Holländer bis zum Parsifal, die norma­ler­weise zum Festspiel-Kanon gehören, wird es dann erstmals den Rienzi geben. Dass der Rienzi vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg nur noch selten den Weg ins Reper­toire gefunden hat, ist aller­dings nicht nur der Distan­zierung Wagners sowie dem allge­meinen Vorwurf der musika­li­schen Nachahmung, sondern in entschie­denem Maße auch der Wirkung der Oper geschuldet, die gerade in der Zeit des Natio­nal­so­zia­lismus für Propa­gan­da­zwecke instru­men­ta­li­siert und missbraucht wurde.

Doch das alles inter­es­siert an diesem Abend nicht, sondern eher die Frage, wie wirkt das Arran­gement von Douglas McLain, der das gut zwölf Minuten dauernde Stück für ein großes Orchester mit über 100 Musikern für ein sympho­ni­sches Blasor­chester mit 60 Musikern bearbeitet hat, wo vor allem die Holzbläser die Partien der Streicher übernehmen. Kann das überhaupt funktio­nieren? Es kann, und zwar auf beein­dru­ckende Weise. Die Ouvertüre beginnt verhalten, fast unheilvoll, wird dann drama­tisch kraftvoll und dynamisch, das Gebet­motiv des Rienzi ist stark betont, ja, fast schon majes­tä­tisch, um am Schluss in ein fulmi­nantes Finale zu münden. Der Dirigent des Abends und musika­lische Leiter des Gebirgs­mu­sik­korps, Rudolph Piehl­mayer, bringt hier seine ganze Erfahrung und Expertise, die er aus Jahrzehnten Tätigkeit in Oper und Konzert gewonnen hat, zum Wohle des Orchesters ein, dass sich mit solchen Darbie­tungen immer weiter entwi­ckelt und seiner schon ohnehin großen musika­li­schen Bandbreite eine neue Facette hinzufügt.

Foto © O‑Ton

Der gebürtige Strau­binger studierte Klavier, Klari­nette und Dirigieren an der Hochschule für Musik und Theater München. Nach seiner Zeit als Solokla­ri­nettist bei den Berliner Sympho­nikern begann er seine Kapell­meis­ter­laufbahn am Theater Regensburg. Von 2002 bis 2009 war Piehl­mayer General­mu­sik­di­rektor in Augsburg. Mit Richard Strauss‘ Oper Der Rosen­ka­valier debütierte er im Januar 2002 beim Gewand­haus­or­chester an der Oper Leipzig, wo er von 2007 bis 2010 Erster ständiger Gastdi­rigent war. Mit dem Orchestre National de Bretagne in Rennes, der Opéra de Rennes, der Opéra Rouen Haut Normandie verbindet ihn seit 2014 eine enge Zusam­men­arbeit. Bellinis Norma, Wagners Lohengrin und Der fliegende Holländer standen dort neben Sinfo­nie­kon­zerten auf seiner Agenda. Seit August 2022 leitet er das Gebirgs­mu­sik­korps, das in Garmisch-Parten­kirchen seine Heimat hat.

Nach dem spekta­ku­lären Beginn folgt der Marsch eines ganz jungen Kompo­nisten, der auch auf der aktuellen CD zu hören ist. Der Konzert­marsch Mons Solus stammt aus der Feder von Lorenz Eibegger. Die Inspi­ration dazu kam dem jungen Burschen aus der Steiermark während einer Skitour auf einem „einsamen Berg“, so auch die Übersetzung des Titels. Eibegger hat erst im vergan­genen Jahr sein Musik­studium beendet, doch sein Marsch klingt wie ein ganz großer. Eingängig, harmo­nisch, mit viel Rhythmus und Esprit.

