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Seniorenresidenz Augustinum München-Nord - Foto © N.N.

Nachwuchsförderung in der Seniorenresidenz

Ein einma­liges Ausbil­dungs­pro­gramm in München will jungen Künstler das Rüstzeug zur Karriere geben, und ein begeis­tertes Publikum darf von den Darbie­tungen profitieren.

Foto © Holger Borggrefe

Hoch ist die Zahl der jungen Nachwuchs­sänger und dementspre­chend schwierig auch der Aufbau der persön­lichen Karriere und die persön­liche Weiter­ent­wicklung, sei es gesanglich, schau­spie­le­risch allgemein oder auch im spezi­fi­schen Einstu­dieren von Rollen und den damit verbun­denen Auftritts­er­fah­rungen im Lebenslauf. Eine Fülle von Themen, die ein speziell von dem Verein Theater Werkmünchen mittler­weile nicht nur für Schau­spieler, sondern auch für Sänger angeboten wird. Dank finan­zi­eller Unter­stützung des Kultur­re­ferats können sich zweimal im Jahr engagierte, hochmo­ti­vierte junge Künstler genau für diese wichtigen Fragen und Aufgaben durch vielfältige Kurse wie Sprech­aus­bildung, Körper­training, Persön­lich­keits­bildung, Korre­pe­tition mit Vocal­coach vorbe­reiten und weiter­bilden. Szenische Opern­abende gehören praxis­be­zogen ebenso dazu wie organi­siertes Vorsingen bei Agenturen. Hohe Ansprüche und Erwar­tungen an das Kurspro­gramm, das mit Begeis­terung und Erfolg von den jungen Nachwuchs­ta­lenten dankbar angenommen wird.

Durch Mundpro­pa­ganda sind Omar Garrido, der jetzt in Würzburg lebt, oder Isabell Schmitt aus Stuttgart auf das Angebot aufmerksam geworden und mit konkreten Vorstel­lungen auf die Organi­sa­torin dieser Kurse, der engagierten und quirligen Regis­seurin Kristina Wuss heran­ge­treten. Der mexika­nische Tenor möchte für sich die Rolle des Rigoletto einstu­dieren und szenisch erfahren. Die Sopra­nistin, die auf mehrjährige Erfahrung an der Staats­ope­rette in Dresden zurück­blickt, möchte den Einstieg in das Opernfach schaffen.

„Es sind die Ideen und Wünsche der Künstler, die den Ablauf des Kurses und insbe­sondere auch den szeni­schen Abend am Ende des Kurses bestimmen“, erläutert Kristina Wuss, die deshalb vor einer anspruchs­vollen Regie­an­for­derung für einen bunten szeni­schen Opern­abend steht. So kommt ein Strauß von Wünschen unter­schied­licher Rollen und Kompo­nisten zustande, der in einen runden, unter­halt­samen Opern­abend mit schlüs­sigem Konzept und Ablauf münden soll. Die finan­zi­ellen Mittel sind trotz Förderung begrenzt, so muss impro­vi­siert und „das Netzwerk an bestehenden Kontakten intensiv genutzt werden“. Ehemalige Teilnehmer helfen genauso wie junge Musiker, Beleuchter und erfahrene Gesangs­so­listen, darunter auch Kammer­sängern Felicia Weathers.

„Ziel des szeni­schen Konzeptes für die Inter­preten ist das Entdecken von Neuland“, verrät der Programm­zettel und listet unter anderem zwölf Gesangs­so­listen, eine Puppen­spie­lerin und verschiedene Instru­men­ta­listen auf.

Der König lacht heißt der Titel der Aufführung, Wagner-Verdi-Strauss-Zirkus der Unter­titel und lässt bereits ein paar Ahnungen zu. Die Senio­ren­re­sidenz Augus­tinum München-Nord verfügt über einen eigenen Theatersaal, der 400 Besuchern Platz bietet, die gewünschte Umgebung darstellt und die notwendige profes­sio­nelle Atmosphäre vermittelt. Ausnahms­weise findet hier die Aufführung statt, die Heimat­bühne von Theater Werkmünchen befindet sich im Kreativ­quartier an der Dachauer Straße in München, wo auch elf weitere Auffüh­rungen vorge­sehen sind. Hell ausge­leuchtet ist die Bühne, weiße Vorhänge kleiden den Hinter­grund, ein paar Sessel stehen herum. Der Zirkus­di­rektor in Frack und Zylinder ist auf der Suche nach einem Clown und moderiert hieraus den Abend aus Gesangs­ein­lagen unter­schied­licher Werke.  Hier ist der Hofnarr Rigoletto natürlich richtig, und Omar Garrido kommt zu seinem Rollen­debüt ebenso wie Isabell Schmitt als seine Tochter Gilda. Und die beiden geben große Teile des ersten Aktes der Oper Giuseppe Verdis gekonnt wieder. Szenen aus Manon von Jules Massenet und der Zwist Fricka und Wotans aus der Walküre von Richard Wagner ergänzen das muntere Zirkus­leben. Dynamisch laufen die Szenen ab, und es springt der Theater­funke mit den jungen, engagierten Künstlern auf das Publikum über.  Ein Puppen­theater begleitet die Rahmen­handlung mit amüsanten, charmanten Einlagen. Das Publikum bedankt sich herzlich und die jungen Künstler sind ihren Karriere-Träumen ein Stück nähergekommen.

Helmut Pitsch

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