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Totentanz - Foto © Klaus Wankmiller

Auf dem aufsteigenden Ast

Viele Deutsche verbinden mit Füssen Schloss Neuschwan­stein. Die Stadt zwischen Alpen­gipfeln und Seenpa­radies liegt am südlichen Ende der Roman­ti­schen Straße. In der beein­dru­ckenden Urlaubs­region erwartet Besucher neben Touren zu Fuß oder mit dem Rad auch Hochkultur in der roman­ti­schen Altstadt. Wie zum Beispiel die Füssener Festtage Alter Musik.

Marien­vesper – Foto © Richard Hartmann

Was ist Alte Musik? Musik­wis­sen­schaftler beschränken sich nicht auf eine Epoche und rechnen den Zeitraum vom frühen Mittel­alter über Renais­sance bis zum Spätbarock oder der frühen Romantik dazu. Meist verbindet man Alte Musik, Musica Antiqua oder Early Music, wie man es je nach Sprachraum benennt, mit der histo­ri­schen Auffüh­rungs­praxis. Im Gegensatz zur Klassik, die oft nur wenig Spielraum für Experi­mente lässt und bei der von den Veran­staltern gerne auf alte oder neue berühmte Namen gesetzt wird, haben die Musiker hier mehr „Spielraum“.

Mit der „Alten Musik“ gibt es schon seit rund einem Jahrhundert eine Gegen­be­wegung, bei der statt der bekannten Namen die Musik und deren Erfor­schung im Vorder­grund stehen. Pionier waren die Inter­na­tio­nalen Händel-Festspiele Göttingen, die seit 1920 als ältestes Festival Alter Musik weltweit alljährlich stattfinden.

Auffüh­rungen Alter Musik benötigen spezia­li­sierte Musiker und Ensembles mit einigen im heutigen Konzert­ge­schäft eher unüblichen Instru­menten, deren Nachbau und Spiel viel Fach- und Praxis­wissen in Sachen Musik­ge­schichte, Instru­men­ten­kunde, Spiel­weisen oder Stimmungs­systeme erfordert. Die Musiker versuchen heraus­zu­finden, wie die Musik früherer Epochen geklungen haben könnte. Diese Suche hat inzwi­schen immer mehr Freunde und Förderer gefunden, denen es bei den Konzerten weniger um einen hochprei­sigen „Kessel Buntes“ geht, sondern um Musik in ihrer ursprüng­lichen Form.

Schon seit einigen Jahrzehnten blühen im Land verschiedene meist kleinere Festivals auf, die sich zur Aufgabe gesetzt haben, der oft in Verges­senheit geratenen „Alten Musik“ mehr öffent­liche Aufmerk­samkeit zu verschaffen, denn auch Alte Musik braucht eine Avant­garde, die sie vorwärts­treibt.  Vor allem das Zeitalter des Barocks rückt so wieder verstärkt in den Fokus der Betrachtung. Manche Werke auch großer Kompo­nisten ihrer Zeit blieben über Jahrhun­derte fast unbekannt und waren deshalb aus dem öffent­lichen Konzert­be­trieb verbannt. Festivals unter­schied­licher Ausrichtung sorgen dafür, dass sich das ändert und Übertra­gungen der regio­nalen Rundfunk­sender helfen dabei, dass es nicht nur ein Vergnügen für die Festspiel­be­sucher bleibt.

Es ist ein eigenes Völkchen, dass sich als Alte-Musik-Szene versteht. Die Musiker verstehen sich nicht als altbacken-tradi­tionell, sondern als innovative Strömung innerhalb der Klassi­schen Musik. Über die intensive Ausein­an­der­setzung mit der histo­ri­schen Auffüh­rungs­praxis haben sie bei ihren Auftritten eine neue, recht lebendige Ästhetik entwi­ckelt. Zum Glück haben Musik­his­to­riker schon seit dem 19. Jahrhundert zahlreiche Kompo­si­tionen der Alten Musik gewis­senhaft editiert und sie damit der Musizier­praxis zugänglich gemacht.

Man spürt die Entwicklung der Musik seit dem Grego­ria­ni­schen Gesang und der Monophonie über den weltlichen Minnesang, der franzö­si­schen Ars Nova bis zur Renais­sance mit ihren diversen Ausrich­tungen in den wichtigsten Musik­zentren wie Flandern, Florenz, Rom, Venedig und London bis zum Barock, wo sich eine Entwicklung von Italien nach Norden zeigt.