Nach dieser Verschnauf­pause folgt das nächste Highlight. Der Moderator des Abends, Alexander Henn, von Haus aus Klari­nettist und an diesem Abend vor allem an der Basskla­ri­nette im Einsatz, führt mit viel Charme und erfri­schenden Humor durch das Programm. Die direkte Frage an das Publikum, welches das Instrument des Jahres 2024 sei, wurde sofort und korrekt beant­wortet: Die Tuba. Selten kommt das tiefe und gewichtige Instrument in den Genuss eines Solovor­trags. Eine der bekann­testen Solostellen für eine Tuba ist das Erwachen des Drachen Fafner in Richard Wagners Oper Siegfried. Heute Abend steht das Concerto for Tuba and Wind Ensemble von Gary D. Ziek auf dem Programm. Ziek, Jahrgang 1960, ist ein ameri­ka­ni­scher Komponist, Musik­päd­agoge, Trompeter und Dirigent und studierte an der Indiana University of Pennsyl­vania in Indiana Trompete und Musik­päd­agogik. Heute ist er Professor für Trompete an der Emporia State University in Emporia, Kansas.

Das Werk besteht aus drei Sätzen, die jeweils unter­schied­liche Facetten der Tuba als Soloin­strument wider­spiegeln. Der erste Satz, beginnt mit einer Reihe von Tuba-Fanfaren, die sich mit Antworten des Ensembles abwechseln. Die Stimmung ist zunächst roman­tisch, wird dann zunehmend aufge­wühlter. Die Musik verwandelt sich allmählich in eine langsamere, lyrischere Darstellung der anfäng­lichen Tuba-Melodie. Diese Passage geht abrupt in einen schnel­leren Abschnitt über, der den Großteil des ersten Satzes ausmacht. Der Satz findet seinen mitrei­ßenden Abschluss mit den einflie­ßenden Holzbläsern. Der roman­tische zweite Satz beginnt mit einer sanften, fließenden Melodie. Die führt zu einer walzer­ähn­lichen Passage, die vom Solisten erheb­liche Flexi­bi­lität erfordert. Der Satz endet in einem Moment stiller Ruhe. Doch die besinn­liche Stimmung wird jäh durch den Beginn des dritten Satzes unter­brochen. Disso­nante Klang­py­ra­miden, treibende Rhythmen und wütende, heraus­for­dernde Tuba-Linien charak­te­ri­sieren das Finale, das wie ein Dialog zwischen Tuba und Orchester anmutet und das Stück zu einem mitrei­ßenden Abschluss bringt. Solist des Stückes ist Gergö Matyas. Der junge Musiker kam 2014 aus Ungarn nach Deutschland und studierte in München das Instrument Tuba und besetzt das Instrument nun beim Gebirgsmusikkorps.

Das anspruchs­volle und sichtbar anstren­gende, knapp 15 Minuten dauernde Stück reißt das Publikum mit, was dann zu einer kleinen Zugabe führt, bei der Matyas die Tuba nun wirklich alleine spielt, ohne Orches­ter­be­gleitung. Mit dem Stück Fnugg des norwe­gi­schen Kompo­nisten Oystein Baadsvik zieht er förmlich alle Register und lässt die Tuba erklingen, wie es wohl keiner der Zuhörer hier zuvor erlebt hat. Fnugg ist eine Impro­vi­sation mit Elementen des austra­li­schen Aborigine-Instru­mentes Didge­ridoo und norwe­gi­scher Volks­musik, die benützten Spiel­tech­niken sind Multi­phonics und Baadsviks Erfindung, der „Lip Beat“. „Fnugg“ ist eine norwe­gische Wortschöpfung und bedeutet etwas sehr kleines und leichtes, so wie eine Schnee­flocke. Die exzel­lente Darbietung Matyas an der Tube erhält zurecht begeis­terten Applaus.

