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Auftakt-Pressekonferenz in der Bochumer Jahrhunderthalle - Foto © Caroline Seidel

Auf ein Drittes …

Am 18. August öffnet die diesjährige Ruhrtri­ennale ihre Pforten. Dann wird, wie jedes Jahr, ein reich­hal­tiges Programm mit über 130 Veran­stal­tungen bis zum 30. September an mittler­weile nicht mehr so ungewöhn­lichen Spiel­orten gezeigt. Für den Inten­danten der Ruhrtri­ennale, Johan Simons, ist damit nach drei Jahren auch die Zeit für den Abschied gekommen.

Barbara Hannigan und Johan Simons – Foto © Caroline Seidel

Freude, schöner Götter­funken. Seid umschlungen“. Unter dieses Motto stellte Johan Simons seine dreijährige Amtszeit als Intendant der Ruhrtri­ennale, dessen letzte Saison am 18. August in der Jahrhun­dert­halle Bochum mit einer Neuin­sze­nierung von Claude Debussys Oper Pelléas et Mélisande eröffnet wird. Ein von Stille und Geheim­nissen erfülltes Werk, zugleich ein verhal­tener Akzent zum hoffnungs­vollen, eher laut tönenden Motto des Freuden­ge­sangs von Schiller und Beethoven.

Die Welt, sagt Simons, habe sich „sehr stark verändert, seit ich Leiter dieses wunder­vollen Festivals geworden bin“. Aller­dings will der Intendant das Gute darin sehen. „Doch spüre ich nun eine positive Energie, ein Wieder­ent­decken Europas und seiner Kraft. Und vielleicht können wir mit künst­le­ri­schen Götter­funken unserem Publikum ein paar Hoffnungs­schimmer schenken“, sagt er.

Mit Sylvain Cambreling am Pult der Bochumer Sympho­niker, dem Regisseur Krzysztof Warli­kowski und der Sopra­nistin Barbara Hannigan ist bei der Debussy-Oper ein promi­nentes Team am Werk. Die Sängerin tritt auch noch in Eric Saties selten zu hörender Oper Socrate auf und freut sich auf die Heraus­for­de­rungen und nicht zuletzt auf die Zusam­men­arbeit mit den Dirigenten. Der Pelléas „ist meine erste Zusam­men­arbeit mit dem Dirigenten Sylvain Cambreling. Ich bin sehr überrascht, dass sich unsere Wege bisher noch nicht kreuzen konnten. Er liebt und kennt diese Oper in- und auswendig und unter seiner musika­li­schen Leitung zu singen, gibt einem sowohl Raum für Atem und Stille als auch für Klang. Socrate wird mit dem nieder­län­di­schen Pianisten und Dirigenten Reinbert de Leeuw statt­finden, einem langjäh­rigen Kollegen und Mentor von mir, mit dem ich vor ein paar Jahren Saties Socrate aufge­nommen habe. Die Insze­nierung, die wir bei der Ruhrtri­ennale machen werden, wird eine einzig­artige Veran­staltung, weshalb ich mich so darauf freue.“

Rund 135 Veran­stal­tungen mit 40 Produk­tionen, darunter 28 Eigen- und Kopro­duk­tionen, 22 Urauf­füh­rungen, Deutsch­land­pre­mieren und Instal­la­tionen erwarten das Publikum an vierzehn verschie­denen Spiel­stätten in sieben Städten des Ruhrge­biets von Duisburg bis Dortmund. 40.000 Tickets stehen zur Verfügung. Der Vorverkauf ist angelaufen.

In diesem Jahr vollenden sich auch einige Trilogien, die über die drei letzten Jahre entwi­ckelt wurden. Dazu gehören eine Tanztri­logie von Richard Siegal – ab 25. August im PACT Zollverein – und der letzte Teil von Luc Percevals Hunger. Trilogie meiner Familie auf einer Grundlage von Emile Zola. Einzel­auf­füh­rungen dieses Teils sind ab dem 7. September im Landschaftspark Duisburg-Nord zu sehen. Die gesamte elfstündige Trilogie wird am 15. und 17. September an gleicher Stelle ganztägig gezeigt.

Das Spektrum reicht von Oper bis Techno

Zu den Höhepunkten des Festivals dürfte das Musik­theater-Projekt Kein Licht gehören mit einem in den letzten Wochen noch mit Bezug auf das Amerika Donald Trumps aktua­li­sierten Text von Elfriede Jelinek. Die Musik stammt von dem Kompo­nisten Philippe Manoury, und die Schau­spie­lerin Caroline Peters ist in einer Sprech­rolle zu sehen. Urauf­führung ist am 25. August im Duisburger Landschaftspark Nord.

Johan Simons selbst wird die Urauf­führung des Musik-Projekts Cosmo­polis auf eine Roman-Vorlage von Don DeLillo mit der Musik von BL!NDMAN Eric Sleichim insze­nieren. Eine skurrile Geschichte um Geld, Reichtum, Speku­lation und Ruin. Eine Börsianer-Story, die Simons in eine Kinderwelt verlagert. Hier ist die Urauf­führung am 22. September in der Bochumer Jahrhun­dert­halle zu erleben.

Musika­lisch ist im Rahmen diverser Projekte ein ganzer Strauß von Claudio Monte­verdis Marien-Vesper und Beethovens Missa solemnis bis John Cage und Techno-Events zu erleben. Nicht zu vergessen ein anspruchs­volles, Memoria benanntes Projekt des erfolg­reichen Chorwerks Ruhr unter Leitung von Florian Helgath mit Werken barocker und zeitge­nös­si­scher Kompo­nisten ab 25. August in der Maschi­nen­halle Zeche Zollern Dortmund.

Instal­la­tionen und diverse Veran­stal­tungen aller Genres, einige auch zum Nulltarif, ergänzen das reiche Programm des sechs­wö­chigen Festivals.

Pedro Obiera

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