Die Füssener Festtage Alter Musik

Inzwi­schen gibt es mehrere Festivals, die sich nicht auf einen Kompo­nisten, sondern auf „Alte Musik“ per se ausrichten. Neu dazuge­kommen sind seit 2023 die Füssener Festtage Alter Musik, die in diesem Jahr zum zweiten Mal vom 5. bis 9. Juni statt­fanden. Füssen ist dafür quasi präde­sti­niert. Der Ort ist für die europäische Musik­ge­schichte von großer Bedeutung, da hier 1562 die erste Lauten­mach­er­zunft Europas gegründet wurde und Füssen als Wiege des gewerbs­mä­ßigen Lautenbaus in Europa gilt. Damals arbei­teten in der rund 2000 Einwohner zählenden Stadt am Lech um die 20 Lauten­ma­cher­meister. In der Zeit des Barocks entwi­ckelte sich der Ort zudem zum wichtigsten Zentrum des deutschen Geigenbaus. Im 18. Jahrhundert arbei­teten hier 80 Geigen­macher, deren Instru­mente in ganz Europa begehrt waren. Es war auch eine Geschichte der Arbeits­mi­gration, denn hunderte der Füssener Lauten- und Geigen­bauer mussten an die Fürstenhöfe und in große europäische Kultur­me­tro­polen wie Prag, Wien, Lyon und Oberitalien auswandern, um dort mit neuen Werkstätten näher am Kunden zu sein. Vor allen in Wien dominierten die Geigen­bauer aus Füssen und hatten fast ein Monopol. Der aus Füssen stammende Franz Geißenhof galt in seiner Zeit als „Wiener Stradivari“ und setzte mit seinem großen Talent hohe Maßstäbe, die Wien neben Paris und London zum führenden Geigenbau-Zentrum Europas machten.

Verdankt hat Füssen die Entwicklung auch der Nähe zu den für den Instru­men­tenbau notwen­digen Rohstoffen, denn in den Bergwäldern des angren­zenden Nordtirols und des Ammer­ge­birges standen große Bestände an Fichte, Ahorn und Eibe. Die Römer­straße Via Claudia Augusta verband bis in die Neuzeit die Handels­zentren Augsburg und Venedig. Über Flöße auf dem Lech gelangten Waren schnell zur Donau und damit nach Wien und Budapest.

Wichtiger war aller­dings das kultu­relle Umfeld. Schon im 13. Jahrhundert pflegte man auf den Adels­sitzen der Umgebung höfische Musik­kultur, wobei man auf den Minne­sänger Hiltepold von Schwangau verweisen kann, der in der berühmten Manes­si­schen Lieder­hand­schrift darge­stellt ist. In der Stadt war das Benedik­ti­ner­stift St. Mang ein wichtiger Auftrag­geber für Musik­in­stru­mente und das darüber liegende Hohe Schloss diente den Augsburger Fürst­bi­schöfen als Residenz, die großzügig Wissen­schaften und Künste förderten. Als ihr Gast weilte Kaiser Maximilian I. fast 40-mal in der Stadt. Mit dabei war meist auch die Hofka­pelle und bekannte Kompo­nisten ihrer Zeit, da der große Musik­freund darauf bei seinen oft wochen­langen Aufent­halten nicht verzichten wollte.

Auch heute erinnert man in Füssen an die lange Tradition als Musik­stadt. Neben den hochklas­sigen Konzert­reihen im Kaisersaal von St. Mang findet vom 28. August bis 4. September das Saiten­in­stru­men­ten­fes­tival Vielsaitig statt. Über den Lauten- und Geigenbau kann man sich erstklassig im ebenfalls im Kloster befind­lichen Museum der Stadt Füssen infor­mieren. Es dokumen­tiert den Saiten­in­stru­men­tenbau in Füssen durch eine der umfang­reichsten Sammlungen histo­ri­scher Lauten, kostbarer alter Geigen und verwandter Streich­in­stru­mente. Oliver Radke ist einer der drei heute in der Altstadt ansäs­sigen Geigen­bauer, der in seiner Werkstatt hochwertige Instru­mente für den inter­na­tio­nalen Markt herstellt. Auch Lauten werden am Ort hergestellt.