Vor der Pause folgt dann ein weiterer Höhepunkt, die Sympho­ni­schen Tänze aus der West Side Story, einem US-ameri­ka­ni­schen Musical, das 1957 urauf­ge­führt wurde. Die Musik stammt von Leonard Bernstein, die Gesangs­texte von Stephen Sondheim und das Buch von Arthur Laurents. Die Idee stammte ursprünglich vom Choreo­grafen Jerome Robbins. Der schlug dem zu dieser Zeit schon populären Kompo­nisten Leonard Bernstein in New York City vor, eine moderne Version von Romeo und Julia auf die Bühne zu bringen. Zusammen entwi­ckelten sie ein Konzept zur „East Side Story“. Die Idee war, ein Musical zu schreiben, das der Oper nicht zu nahekommen sollte. Im Juni 1955 wählte Bernstein als Thematik des Musicals die ethni­schen Konflikte zwischen Puerto-Ricanern und US-Ameri­kanern, da ihm die erste Idee, jüdisch-christ­liche Probleme zu behandeln, zu altmo­disch erschien. Außerdem benannte er das Stück von „East Side Story“ in West Side Story um. Bernstein kombi­nierte verschie­denste Musik­ele­mente mitein­ander, verschiedene Jazzströ­mungen, klassische Oper und latein­ame­ri­ka­nische Tanzmusik. Durch die Verwendung bestimmter musika­li­scher Mittel charak­te­ri­siert er die rivali­sie­renden Gruppen Jets und Sharks. Am 19. August 1957 fand die Vorpre­miere im National Theatre in Washington statt. Die West Side Story wurde vom Publikum sehr gut aufge­nommen und 1961 verfilmt. Die erste deutsch­spra­chige Aufführung fand 1968 in der Volksoper Wien statt.

1960 arran­gierte Bernstein einige Nummern des Musicals als Suite für Orchester unter dem Titel Symphonic Dances from West Side Story. Die Urauf­führung erfolgte 1961 durch die New Yorker Philhar­mo­niker unter der Leitung von Lukas Foss bei einer Gala zu Ehren Bernsteins. In der etwa zwanzig­mi­nü­tigen Suite sind die wichtigsten musika­li­schen Themen der West Side Story verar­beitet, wie der Prologue, der die wachsende Spannung zwischen den Gangs charak­te­ri­siert, dem Mambo, der die gewaltsame Realität zum Ausdruck bringt und dem Cool, Fugue, in dem die Feind­se­ligkeit der Jets explo­diert. Dazwi­schen das wunderbare Somewhere, bei dem sich die Gangs in einer Traumseq               uenz in Freund­schaft verei­nigen. Höhepunkt sind der Rumble, bei dem die beiden Gangführer getötet werden, und das große Finale, wenn Tony in Marias Armen stirbt und der Traum von Somewhere zurück­kehrt. Das Arran­gement für sympho­ni­sches Blasor­chester stammt von Paul Lavender. Für die Garmi­scher Musiker gab es bei der Erarbeitung dieses Stückes die eine oder andere technische Heraus­for­derung zu meistern. So benötigen die Sympho­ni­schen Tänze eigentlich acht (!) Schlag­zeuger, das Gebirgs­mu­sik­korps verfügt aber „nur“ über fünf Schlag­zeuger. Das Stück wurde dann so arran­giert, dass die fünf Schlag­zeuger quasi die Arbeit von acht übernehmen, sogar die berühmte Triller­pfeife aus dem Song Gee, Officer Krupke kommt hier lautstark zum Einsatz. Insgesamt ist es eine sehr plastische und emotionale Darbietung des Gebirgs­mu­sik­korps‘, und wer das Stück kennt, hat sofort die Bilder vor seinen Augen.

Foto © O‑Ton

Nach der Pause geht es zur Einstimmung in den zweiten Teil mit einem weiteren Marsch des aktuellen Albums weiter, die Erinnerung an Sieben­bürgen von Georg Fürst, einem der bedeu­tendsten bayeri­schen Militär­mu­siker, der den Marsch nach einem Aufenthalt in Rumänien und in Anlehnung an die Hymne der Sieben­bürger Sachsen komponierte.

2024 ist nicht nur das Jahr der Tuba, sondern im chine­si­schen Kalender auch das Jahr des Drachens. Der englische Komponist Philip Sparke hat eine Reihe erfolg­reicher Werke für sinfo­ni­sches Blasor­chester geschrieben. Dazu gehört auch seine 1985 vollendete Suite The Year of the Dragon, ein äußerst anspruchs­volles Werk, das die techni­schen und klang­lichen Möglich­keiten eines sinfo­ni­schen Blasor­chesters voll ausschöpft.  Sparke wurde in London geboren und studierte Kompo­sition, Trompete und Klavier am Royal College of Music. Das Werk besteht aus drei Sätzen: Der erste Satz, Toccata, beginnt mit einer fesselnden Neben­trom­mel­figur und Themen­aus­schnitten aus verschie­denen Teilen der Band, die sich zu entwi­ckeln versuchen, bis sich ein breites und kraft­volles Thema aus der Mitte des Orchesters durch­setzt. Ein zentraler, tanzar­tiger Abschnitt weicht bald der Rückkehr des Themas, das abklingt, bis schwache Echos des Eröff­nungs­ma­te­rials am Ende verklingen. Das Zwischen­spiel hat die Form eines traurigen und trägen Solos für Posaune. Ein Choral für das gesamte Orchester leitet einen kurzen Anflug von Optimismus ein, doch das Posau­nensolo kehrt zurück, um den Satz leise zu beenden. Das Finale ist eine wahre Meister­leistung für das Musik­korps. Das Haupt­thema ist heroisch und marsch­artig, wird jedoch von leich­teren, verspiel­teren Episoden unter­brochen. Eine entfernte Fanfare zum Klang von Glocken wird einge­leitet und kehrt schließlich zurück, um das Werk zu einem mitrei­ßenden Abschluss zu bringen. Ein begeis­terndes Stück, das einmal mehr die große musika­lische Breite des Gebirgs­mu­sik­korps unter Beweis stellt.

Dann wird es noch einmal militä­risch klassisch mit dem Givenchy-Marsch von Hermann Ludwig Blankenburg. Blankenburg war ein deutscher Komponist und gilt aufgrund der mehr als 1200 von ihm kompo­nierten Märsche als der deutsche „Marsch­könig“. Heute sind nur noch etwa 300 Märsche erhalten, unter denen der Givenchy-Marsch zu den Klassikern gehört.

Das Finale gehört Bond, James Bond. Sechzig Jahre Film- und Musik­ge­schichte werden in einem Bond-Medley vereint, mit Klassikern aus Liebes­grüße aus Moskau, Der Spion, der mich liebte, dem wunder­baren Song von Sheena Easton For your eyes only aus In tödlicher Mission oder Tina Turners Golden Eyes, hier wunderbar vom Saxofon imitiert, aus dem gleich­na­migen Film. Das Titel­thema von John Barry, der damit 1962 seinen Durch­bruch feierte, darf da nicht fehlen. Auch hier schafft es das Gebirgs­mu­sik­korps durch die eindring­liche Darbietung, die Filmse­quenzen vor dem inneren Auge lebendig werden zu lassen. Großer und langan­hal­tender Applaus ist der verdiente Lohn.

Bevor es zum Abschluss mit dem Abspielen der Bayern- und Natio­nal­hymne noch einmal feierlich wird, gibt es als Zugabe einen Tiroler-Marsch. Jahrhun­dert­klänge des jungen Kompo­nisten Florian Pranger, ebenfalls auf dem aktuellen Album zu finden. Es ist ein schöner Schluss­punkt eines begeis­ternden und mitrei­ßenden Konzertes des Gebirgs­mu­sik­korps der Bundeswehr aus Garmisch-Parten­kirchen unter der schwung­vollen Stabführung von Rudolf Piehl­mayer. Selbst­redend, dass der gesamte Erlös des Abends wohltä­tigen Zwecken zugutekommt.

Andreas H. Hölscher

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