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Michael S. Zerban - Foto © Lennart Rauße

Missbrauch der Kunst

Wenn Veran­stalter die Kunst für ideolo­gische Indok­tri­nation missbrauchen, ist das nicht nur lästig und ärgerlich, sondern auch brand­ge­fährlich. Und das Staunen ist beim Publikum groß, dass solche Menschen dafür Steuer­gelder benutzen dürfen. So geschehen zum Beispiel beim Circus Dance Festival in Köln, von dessen Besuch hiermit dringend abgeraten wird.

Tim Behren nutzt Steuer­gelder, um seine Gender-Ideologie unter das Volk zu bringen. – Foto © O‑Ton

Auf der Bühne darf Kunst alles. Dafür gibt es diesen Freiraum. Und das ist gut so. Und deshalb bezahlen wir diese Kunst mit Steuer­geldern. Es gibt niemanden, der entscheidet, was „schöne“ oder „angenehme“ Kunst ist und sie deshalb mit Geld unter­stützt – wenn man von Sponsoren absieht. Doch das ist ein anderes Thema. Wenn aber Veran­stalter damit beginnen, Kunst zu missbrauchen, um Ideologien durch­zu­setzen, muss Schluss sein mit großzü­giger öffent­licher Unterstützung.

So etwas geschieht derzeit beim Circus Dance Festival in Köln. Unter dem Deckmantel, Kunst anbieten zu wollen – und sich das gut und reichlich bezahlen zu lassen – haben die Veran­stalter offen­sichtlich nichts anderes im Sinn, als ideolo­gisch auf die Bevöl­kerung einzu­wirken. Schon bei der Eröff­nungsrede des Künst­le­ri­schen Leiters, Tim Behren, fällt auf, dass permanent und ungekonnt gegendert wird. Statt eines Glottis­schlags, wie ihn Sänger beherr­schen, gewinnt man schnell den Eindruck, dass an dem Festival nur noch Frauen mitge­ar­beitet haben. Natürlich ist dem nicht so. Abgesehen davon, dass Behren hier einfach gegen das Diskri­mi­nie­rungs­verbot verstoßen haben könnte, reicht ein Blick in das zum Festival mitge­reichte Magazin, das mit Gender-Sonder­zeichen bis zur Unleser­lichkeit vollge­stopft ist. Es geht den Veran­staltern also offen­sichtlich nicht mehr um die Kunst, sondern darum, dem Publikum eine Ideologie zu oktroy­ieren, die die Mehrheit der deutschen Bevöl­kerung ablehnt.

Natürlich steht den Machern des Festivals frei, Kunst zu missbrauchen, um sich gegen die geltenden Regeln der deutschen Sprache zu stellen. Aber dann sollen sie das offen formu­lieren, damit Stadt, Land und Bund die Möglichkeit haben, keine Steuer­gelder einzu­setzen. Denn eine solche Regel­ver­letzung ist vom Steuer­zahler eindeutig nicht gewollt. Und immer noch sind die staat­lichen Geldgeber verpflichtet, das Geld der Steuer­zahler in deren Sinne zu verwenden. Und das ist bei diesem Festival eindeutig nicht der Fall.

Staat­liche Geldgeber werden hiermit ausdrücklich dazu aufge­fordert, dieses Festival, das offenbar ausschließlich den Sinn hat, eine gesell­schafts­feind­liche Ideologie zu verbreiten, die finan­zielle Unter­stützung mit sofor­tiger Wirkung zu entziehen.

Wenn Veran­stalter glauben, sich nicht mehr an die gesell­schaft­lichen Regeln halten zu müssen, ist das deren Angele­genheit. Es darf nicht sein, dass sie dafür staat­liche Unter­stützung erhalten. Das ist vermutlich rechts­widrig und betrü­ge­risch, indem sie vortäu­schen, künst­le­rische Darbie­tungen zeigen zu wollen, während es eigentlich darum geht, ihre Ideologie durchzusetzen.

In einem ähnlich gelagerten Fall am städti­schen Theater Magdeburg behauptete die PR-Arbei­terin, dass Gender-Sprache doch rechtens sei, weil das Haus insgesamt beschlossen habe zu gendern. Nein, das ist nicht richtig. Und ich sehe mit größter Sorge darauf, dass dieses Haus morgen beschließt, sich nicht mehr an die Regel zu halten, dass Fußgänger an der Ampel bei Rot zu warten haben. Dann werden vermutlich hunderte von Mitar­beitern dieser Anstalt bei Verkehrs­un­fällen umkommen. Wer will das?

In Köln suhlen sich derweil die Festival-Veran­stalter in öffent­lichem Geld, um ihre ideolo­gi­schen Ansichten abzufeiern. Das kann nicht sein. Die öffent­lichen Geldgeber werden aufge­fordert, sofort ihre finan­zielle Unter­stützung zu beenden, um einer weiteren Ideolo­gi­sierung den Boden zu entziehen. Alles andere wäre nicht im Sinne der Bevöl­kerung. Und damit machen sich auch die Förderer strafbar. Das ist kein Spaß mehr. Und im Falle einer gericht­lichen Ausein­an­der­setzung werden sich die öffent­lichen Förderer schwertun, ihre Hände in Unschuld zu waschen, denn auch die Website der Veran­stalter ist von Gender-Sonder­zeichen gespickt. Generell dürfte nach den Eröff­nungs­reden dieser Veran­staltung klar sein, dass es hier nicht mehr um die Kunst, sondern nur noch um eine Ideologie geht, die der deutschen Sprache Schaden zufügt. Bis die Angele­genheit geklärt ist, rate ich allen Bürgern von einem Besuch dieses Festivals ab, das die Kunst entehrt. Was die Veran­stalter bis heute schon erreicht haben: Sie haben der Kunst­richtung des zeitge­nös­si­schen Zirkus in Verbindung mit dem zeitge­nös­si­schen Tanz erheb­lichen Schaden zugefügt.

Michael S. Zerban

Kommentare geben die persönliche Meinung der Verfasserin oder des Verfassers, aber nicht in jedem Fall die Auffassung von O‑Ton wieder.

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