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Belcanto im Nachtgewand

LA SONNAMBULA
(Vincenzo Bellini)

Besuch am
9. März 2023
(Premiere am 26. Februar 2023)

 

Deutsche Oper am Rhein, Opernhaus Düsseldorf

Vincenzo Bellinis feinnervige, musika­lisch und szenisch jedoch heikle Belcanto-Delika­tesse La Sonnambula – Die Nacht­wand­lerin – ist derzeit an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg in einer durch­dachten und stimmungs­vollen Neuin­sze­nierung auf beacht­lichem Niveau zu erleben.

Die bisweilen verwor­renen, handlungs­armen und übermächtig auf die Gesangs­künste der Protago­nisten zugeschnit­tenen Opern Bellinis stellen die Fantasie des szeni­schen Teams und erst recht die vokalen Quali­täten des Ensembles auf eine harte Probe, um die meist dreistün­digen Abende unter Spannung halten zu können.

Foto © Monika Rittershaus

In Düsseldorf setzt Regisseur Johannes Erath zusammen mit dem Bühnen­bildner Bernhard Hammer und der Video-Künst­lerin Bibi Abel auf eine traumhaft verklärte Nacht­stimmung. Die Figuren agieren im Dämmer­licht, im Hinter­grund flimmern Video­ein­blen­dungen, in denen die Titel­heldin, Balle­rinen und andere Traum­ge­stalten über die Dächer einer imagi­nären Stadt schweben. Ein schönes Ambiente für die Geschichte Aminas, die als Schlaf­wand­lerin unbewusst in einem fremden Bett landet und die Hochzeit mit ihrem verständ­li­cher­weise erzürnten Bräutigam gefährdet. Zum Glück schließt die Oper mit einem versöhn­lichen Ende.

Erath lässt die gesamte Dorfge­sell­schaft an dem pikanten Treiben teilhaben, so dass es auf der Bühne oft so eng zugeht, dass die Protago­nisten optisch in den Hinter­grund gedrängt werden. Zumal die an sich fantas­ti­schen Video-Sequenzen die Reizüber­flutung noch fördern.

Die maßgeb­liche Energie jeder Bellini-Produktion geht jedoch ohnehin von den gesang­lichen Leistungen aus. Maestro Antonino Fogliani am Pult der Düssel­dorfer Sympho­niker führt so einfühlsam durch den Abend, dass sich die Sänger entspannt entfalten können. Das kommt insbe­sondere der Sopra­nistin Stacey Alleaume in der Titel­rolle der Amina zu. Eine Partie, die Bellini stilis­tisch extrem fasset­ten­reich ausstattete. Vielfältige Anfor­de­rungen, die die Austra­lierin mit Ausnahme einiger angestrengter Spitzentöne eindrucksvoll bewältigt. Nicht minder überzeugt Heidi Elisabeth Meier in der kaum weniger anspruchs­vollen Rolle ihrer Neben­buh­lerin Lisa. Edgardo Rocha als Bräutigam Elvino verfügt einen hellen, flexiblen, aller­dings auch etwas engen Tenor. Und Bogdan Taloş erweist sich für die Partie des wieder aufge­tauchten Grafen Rodolfo als Kavalier­ba­riton erster Güte.

Zu Recht kann sich Stacey Alleaume über den stärksten Beifall freuen. Die Begeis­terung trifft aber alle Mitwir­kenden. Auch die szenische Umsetzung, die mehr bietet als die Dekoration für ein wohlklin­gendes Arienkonzert.

Pedro Obiera

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