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Das Hidalgo-Festivalorchester - Foto © Max Ott

„Das geht anders“

Hidalgo ist ein Festival für Kunstlied und „urbane Klassik“, das in München mit Nachwuchs­künstlern seit vier Jahren „klassische Musik auf höchstem Niveau an die spannendsten Orte der Stadt“ bringen will. So die Idee von Tom Wilmers­dörffer, der die Veran­staltung ins Leben rief und seitdem auch künst­le­risch leitet. Ihm zur Seite steht Johanna Malangré, die mit dem Festi­val­or­chester neue Formate umsetzt.

Johanna Malangré – Foto © Suzanne Specjal

Der Besuch eines Konzertes im lauschigen Brunnenhof der Münchner Residenz 2016 gab den Ausschlag. „Das geht anders“, beschloss Tom Wilmers­dörffer, damals ein junger, vielver­spre­chender Nachwuchs­sänger mit Betriebs­wirt­schafts­studium und Gesangs­aus­bildung. „Wir kommen vom Lied, ich bin selbst ausge­bil­deter Sänger. Wir verbinden klassische Musik mit anderen, scheinbar paradoxen Welten. Großes Neues von hoher Qualität soll entstehen. Durch künst­le­rische Perfor­mance wird das Programm auch physisch erfahrbar sein“, fasst er die Ursprungs­vision zusammen.

Tatkräftige Mitstreiter findet er im Freun­des­kreis. Ehren­amtlich engagiert sich ein junges Team in der Organi­sation, Vermarktung und Durch­führung des Festivals nunmehr in der dritten Auflage. „Das Team ist inter­dis­zi­plinär, vom Hinter­grund bunt, kein gestan­denes etabliertes Kultur­ma­nagement.“ Bis zum vergan­genen Jahr operierte das Festival als gemein­nüt­ziger Verein. Seit diesem Jahr wird es von der gemein­nüt­zigen Hidalgo-Gesell­schaft getragen, die von einem Förder­verein unter­stützt wird. Der Erfolg gibt dem jungen Team recht.

Ein Festival für junge Klassik verspricht die künst­le­rische Linie. „Wir wollen besonders Junge durch unsere Heran­ge­hens­weise und die Weiter­führung der Tradition ansprechen. Lyrik und Musik erhalten eine zusätz­liche Ebene in Raum und Handlung. Wir verbinden klassische Musik mit Video­in­stal­la­tionen, Slam Poetry, szeni­scher Insze­nierung oder eben auch Boxkampf. Dadurch entstehen ganz neue Perspek­tiven und im besten Fall ein komplett neues Kunstwerk“, schwärmt der Festivalleiter.

Gerade wurden im Rahmen des Festivals Lieder von John Dowland und Kurt Weill zu einer Liedin­sze­nierung mit Boxkampf im Boxring kreiert. „Durch Reibung soll sich Neues entzünden. Wir schaffen eine frische Perspektive, einen jungen Blick auf die Kunst für alle von 18–80 Jahren.“ Bewusst werden auch neue Wege im Marketing gegangen, die Ansprache in den so genannten Sozialen Medien wird großge­schrieben. Für die Zukunft wünscht sich der engagierte und sehr profes­sionell anmutende Intendant einen ganzjäh­rigen Spiel­be­trieb. Selbst entwi­ckelte Formate sollen an andere Festspiele verkauft werden oder auf Tournee gehen. Das eigene Festival soll durch Gastpro­duk­tionen vergrößert werden.
Seit einem Jahr gibt es auch ein eigenes Hidalgo-Festi­val­or­chester. Junge Musiker, die bereits bei renom­mierten Klang­körpern fest engagiert sind, treffen sich für einige Tage in ihrer spiel­freien Zeit, um als neuer Klang­körper bei dem Festival mitzu­wirken. Dirigentin Johanna Malangré hat die Leitung übernommen und ihre Leitlinie für den Aufbau des Orchesters definiert. „Wir hatten einen klaren Reper­toire­ge­danken und Vorstel­lungen für die Musiker, die sich mit den Inhalten identi­fi­zieren müssen. Wir kennen uns alle aus dem gemein­samen Studium, von der Akademie und suchen den inten­siven Austausch.“ So folgt das hochpro­fes­sio­nelle Team ihrem Leitge­danken: „Tolle Musik für die junge Szene an tollen Orten zu schaffen. Klassik funktio­niert überall. Wir machen, was uns Spaß macht.“

Helmut Pitsch

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