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Garten voller Überraschungen

66 Konzerte in 17 Städten des Reviers erwarten die Besucher des diesjäh­rigen Klavier-Festivals Ruhr vom 26. April bis zum 16. Juli. In ihrer ersten Saison als Inten­dantin des renom­mierten Festivals behält Katrin Zagrosek die von ihrem Vorgänger Franz-Xaver Ohnesorg über fast drei Jahrzehnte gepflegte Grund­struktur bei, setzt aber schon jetzt einige persön­liche Akzente.

Tobias Bleek, Katrin Zagrosek und Leonhard Birnbaum – Foto © Peter Wieler

Nichts ändert sich am Angebot etablierter Stars und außer­ge­wöhn­licher Nachwuchs­ta­lente. Auch die Musik­ver­mitt­lungs­pro­jekte werden mit gleicher Inten­sität fortge­führt, und der Jazz gewinnt sogar noch an Bedeutung. Was sich nicht nur darin nieder­schlägt, dass die Eröff­nungs- und Abschluss­kon­zerte in der Duisburger Merca­tor­halle Jazzmu­siker bestreiten werden, sondern auch im Engagement von Jazz-Solisten, die ausnahmslos noch nie beim Festival aufge­treten sind. Zudem wird es Crossover-Projekte von Klassikern und Jazzern geben.

Das spiegelt sich auch in der Besetzung des neuen Formats „Porträt­künstler 2024“ mit dem russi­schen Pianisten Kirill Gerstein wider, der sich sowohl auf dem klassi­schen als auch dem Jazz-Parkett tummeln wird. Die drei Konzerte Gersteins reflek­tieren drei Schwer­punkte des diesjäh­rigen Angebots. Und zwar im Austausch mit dem Jazzer Brad Mehldau, mit einem dem vor 100 Jahren verstor­benen Kompo­nisten Ferruccio Busoni gewid­meten Konzert sowie einem Auftritt mit dem WDR-Sinfo­nie­or­chester, bei dem Gemein­sam­keiten zwischen den Klavier­kon­zerten von George Gershwin und Arnold Schönberg aufge­spürt werden sollen.

Kirill Gerstein – Foto © Marco Borggreve

Als neues Format stehen vier Konzerte in der Gelsen­kir­chener Heilig-Kreuz-Kirche unter dem Motto „Klavier & Elektronik“ mit experi­men­tier­freu­digen jungen Musikern an. Das entspricht Zagroseks Vision von einem innova­tiven Festival. Auf ein überge­ord­netes Motto verzichtet sie. Sie stellt sich das Festival als Wanderung durch einen wunder­schönen, mit Überra­schungen gespickten Garten vor, in dem es Bekanntes und Neues zu entdecken gibt. Dazu gehören Projekte, bei denen die Solisten an mehreren Abenden auftreten. So etwa Kit Armstrong mit einer Mozart-Expedition, Jan Lisiecki mit einem Prokofjew-Projekt, bei dem alle Klavier­kon­zerte des Kompo­nisten auf dem Programm stehen, sowie weiteren Mini-Serien mit András Schiff und Alexander Melnikow. Das führt dazu, dass der Umfang des Festivals nicht geschmälert wird, auch wenn mit 67 Pianisten aus 34 Ländern diesmal erheblich weniger Künstler als im Vorjahr vertreten sind.

Natürlich lockt auch in diesem Jahr eine ganze Phalanx promi­nenter Namen. Igor Levit und Evgeny Kissin treten in Dortmund auf, Hélène Grimaud begleitet den Bariton Konstantin Krimmel. Krystian Zimerman, Kathia Bunia­tishvili, Lang Lang und Manuel Ax dürften sich als weitere Zugpferde erweisen. Eine monumentale Rarität präsen­tieren Marc-André Hamelin und das Sinfo­nie­or­chester Wuppertal mit Busonis aufwän­digem, 80 Minuten langem Klavier­konzert mit Männerchor.

23 Pianisten geben ihr Festival-Debüt. Darunter sind auch einige der acht „Youngsters“, die sich um Christi Himmel­fahrt und Fronleichnam auf Zeche Zollern in Dortmund und im Salzlager der Zeche Zollverein vorstellen werden. Mit der Geschichte des Reviers eng verbundene Spiel­stätten, die Katrin Zagrosek stärker ins Festival einbinden möchte.

Mit vier Präsen­ta­tionen, drei davon in Duisburg, zeigen Schüler aus Bochum und vor allem Duisburg Marxloh Ergeb­nisse aus der vorbild­lichen Arbeit der „Education“-Aktivitäten, die Kinder aus eher kultur­fernen Familien in Brenn­punkt-Vierteln ganzjährig fördern. 2007 von Tobias Bleek ins Leben gerufen und seitdem ständig gewachsen, gehörten die „Education“-Programme zu den Herzens­an­ge­le­gen­heiten von Ohnesorg. Dass das Eröff­nungs­konzert mit dem Emmet Cohen Trio mit einer Präsen­tation Marxloher Schüler eröffnet wird, beweist, wie sehr auch Katrin Zagrosek die Bemühungen zu schätzen weiß.

Pedro Obiera

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