Die neuen Füssener Festtage Alter Musik standen unter dem Motto „Füssen Ba-rockt!“ Bei 19 Konzerten und Veran­stal­tungen zeigten inter­na­tional renom­mierte Künstler die erstaun­liche Vielfalt Alter Musik. Am 6. Juni steht Claudio Monte­verdis großes Oeuvre, die Marien­vesper, auf dem Programm der Festtage, bei der Experten der Alten Musik wie die Capella Craco­vi­ensis unter der Leitung des belgi­schen Posau­nisten und Dirigenten Wim Becu, einem Fachmann für histo­rische Auffüh­rungs­praxis, mit renom­mierten Gesangs­so­listen wie Jan Kobow und Andrew Tortise das Schiff der Stadt­kirche St. Mang mit der Musik des aus Füssens Partner­stadt Cremona stammenden Kompo­nisten erfüllten. Monte­verdi steht wie kaum ein anderer für den Wechsel von Renais­sance zu Barock und gilt mit L’Orfeo als Pionier der Oper. Die Marien­vesper schrieb er drei Jahre nach dem richtung­wei­senden L’Orfeo. Nach seinem Dienst im Haus Gonzaga hatte er sie Papst Paul V. gewidmet und so wurde sie beim Umzug nach Rom fast zu einer Bewerbung, mit der er seine Vielsei­tigkeit unter Beweis stellen wollte. Wie andere Vespern besteht sie aus einem Invita­torium, fünf Psalmen, einem Hymnus und einem Magni­ficat, doch fügte Monte­verdi mit den Concerti in seiner Zeit sehr moderne Elemente zwischen den Psalmen ein. Bei den Sängern wechselt es zwischen Sechs- und doppel­chö­riger Zehnstim­migkeit mit Instru­men­tal­einsatz, was teilweise auch den Einsatz der Solisten im Chor erfor­derlich macht. Wahrscheinlich hat sie Monte­verdi für Mariä Verkün­digung komponiert.

Erst seit Mitte des letzten Jahrhun­derts wird die Marien­vesper eingehend von Musik­wis­sen­schaftlern betrachtet. Aufgrund ihres damals neuar­tigen Charakters stellen manche Experten die Reihen­folge der einzelnen Teile in Frage und sehen in ihr eine lose Sammlung von Kompo­si­tionen. Dafür sprächen die starken Wechsel in der Besetzung und die nicht durch­gängige instru­mentale Begleitung. Andere wider­sprechen mit Hinweis auf Monte­verdis bahnbre­chende Einführung einer neuen Musik­gattung. Solche Wider­sprüche erlauben ein breites Spektrum an Inter­pre­ta­tionen und ermög­lichen eine recht unter­schied­liche Auslegung der histo­ri­schen Aufführungspraxis.

Sie ist einer der Glanz­punkte des kleinen Festivals, bei dem Becu Monte­verdis Meisterwerk souverän leitet. Neben den beiden Tenören Kobow und Torise können auch die Sopra­nis­tinnen Antonina Ruda und Anna Zawisza überzeugen.  Den Auftakt macht Monte­verdis gesungene und von den Bläsern vorge­tragene Fanfare, die den Reigen von Psalmen und Concerti einleitet. Dirigent Becu, der vor Beginn der Marien­vesper im Mönch­schor in das Werk einleitet, betrachtet die Marien­ver­ehrung als verbin­dende Klammer der einzelnen Stücke.

Mit der grandiosen barocken Stadt­pfarr­kirche St. Mang und der norma­ler­weise geschlos­senen Fried­hofs­kirche St. Sebastian bietet Füssen den glanz­vollen Rahmen für die Konzerte. In letzterer findet am 7. Juni der prominent besetzte Totentanz und Himmels­reigen statt, bei dem mit Adam Bregman, Katharina Haun, Marc Lewon, Sabine Lutzen­berger, Robert Schlegel und Elizabeth Sommers einige der „Granden“ der Alten Musik als Capella Helvetica aufspielen. Das Thema des Konzerts widmet sich dem im Kloster St. Mang befind­lichen Füssener Totentanz, dem ältesten Gemäl­de­zyklus seiner Art in Bayern. Darin führen die neun Musen die Seelen derer, die erlöst wurden, in den Himmel, wo sie durch Christus und die Jungfrau Maria Fürsprecher fanden.

Schon seit dem 14. Jahrhundert ist der Totentanz ein fester Begriff für einen Bilder­zyklus, der die Macht des Todes über das Leben aller Menschen darstellt. Darin lädt der Tod Menschen jeden Standes – „Jedermann“ – zum letzten Tanz. Jakob Hiebler schuf in der St.-Anna-Kapelle des Klosters St. Mang mit dem Füssener Totentanz die älteste erhaltene Darstellung ihrer Gattung in Bayern. 1746 griff es in der Fried­hofs­kirche St. Sebastian der Maler Bartho­lomäus Stapf auf. Bei ihm tanzt der Tod nicht mit den Menschen den Danse Macabre, sondern er schaut den Betrachter direkt an. Im Konzert hören die wenigen Gäste eindrucksvoll gespielte irdische und himmlische Werke aus Spätmit­tel­alter und Frühre­nais­sance, unter anderem von Binchois, Agricola, des Prez und Ockeghem. Requiem- und Miserere-Texte stehen für die Trauer, Tänze und Motetten für die Hoffnung.

