O-Ton im Abonnement ist mehr!

Ein O-Ton Abo ist unsere Einladung an Sie, uns auf unseren Abenteuer- und Entdeckungsreisen durch die reiche Kulturlandschaft Deutschlands zu begleiten und stets aufs Neue zu entdecken.

Als ich den Artikel gelesen habe,
war es, als wäre ich dabei gewesen.

Mit unseren Originalberichten und exklusivem Bildmaterial von Aufführungen in Theater, Musiktheater, Konzert, Ballett und Tanz in all ihren Schattierungen, informieren wir Sie ideologiefrei und kritisch, aber fair. Mit Hintergrundberichten, Hörbeiträgen, Kommentaren, aktuellen Nachrichten und vielem mehr arbeiten wir Tag für Tag daran, bei unseren Besuchern die Lust darauf zu wecken, sich auf diesen kulturellen Reichtum einzulassen.

O-Ton 

3-Monats-Abo

  • +3 Tage gratis testen
  • keine Werbeanzeigen
  • jederzeit kündbar
  • Benachrichtigung bei neuen Inhalten
nur 16,-
 €

für jeweils 3 Monate

Unsere Top-Empfehlung!

O-Ton 

Jahres-Abo

  • +7 Tage gratis testen
  • keine Werbeanzeigen
  • jederzeit kündbar
  • Benachrichtigung bei neuen Inhalten
nur 48,-

pro Jahr

O-Ton 

6-Wochen-Abo

  • sofort loslesen
  • keine Werbeanzeigen
  • jederzeit kündbar
  • Benachrichtigung bei neuen Inhalten
nur 9,-

für jeweils 6 Wochen

O-Ton 

Jahres-Mitgliedschaft

  • keine automatische Verlängerung
  • keine Werbeanzeigen
  • Zugang verfällt nach Ablauf
nur 48,-

für ein Jahr

Foto © Jan Wirdeier

Dolce vita e amore

WIE WÄR’S, WIE WÄR’S? –
DIE GESCHWISTER PFISTER IN DER TOSKANA

(Die Geschwister Pfister)

Besuch am
31. Oktober 2018
(Premiere)

 

Tipi am Kanzleramt, Berlin

Komm ein bisschen mit nach Italien, so trällerten 1956 Caterina Valente, Peter Alexander und Silvio Francesco. Damals, in den Jahren des Wirtschafts­wunders, war das Land südlich der Alpen das Traumziel der Deutschen und zur Erinnerung an den Urlaub konnte man im Radio die entspre­chenden Schlager hören. Ein Fall für die Geschwister Pfister und das unver­gleich­liche Fräulein Schneider, jenes Klein­kunsttrio mit Kultstatus, das sich mit Wonne auf musika­lische Zeitreisen begibt. Unlängst waren sie beim Heurigen in Wien, davor gaben sie sich als Peter Alexander und Mireille Mathieu die Ehre. Selbst den Weltraum haben sie in The Great Space Swindle erkundet.

Nun also Italien. Die Revue Wie wär’s, wie wär’s, die den Namen eines weiteren Hits von Caterina Valente trägt, steckt voller Evergreens über das Land der Zitronen mit Abste­chern nach Spanien und Griechenland. Sie läuft bereits seit 2013 und ist nun erstmals in das Tipi am Kanzleramt gezogen.

Mit einfachsten Mitteln zaubert Stefan Prattes das passende Ambiente auf die kleine Bühne: Im Hinter­grund ein dreige­teilter Vorhang, der sich je nach Bedarf öffnet. Mal rollt eine Tankstelle hinein, mal wird er showmäßig bunt angeleuchtet. Der Clou aber ist die Vorder­front eines orange­far­benen VW-Käfers, in dem Tobias Bonn, Christoph Marti und Andreja Schneider sitzen und mit viel Gepäck und guter Laune in Richtung Süden loszu­ckeln, wobei sie die Fahrbe­we­gungen simulieren. Die kleine Gruppe kampiert am Gardasee, macht Abstecher in Venedig und landet schließlich in Rom.

POINTS OF HONOR

Musik



Gesang



Regie



Bühne



Publikum



Chat-Faktor



Blitz­schnell verwandeln sich die drei Reisenden in damalige Schla­ger­größen, stilge­recht kostü­miert von Heike Seidler: Karel Gott alias Andreja Schneider flirtet beim Einmal um die ganze Welt mit den Zuschaue­rinnen in der ersten Reihe und wenn Ursli Pfister und Christoph Marti im schwarzen Body No capito singen, ist das mindestens so verfüh­re­risch wie bei den Kessler-Zwillingen anno 1961. Auch Nana Mouskouri, Vicki Leandros und Katja Ebstein sind live dabei und sorgen bei ihrem Zusam­men­treffen für einen der witzigsten Momente der Show. Was das Ganze aber so unnach­ahmlich werden lässt, ist die Vortrags­kunst und die stimm­liche Wandlungs­fä­higkeit des Trios. Wie sie die Schlager liebevoll und mit feinem Humor inter­pre­tieren, dazu typische Handbe­we­gungen und Gesten einsetzen und den Text mit Wortbe­to­nungen und Silben­ak­zenten dezent ironi­sieren, ist ein reines Vergnügen. Und ein musika­li­sches sowieso: wegen der gewitzten Arran­ge­ments von Johannes Roloff, die das Jo-Roloff-Trio mit Pep über die Rampe bringt.

Im fast ausver­kauften Tipi-Zelt singen nicht nur die älteren, sondern auch die jüngeren Jahrgänge mit. Wer bisher Schla­ger­muffel war, wird zumindest an diesem Abend zum Fan. Die Pfisters und Fräulein Schneider wechseln aber erstmal das Genre. Im Tipi sind sie in der Wieder­auf­nahme von Paul Linckes Frau Luna mit von der Partie und im Mai 2019 in der Komischen Oper in Paul Abrahams Fußball-Operette Roxy und ihr Wunderteam. 

Karin Coper

Teilen Sie O-Ton mit anderen: