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Foto © Markus Feger

In Ländern der Ecken und Kreise

PAULAS REISEN
(Luciano Berio)

Besuch am
12. Mai 2022
(Premiere am 11. Mai 2022)

 

Klavier-Festival Ruhr, Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium, Duisburg

Eine Nachricht mit Signal­wirkung: Tobias Bleek, seit 15 Jahren Leiter des Education-Programms des Klavier-Festivals Ruhr und Honorar­pro­fessor an der Folkwang-Univer­sität der Künste in Essen, wurde jetzt in die Nordrhein-Westfä­lische Akademie der Künste und Wissen­schaften berufen. Eine verdiente Auszeichnung, erweitert doch Bleek das Education-Projekt mit immensem Einsatz immer weiter, so dass Kinder und Jugend­liche aller Schul­formen und Kitas aus Brenn­punkt-Schulen von Duisburg-Marxloh, Essen und Bochum mit mehreren Hundert Angeboten pro Jahr musika­lisch aktiviert werden. Auch in der Pandemie ließ Bleek den Kontakt zu den Schulen nicht abreißen. Unter erschwerten Bedin­gungen und mit zeitlichen Unter­bre­chungen und Verzö­ge­rungen gelang es ihm sogar, mehrere schul­über­grei­fende Projekte zu realisieren.

So auch eine Aufführung in der Essener Philhar­monie des 30-minütigen Werks Twice upon … des italie­ni­schen Kompo­nisten Luciano Berio, das als „Theater ohne Worte für sechs Gruppen von Kindern“ konzi­piert ist. Trotz der einge­schränkten Arbeits­be­din­gungen beschäf­tigen sich die Sechst-Klässler des Elly-Heuss-Knapp-Gymna­siums aus Duisburg-Marxloh und des Heinrich-Heine-Gymna­siums aus Bochum mehrere Monaten mit dem komplexen Werk, bis sie es zur Aufführung bringen konnten.

Foto © Markus Feger

Dafür teilen sich die drei Klassen in sechs Gruppen, die mit ihren Musik­lehrern jeweils einen Abschnitt der Kompo­sition erarbeiten. Unter­stützt und angeleitet von Musikern des renom­mierten und auf Neue Musik spezia­li­sierten Ensembles Musik­fabrik aus Köln unter der Gesamt­leitung von Susanne Blumenthal, die als freie Dirigentin und Profes­sorin für Neue Musik an der Kölner Musik­hoch­schule wirkt. Mehrere Jahre leitete sie auch den Philhar­mo­ni­schen Chor Bochum.

Dass es Berio den Kindern mit seiner 1994 entstan­denen Kompo­sition nicht leicht macht, davon zeugen Einblicke in die Proben­arbeit gerade in der Schluss­phase. Mehrstündige intensive Proben sind angesagt. Ein Teil der Kinder ist mit Keyboards und Schlag­in­stru­menten bestückt, der Rest kann sich frei bewegen und stimmlich artiku­lieren. Dabei gilt es, rhyth­mische Formeln mit vokalen Elementen und körper­lichen Bewegungen zu kombi­nieren. Die Koordi­nation aller Elemente stellt hohe Anfor­de­rungen an die Konzen­tration und die Teamfä­higkeit. Auch wenn die Kinder in den letzten Monaten eher spiele­risch auf ihre Aufgabe einge­stimmt wurden, legen Blumenthal und die Mentoren der Musik­fabrik in dieser Phase Wert auf größt­mög­liche Präzision. Eine unver­zichtbare Voraus­setzung, wenn das Zusam­men­wirken aller Gruppen, zu denen auch noch Kinder aus einer Pariser Gastschule für die Aufführung stoßen, gewähr­leistet werden soll.

Paulas Reisen, der Kinder­buch­klas­siker von Pauls Maars, ist Gegen­stand des nächsten Projekts, das Ende Mai im Duisburger Landschaftspark mit Schülern aus Duisburg-Marxloh gezeigt werden soll. Paulas fanta­sie­volle Reise durch das Land, in dem alles Eckige verboten ist und das nächste Land, in dem alles Runde verboten ist, wird quasi als Vorbe­reitung in acht Vorstel­lungen im Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium zahlreichen Marxloher Kindern aus Grund­schulen und Kitas präsen­tiert, wofür sie im Unter­richt zwei Lieder einstu­dierten, die sie auch kräftig mitsingen. Dieses Mitmach­konzert wird von den Tänze­rinnen Petra Jebavy und Cynthia Nislyama, dem Schau­spieler Rainer Besel und Antonia Yordanova am Klavier gestaltet. Wobei die Kinder viele Gelegen­heiten bekommen, auf der Bühne in das Geschehen einzugreifen.

Es geht weiter und weiter aufwärts mit dem bereits vielfach ausge­zeich­neten Education-Programm des Klavier-Festivals Ruhr, das auch Intendant Franz Xaver Ohnesorg besonders am Herzen liegt.

Pedro Obiera

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