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Gruselschauer für die ganze Familie

GEISTERRITTER
(James Reynolds)

Besuch am
19. Juni 2019
(Premiere)

 

Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg, Theater Duisburg

Die Produk­tionen der Jungen Oper Rhein Ruhr, einem Zusam­men­schluss der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg mit den Opern von Bonn und Dortmund, entsprechen voll und ganz der Leitlinie der Rheinoper, Musik­theater für junge Leute so attraktiv und aufwändig wie möglich zu präsen­tieren und dabei nicht am falschen Ende zu sparen.

Zum dritten Mal fährt man mit Geister­ritter, James Reynolds Opern-Version des gleich­na­migen erfolg­reichen Romans von Cornelia Funke, großes Geschütz auf. Vor anderthalb Jahren in Bonn urauf­ge­führt, erlebt die Produktion jetzt im ausver­kauften Duisburger Theater in Anwesenheit zahlreicher Schul­klassen ihre erfolg­reiche Premiere an der Rheinoper.

Gekle­ckert wird nicht, sowohl was Bühnenbild und technische Ausstattung als auch das Personal mit massiv besetztem Chor, großem Orchester und 24-köpfigem Ensemble, aber auch den Anspruch auf Qualität der Auftrags­kom­po­sition angeht.

Mit zwei Stunden inklusive einer Pause rührt die Spiel­dauer an die Grenzen einer Jugend­pro­duktion, wobei Stoff und Machart so starke Paral­lelen zu vertrauten Genres wie den Harry-Potter-Filmen aufweisen, dass die Spannung auch für jüngere Besucher gewahrt bleibt, wie die Reaktionen des jungen Publikums zeigen. Die Handlung kreist um die Erleb­nisse des Internats-Schülers Jon Whitcroft, dessen Familie von einem bösen Geist heimge­sucht wird, der schließlich mit Hilfe von verstor­benen Rittern und anderer realer und irrealer Gestalten besiegt wird. Eine Geschichte mit einer gehörigen Prise Grusel, die nach einer cineas­tisch gefärbten Musik ruft, die der Komponist auch reichlich liefert. Stilis­tisch hüpft er wie ein versierter Filmkom­ponist durch alle Genres vom sympho­ni­schen Klang bis zu Hip-Hop-Anleihen, wobei das mit viel Schlagwerk und Effekt­in­stru­menten ausge­stattete Orchester für die nötige Farbigkeit und Gänsehaut sorgt.

POINTS OF HONOR

Musik



Gesang



Regie



Bühne



Publikum



Chat-Faktor



Garan­tierte die Bühnen­bild­nerin Tatjana Ivschina in den ersten beiden Produk­tionen, Das Mädchen, das nicht schlafen wollte und Die Schnee­kö­nigin von Marius Felix Lange, mit ihrer unerschöpf­lichen Fantasie eine optische Aufbe­reitung von märchen­hafter Exotik, griff man für die Geister­ritter auf Video­tech­niken zurück, mit denen sich die Szenen­wechsel vom Eisen­bahn­waggon in die Schul­stube, von einer schau­rigen Kathe­drale auf einen noch schau­ri­geren Friedhof reibungslos bewerk­stel­ligen lassen. Damit sucht und findet das damit beauf­tragte Team fettFilm geschickt die Nähe zu thema­tisch ähnlich gelagerten Fantasy-Filmen.

Regisseur Erik Petersen lässt es an nichts fehlen, um Chor und Solisten in den üppig ausge­stat­teten Kostümen von Kristopher Kempf wirkungsvoll in Szene zu setzen. Und letztlich setzen der Chor der Deutschen Oper am Rhein und die Duisburger Philhar­mo­niker unter Leitung von Patrick Francis Chestnut wie zuvor schon deren Bonner Kollegen so starke musika­lische Akzente, wie man sie von großen Produk­tionen für die Erwach­senen gewohnt ist. Das gilt nicht minder für die Besetzung der vielen Rollen mit David Fischer als Jon Whitcroft und Monika Rydz als dessen Freundin Ella Littlejohn an der Spitze, wobei man auch für die kleineren Partien nicht an promi­nenten Kräften wie Lisa Griffith, Romana Noack oder Peter Nikolaus Kante gespart hat.

Ein flottes Märchen mit spürbarem Grusel­ansatz für die ganze Familie. Völlig unbedenklich für Kinder in einem Alter, in dem sie die hilfreichen Übertitel lesen können.

Pedro Obiera

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