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Nach 28 Jahren Intendanz des Klavier-Festivals Ruhr dachte Franz Xaver Ohnesorg als bisheriger künstlerischer Leiter über seine Nachfolge nach. Jetzt erfolgte in der Philharmonie Essen die offizielle Vorstellung. Katrin Zagrosek wird zu Beginn des Jahres 2024 Intendantin des weltgrößten Festivals für Klaviermusik.

Die Geheimhaltung hat bestens funktioniert. Sogar nicht jeder des Teams war informiert. Manche fragten sich zwar seit geraumer Zeit, wie lange noch Franz Xaver Ohnesorg mit seinen mittlerweile 74 Jahren als Intendant des Klavier-Festivals Ruhr tätig ist. Doch mehr als Spekulationen gab es nicht. Nun wird auf einer extra einberufenen Pressekonferenz die Katze aus dem Sack gelassen: Er hört am 31. Dezember 2023 auf. Des Weiteren wird mit Katrin Zagrosek seine Nachfolgerin vorgestellt. Sie fängt am 1. Januar als Intendantin an. Bereits zum 1. April nächsten Jahres wird sie neben Ohnesorg in den Vorstand des Klavier-Festivals Ruhr und in die Geschäftsführung der Klavier-Festival Sponsoring- und Service-Gesellschaft bestellt.
In Solingen geboren, hat die 46-jährige Tochter des Dirigenten Lothar Zagrosek nach ihrem Studium der Musik- und Kulturwissenschaften in Berlin zunächst als freischaffende Mitarbeiterin bei bedeutenden Institutionen und Festivals wie dem Konzerthaus Berlin, den Berliner Festwochen, den Innsbrucker Festwochen für Alte Musik, den Salzburger Osterfestspielen, dem Pariser Théâtre et Musique und dem Lincoln Center Festival in New York gearbeitet. Anschließend, von 2002 bis 2006, gestaltete sie am Theater Freiburg die Konzertreihen des Philharmonischen Orchesters und entwickelte dort musikpädagogische Formate für Kinder und Jugendliche. Danach war sie bis 2012 Projektleiterin der Hamburger Ostertöne. Außerdem übernahm sie 2008 die Projektleitung von Wien Modern, Österreichs größtem Festival für zeitgenössische Musik. Ab 2012 war sie Intendantin der Niedersächsischen Musiktage. Seit September 2018 ist sie Geschäftsführende Intendantin der Internationalen Bachakademie Stuttgart. Nächstes Jahr zieht sie nun ins Ruhrgebiet, um dann für die Geschicke des weltgrößten Festivals für Klaviermusik verantwortlich zu sein.
Laut Rolf Martin Schmitz, Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Klavier-Festival Ruhr, hat die Suche nach einem Nachfolger Ohnesorgs letztes Jahr im Herbst begonnen. Von 30 Kandidaten kamen drei in die enge Wahl. Einstimmig habe man sich schließlich für Katrin Zagrosek entschieden. Ohnesorg sei immer in die Entscheidungsprozesse mit eingebunden gewesen.
Ohnesorg betont ausdrücklich, dass es, ohne gedrängt worden zu sein, seine eigene Entscheidung ist, Ende nächsten Jahres nach 28 Jahren seiner Tätigkeit beim Klavier-Festival Ruhr aufzuhören. „Ich kann loslassen“, sagt er. Er wolle sich dann privaten Dingen widmen, unter anderem ehrenamtlich tätig sein.
Zagrosek hält sich noch über konkrete Pläne und Konzepte ab der Spielzeit 2024 bedeckt. Bewährte Formate wolle sie beibehalten. Sie bemerkt aber, dass sie sich viel mit zeitgenössischer Musik befasst habe und in Stuttgart mit Alter Musik beschäftigt sei. Werke mit Instrumenten aufführen zu lassen, auf denen zur Zeit ihrer Entstehung gespielt wurde, hält sie nicht für abwegig.
Hartmut Sassenhausen