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Alexandra Dovgan - Foto © Oscar Tursunov

Wieder in gewohnter Form

Franz Xaver Ohnesorg, seit 2005 Intendant des Klavier-Festivals Ruhr, blickt zuver­sichtlich in die Zukunft und hat ein Programm vorge­stellt, wie es das zuletzt vor der Pandemie gab. Das Motto des diesjäh­rigen Festivals, Lebens­linien, deutet schon einen Schwer­punkt an: Viele gute alte Bekannte unter den Künstlern werden auch jetzt wieder das Programm bestreiten.

Elena Fischer-Dieskau – Foto © privat

Auch das Klavier-Festival Ruhr, das weltweit bedeu­tendste Klavier­ereignis, wurde von Corona in den letzten beiden Jahren nicht verschont. Planungen mussten über Bord geschmissen werden. Der übliche Zeitrahmen von Mai bis Juli konnte wegen der Lockdowns nicht einge­halten werden. Einige Musiker durften nicht zu bestimmten Zeiten oder nur auf Umwegen nach Deutschland einreisen. Konzerte mussten ersatzlos gestrichen bezie­hungs­weise auf einen späteren Termin verschoben werden. Viele Sitzplätze mussten im Publikum leer bleiben. Einige Veran­stal­tungen fanden ohne Zuhörer statt, wurden statt­dessen im Internet präsen­tiert. Strenge Hygie­ne­vor­schriften mussten einge­halten werden.

Doch in diesem Jahr soll wieder alles so vonstatten gehen wie vor der Pandemie, da die Beschrän­kungen stark gelockert wurden und wahrscheinlich weiterhin werden, falls das Virus nicht wieder einen Strich durch die Rechnung macht. Das Tragen von Masken wird wohl weiterhin Pflicht bleiben. Auch die 2G-Regel ist noch aktuell. Aber daran hat man sich mittler­weile gewöhnt. Ohne Kapazi­täts­be­gren­zungen in den Konzert­sälen ist dagegen der Vorverkauf gestartet. Im gedruckten Programmbuch steht es noch anders. Man vertraut auf die jüngsten Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz. Lebens­linien lautet das Motto des diesjäh­rigen inter­na­tio­nalen Pianis­ten­treffens, das vom 30. April bis zum 9. Juli statt­findet. 63 Veran­stal­tungen auf 32 Bühnen in 24 Orten sind vorgesehen.

Mit dem Schwer­punkt „Lebens­linien“ will man die Musiker ansprechen, die sich mit dem Klavier-Festival Ruhr eng verbunden fühlen. 42 Künstler sind es, die in diesem Jahr mindestens zum fünften Mal auftreten – ein Who‘s Who der inter­na­tio­nalen Musik­szene. Viele weltbe­rühmte Pianisten geben sich die Klinke in die Hand, die schon sehr lange mit dabei sind: etwa Grigory Sokolov, Elena Bashkirova, Gerhard Oppitz, Arcadi Volodos, Igor Levit, Hélène Grimaud, Emanuel Ax, Ivo Pogorelich oder Maria João Pires. Zum 19. Mal kommt Vikingur Ólafsson wieder. Er bestreitet das Eröff­nungs­konzert am 30. April in der Duisburger Merca­tor­halle mit Werken Wolfgang Amadeus Mozarts und vier seiner Zeitge­nossen. Genauso oft ist zum Schluss am 9. Juli Jazzpianist Michel Camilo auf der Festi­val­bühne im Festspielhaus Reckling­hausen zu erleben.

Doch nicht nur die namhaften Künstler, die auf den inter­na­tio­nalen Konzert­podien zu Hause sind, kommen ins Ruhrgebiet und in Orte an dessen Rand. So werden regel­mäßig talen­tierte Nachwuchs­pia­nisten einge­laden. Dieses Mal sind es dreizehn Debütanten, die zwölf Konzerte gestalten. Mit dabei sind unter anderem die fünfzehn­jährige Alexandra Dovgan, der letzt­jäh­riger Gewinner des Chopin-Wettbe­werbs, Bruce Liu, und Elena Fischer-Dieskau, Enkelin des legen­dären Liedge­stalters Dietrich Fischer-Dieskau.

Mehr als alte Musik auf dem Programm

Matthias Goerne – Foto © Marie Staggat

Die am meisten gespielten Werke kommen diesmal aus der Feder von Frédéric Chopin. Ferner stehen viele andere Kompo­nisten aus dem Barock bis zur Romantik auf dem Programm. Doch auch ein Zeitge­nosse kommt nicht zu kurz: York Höller. Im Auftrag des Klavier-Festivals Ruhr hat er ein Doppel­konzert für Violon­cello und Klavier geschrieben. Am 13. Juni werden es Pianist Martin Helmchen, Cellistin Marie-Elisabeth Hecker und das Kölner Kammer­or­chester unter der Leitung von Christoph Poppen in der Mülheimer Stadt­halle urauf­führen. Zwei Tage später gibt es ein Porträt­konzert in Haus Fuhr in Essen-Werden. Dort wird Hanni Liang Klavier­werke Höllers aus verschie­denen Jahrzehnten vorstellen.

Ein weiteres Highlight verspricht die Aufführung der fünf Klavier­werke Ludwig van Beethovens an zwei Abenden zu werden: die Konzerte 1–3 am 22. Juni in der Histo­ri­schen Stadt­halle Wuppertal und tags darauf die beiden anderen im Konzerthaus Dortmund. Das Chamber Orchestra of Europa wird dann musizieren. Dabei tritt Jan Lisiecki in Perso­nal­union als Pianist und Dirigent auf. Die beiden Veran­stal­tungen waren bereits letztes Jahr geplant, platzten aber wegen Corona.

Außerdem gastieren Klavier-Duos, darunter Yaara Tal und Andreas Groethuysen. Sie werden anlässlich ihres Auftritts am 8. Juli im Kultur­zentrum Herne mit dem Preis des Klavier-Festivals Ruhr 2022 ausge­zeichnet. Ferner kommen die weiteren anderen Formate „Jazzline“, Lieder­abende und Kammer­konzert nicht zu kurz Etwa werden Bariton Matthias Goerne und Pianist Daniil Trifonov ein hochka­rä­tiges Programm mit Liedern von Robert Schumann, Johannes Brahms, Hugo Wolf, Alban Berg und Dmitri Schost­a­ko­witsch präsentieren.

Auch wird die über die Ruhrge­biets­grenzen anerkannte Musik­ver­mitt­lungs­arbeit des Klavier-Festivals Ruhr nicht zu kurz kommen. An drei Terminen wird sie ihre Arbeit vorstellen: bereits am 4. April in der Essener Philhar­monie das Projekt Kosmos Luciano Berio: Twice upon, am 18. Mai in der Geblä­se­halle des Duisburger Landschafts­parks Nord ein integra­tives Projekt und am 21. Juni ebenfalls in der Geblä­se­halle das schul­über­grei­fende Musikvermittlungsprojekt.

Last but not least lässt das Klavier-Festival Ruhr das Jahr 2022 mit zwei Weihnachts­kon­zerten ausklingen, Sie finden am 10. und 11. Dezember im Wasser­schloss Gartrop in Hünxe statt.

Hartmut Sassen­hausen

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