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Foto © Georg-August-Universität Göttingen

Vom italienischen Frühbarock bis zur Klassik

LIEDER OHNE WORTE
(Diverse Komponisten)

Besuch am
26. Mai 2019
(Einma­liges Gastspiel)

 

Inter­na­tionale Händel-Festspiele Göttingen, Georg-August-Universität

Zu diesem Jubilä­ums­konzert trifft sich der Freun­des­kreis Stiftung Inter­na­tionale Händel-Festspiele Göttingen in der Aula der Alma Mater, der Georg-August-Univer­sität, unter den Porträts ehema­liger Landes­fürsten im festlichen Barock-Habit, die alle diese ehrwürdige Stätte deutscher Bildungs­ge­schichte auf ihre Weise gefördert haben. Auch die Gäste dieses Konzertes dürften zu einem großen Teil Mitglieder der Hochschule sein oder gewesen sein, man kennt sich und fühlt sich zu Hause.

Zu den Liedern ohne Worte haben Margret Köll und Stefan Temmingh ein Programm zusammen gestellt, in dem sie 16 Lieder und Kompo­si­tionen in der sehr selten zu hörenden Besetzung von Harfe und Block­flöte aufführen. Die Kompo­si­tionen sind in der Zeit vom 16. bis zur ersten Hälfte des 19. Jahrhun­derts entstanden und umfassen Stücke des Früh-und Hochbarock bis zur europäi­schen Klassik. Beide Künstler, Margret Köll, Harfe und Stefan Temmingh, Block­flöten, sind erfahrene und bestens ausge­wiesene Instru­men­ta­listen bei der Aufführung Alter Musik. Und so finden sich unter den Kompo­nisten Namen wie Claudio Monte­verdi, Giovanni Battista Fontana, John Dowland, Christoph Willibald Gluck und Wolfgang Amadeus Mozart, um nur einige Namen zu nennen. Mit einem langsamen  Satz beginnt Stefan Temmingh auf einer Bassflöte das Programm, um beim zweiten Stück, einer Sonata von Giovanni Battista Fontana einen leichten, tänze­risch schnellen Satz mit Harfen­be­gleitung anzufügen. Schöne Melodie­bögen der Flöte und tiefe Klang­pas­sagen erklingen in einer Kompo­sition von Giovanni Battista Spadi, in einem Stück von Giulio Caccini treten zur Flöte kräftige Harfen­ak­korde und perlende Läufe hinzu. In den verschie­denen Stücken von Händel werden Flöte und Harfe lebhaft, die Harfe unterlegt in starken Akkorden eine Art Grund­rhythmus und leitet zu fast medita­tiven Passagen über, bevor in der abschlie­ßenden  Sonate die Harfe den Basso Continuo übernimmt.

Foto © Alciro Theodoro da Silva

Nach der Pause wird das Programm lebhafter und moderner, Stefan Temmingh wechselt häufig  seine Flöten, es ertönen einige durchaus bekannte Stücke: Vom Venezia­ni­schen Gondellied über Schuberts Ständchen Leise flehen meine Lieder und Mozarts Komm, liebe Zither bis zu dem lebhaften Gestern Abend war Vetter Mikkel da servieren Köll und Temmingh abwechs­lungs­reich und in immer neuen Tonfär­bungen einen bunten Strauß von Kompo­si­tionen, die ursprünglich als Lieder entstanden, aber nun von Margret Köll und Stefan Temmingh farbenfroh und stimmungsvoll  instru­mental präsen­tiert werden.

Die beiden Solisten servieren ein morgend­liches Programm, das bei den Musikern große Souve­rä­nität auf ihren Instru­menten erfordert. Mancher Zuhörer mag sich gefragt haben, mit wie vielen Fingern die Musiker eigentlich alle diese Tempo‑, Klang- und Stimmungs­va­ria­tionen gespielt haben, um mit beschei­denen Mitteln große Inter­pre­ta­ti­ons­spiel­räume zu eröffnen. Doch auch von den Zuhörern  verlangt dieses Programm wegen der Zartheit und  Feinglied­rigkeit der Kompo­si­tionen höchste Konzen­tration. Die beiden Musiker haben mit ihren selten gemeinsam gespielten Instru­menten ein Jubilä­ums­konzert geliefert, das diesem Anlass wirklich gerecht wird. Das Festpu­blikum bestätigt den beiden Künstlern das gern mit langem, anerken­nendem Beifall.

Horst Dichanz

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