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Hana Lee und Haruna Yamazaki - Foto © Matthias Baus

Sternstunde für das Abo

DER ROSENKAVALIER
(Richard Strauss)

Besuch am
8. April 2017
(Premiere am 21. Januar 2017)

 

Theater Koblenz

Richard Strauss war sich nicht zu schade, auch an kleinen Häusern zu dirigieren. So stand er vor seinen Ameri­ka­über­fahrten regel­mäßig am Pult des Bremer­ha­vener Stadt­theaters.  In Koblenz hätte er am vergan­genen Samstag ein Wunder erleben dürfen, das ihn genau so wie seinen Textdichter Hofmannsthal entzückt haben würde. Da die Koblenzer Rosen­ka­valier- Premiere am 21. Januar von Ralf Siepmann besucht wurde, sei für die Produktion selbst auf seine Bespre­chung verwiesen. Nachfolgend werden die Leistungen zweier überra­gender Sänger­dar­stel­le­rinnen in einer ganz gewöhn­lichen Reper­toire­vor­stellung gewürdigt: Haruna Yamazaki in der Titel­rolle und Hana Lee als Sophie inter­agieren stimmlich und schau­spie­le­risch mit einer Leucht­kraft wie vom anderen Stern und einer Inten­sität wie aus einem Guss.

Dass Octavian und Sophie mindestens auf Zeit fürein­ander bestimmt sind, wird nicht nur behauptet, sondern durch den gänzlich inein­an­der­grei­fenden musika­li­schen Zusam­men­klang und das vollkommen aufein­ander abgestimmte Spiel der beiden Koblenzer Ensem­ble­mit­glieder beglaubigt. Wie Empfin­dungen über die Gesichter von Yamazaki und Lee oft nur huschen, aber dennoch in Erinnerung bleiben, wäre eine eigene Fotostrecke wert. Den Dramentext artiku­lieren die beiden Sänger­dar­stel­le­rinnen nicht allein wie Mutter­sprach­le­rinnen, überdies wird offenbar, dass sie sich bis in dessen feinste Wendungen des hofmannst­hal­schen Idioms hinein­ge­ar­beitet haben.  Musik und Dichtung werden von Yamazaki und Lee in einer Weise ausge­kostet, die der von Strauss und Hofmannsthal immer wieder thema­ti­sierten Anmut und Delika­tesse in allen Lebens­lagen Ausdruck verleiht.  Die beiden Sänger­dar­stel­le­rinnen scheinen geradezu gemeinsam zu atmen. Festspiel­niveau in der so genannten Provinz!

Michael Kaminski

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