Sarkophag-Orgel – Foto © Ingrid Yansha Rösner

Ein preis­werter Genuss der Festtage sind die mittäg­lichen Orgel­kon­zerte in St. Mang. Nach dem aus Cremona stammenden inter­na­tional tätigen Stefano Molardi und Christoph Hauser von der Basilika Ottobeuren spielt am 8. Juni die Füssener Kirchen­mu­si­kerin Helene von Rechenberg, die Inten­dantin der Festtage, auf beiden Orgeln der heutigen Stadt­pfarr­kirche. Zuerst führt sie einige Werke auf der sogenannten „liegenden“ oder „Sarkophag-Orgel“ im Mönch­schor auf, die der örtliche Orgel­bauer Andreas Jäger um das Jahr 1750 baute. Sie ist in ihrer Art ziemlich einzig­artig und steht als kleines Klang­wunder inmitten des halbrunden Chorge­stühls, um den Blick der Mönche aufein­ander nicht zu stören. Die großen Holzpfeifen des Subbass brachte Jäger liegend unter, andere Pfeifen stehen gekröpft an der Rückwand des Gehäuses. Der Blasebalg ist ins Unter­ge­schoss verbannt. Nur die kleineren Metall­pfeifen befinden sich unmit­telbar hinter der Spiel­anlage. Früher diente die Orgel als Begleit­in­strument zum Choral, aber auch mit Orchester ist das Spiel möglich, wenn man die Gehäu­se­deckel aufklappt, die dann den Musikern als Noten­pulte dienen. Durch Umbauten im 19. Jahrhundert sind nur wenige Origi­nal­teile erhalten, aber der Klang und auch die schönen Intarsien sind Hinhörer und Hingucker. Von Rechenberg wählt für ihr Konzert Werke aus dem süddeut­schen Orgel­barock von Gottfried und Georg Muffat aus, die mit feinem silbrigem Klang von italie­ni­schen und franzö­si­schen Vorbildern beein­flusst sind.

Der zweite Zeil des kurzen Orgel­kon­zerts erklingt von der mächtigen Haupt­orgel der Kirche, einer der schönsten Barock­orgeln Süddeutsch­lands. Auch hier war Andreas Jäger zusammen mit dem Bildhauer Peter Heel tätig. Statt optisch zu dominieren, schmiegt sie sich wie ein Ornament in die barocken Rundungen und Wölbungen der Orgel­empore. Im Laufe der Jahrhun­derte gab es einige grund­le­gende Umbauten. Bei der letzten Überar­beitung 2012 entschied man sich gegen einen Neubau, um klang­liche Umbauten der Vergan­genheit als Zeitdo­kument zu erhalten, passte aber jede einzelne der 2.800 Pfeifen klanglich an die Klang­farben der Orgel an und instal­lierte als Spiel­hilfe einen Setzer für Regis­trie­rungen. Manche nennen das Instrument Arthur-Piechler-Orgel, da der bedeu­tende bayerische Komponist des letzten Jahrhun­derts ihr bei der Renovierung 1956 die sonst unübliche spätro­man­tische Klang­farbe verlieh. Nur folge­richtig, dass von Rechenberg darauf in filigranem Spiel neben dem Hymnus Ave Maria Stella von Nicolas de Grigny Johann Sebastian Bachs Präludium und Fuge in D‑Dur BWV 532 auch das dazu passende Andante maestroso des Pariser Roman­tikers Alexandre-Pierre-François Boëly präsen­tiert, was die große Kirche mit eindrucks­vollem Klang­vo­lumen füllte.

Der polyglotte Füssener Richard Hartmann, der sich als Event­ma­nager seit Jahrzehnten für klassische Musik einsetzt, unter anderem als Marke­tingchef der Bayeri­schen Staatsoper, hatte die Förderung der Festspiele in die Wege geleitet, deren Vorstand er als Erster Vorsit­zender angehört. Mit Charme versteht es der Schön­geist auch Menschen zu begeistern, die noch nicht so sehr mit Alter Musik vertraut sind. Der Einsatz lohnt, die Bilanz bei Publikum und Künstlern ist positiv. Knapp 1.300 Gäste besuchten die neunzehn Konzerte, Vorträge und Führungen, deutlich mehr als im Vorjahr.  Die Planung für das kommende Jahr hat schon begonnen. Dann finden die Festtage vom 25. bis 29. Juni statt. „Kultur ist ein starker Pull-Faktor für die Region“, sagt Hartmann und freut sich schon auf das reich­haltige kultu­relle Programm Füssens im kommenden Jahr. Vielleicht ein guter Grund für einen Füssen-Besuch 2025?

Michael Ritter

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