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Hintergrund

Auftritte sind möglich

Keine Sicherheitsbedenken

Fast wäre das Ergebnis einer Studie aus Halle im Lärm um den Shutdown unter den Tisch gefallen. Dabei konnten die Forscher in einem Großversuch nachweisen, dass Großkon­zerte unter bestimmten Bedin­gungen sehr wohl auch ohne gesund­heit­liche Gefährdung der Anwesenden möglich sind. Eine Erkenntnis, die für die Zeit nach dem Shutdown von größter Bedeutung sein könnte – egal, wie lange der dauert.


4. November 2020

ca. 5 Min.

Michael S. Zerban

Wagner-Symposium

Wagner ehrt Beethoven

Der Richard-Wagner-Verband Nürnberg hat am 10. Oktober ein Symposium veran­staltet, dass sich unter verschie­denen Aspekten mit der Beziehung von Richard Wagner zu Ludwig van Beethoven ausein­an­der­setzt. Peter Gülke, Dieter Borchmeyer und Frank Piontek kommen zu Wort und bringen zahlreiche Musik­bei­spiele mit. Andreas H. Hölscher war für O‑Ton dabei und berichtet ausführlich.


26. Oktober 2020

ca. 17 Min.

Andreas H. Hölscher

Ich bin ein Gastarbeiterkind

Die Heimat fehlt

Das neueste Projekt von Elissavet Hasse befasst sich mit den Befind­lich­keiten von Gastar­bei­ter­kindern, die heute in der zweiten und dritten Generation in Deutschland leben, ohne eine echte Heimat gefunden zu haben. Hasse will ihnen mit ihrer Kunst­reihe eine Stimme verleihen. Und der rege Zuspruch des Premie­ren­pu­blikums zeigt, dass sie offen­sichtlich einen Nerv getroffen hat. Besuch einer Ausstellung.


23. Oktober 2020

ca. 7 Min.

Michael S. Zerban

Konzertchor Ratingen

Solidarität über Noten hinaus

Chöre sind derzeit in ihrer Existenz extrem gefährdet, weil ihnen die Auftritts­mög­lich­keiten fehlen und damit die Möglichkeit, die sozialen Kontakte aufrecht­zu­er­halten. Da hilft nur eine gehörige Portion Solida­rität, um die Corona-Krise zu überstehen. Thomas Gabrisch, Leiter des Konzert­chors Ratingen, erzählt, was der Chor alles unter­nimmt, um sein Überleben zu retten. Und das ist eine Menge Arbeit.


21. Oktober 2020

ca. 7 Min

Michael S. Zerban

Medea

Rache ist süß

Als Teenager führte er am liebsten Opern auf, nach dem Abitur begann er eine Ausbildung zum Regie-Assis­tenten an der Oper Bonn. Jetzt meldet sich Ruben Michael mit einer neuen Arbeit zurück. Im Hangar führt er am 25. Oktober gemeinsam mit Paula Niehoff und dem Detmolder Kammer­or­chester das Stück Medea von Jiří Benda auf. Es gibt insgesamt nur zwei Vorstel­lungen, eine um 16.30 und eine um 19 Uhr.


20. Oktober 2020

ca. 7 Min

Michael S. Zerban

Deutscher Tanzpreis 2020

„Den Körper in den Kampf werfen“

Auch in diesem Jahr wird der Deutsche Tanzpreis trotz Corona-Krise wieder im Rahmen einer Gala im Aalto-Theater verliehen. Die vergan­genen Monate haben gezeigt, wie wichtig es ist, heraus­ra­gende Leistungen in der Kultur – und speziell im Tanz in all seinen Erschei­nungs­formen – in der Öffent­lichkeit zu zeigen, weil sie helfen, die Bedeutung der Kultur für die Gesell­schaft zu unterstreichen.


19. Oktober 2020

ca. 5 Min.

Michael S. Zerban

Literaturoper Köln

Kein Schauermärchen

Am 17. Oktober meldet sich die Litera­turoper Köln mit einer Urauf­führung zurück. Auf Grundlage der Erzählung Der Sandmann von E.T.A. Hoffmann gibt es die Oper Der Automat. Regisseur Andreas Durban und Komponist Henrik Albrecht erzählen, wie sie ihre Studenten auf das neue Werk vorbe­reiten und warum es kein Schau­er­märchen wird. Statt­dessen soll die heutige und künftige Sicht auf den Menschen im Vorder­grund stehen.


14. Oktober 2020

ca. 7 Min

Michael S. Zerban

Freude am Gesang

Jedes Konzert ist Hoffnung

Der Bass-Bariton Rolf A. Scheider gehört zu den besonders von den Folgen der Pandemie betrof­fenen freischaf­fenden Künstlern. Glück für den Opern­sänger ist, dass er seine Familie und ein zweites Standbein hat, dass ihm kaum wegbrechen wird. Als Gesangs­lehrer geht es weiter. Jetzt plant er mit seinen Schülern ein Konzert – wie jedes Jahr, nur ein bisschen später. Die Proben laufen auf Hochtouren und mit viel Vergnügen.


12. Oktober 2020

ca. 6 Min.

Michael S. Zerban

Hundertpro-Festival

Super Spreader in Comedy-Laune

Wenn’s einmal schief­läuft, dann aber auch so richtig. Bei dem Versuch, ein Festival auszu­richten, hat der Ringlok­schuppen kräftig daneben gegriffen und nach Regie­rungs­auf­fassung reichlich viele Menschen in Gefahr gebracht. Da könnte die Kunst schnell ins Unscheinbare fallen, wenn sie nicht auch noch selbst für Ärger sorgte. Es hilft nur eins: Sich selbst schnell in Sicherheit bringen. Bericht über eine unrühm­liche Ausnahme.


11. Oktober 2020

ca. 9 Min.

Michael S. Zerban

Hidalgo-Festival

„Das geht anders“

Seit 2016 gibt es das Hidalgo, ein Festival, das mit jungen Künstlern vor allem junge Leute für die klassische Musik in neuen Formaten ansprechen will. So erfolg­reich, dass über Expansion nachge­dacht wird. Tom Wilmers­dörfer, Intendant, und Johanna Malangré, musika­lische Leiterin des Hidalgo-Festi­val­or­chesters, haben mit Helmut Pitsch über ihre Ideen und Pläne für die weitere Entwicklung gesprochen.


22. September 2020

ca. 3 Min.

Helmut Pitsch

Landesjugendorchester NRW

Betreute Elite

Das Landes­ju­gend­or­chester NRW wird heuer 50 Jahre alt. Agnes Rottland, Geschäfts­füh­rerin, erzählt über eine gelungene Elite­för­derung mit Haken und Ösen, die notwen­diger denn je ist. Auch hier werden die Feier­lich­keiten durch die Corona-Krise respektive politische Maßnahmen gründlich verleidet. Das darf an der Bedeutung und dem Umfang des Nachwuchs­or­chesters nichts ändern.


19. September 2020

ca. 8 Min

Michael S. Zerban

Sicherheit wird großgeschrieben

Rundum-Sicherheitspaket für den Konzertbesuch

Ein europäi­sches Phänomen: Der große Ansturm auf die wieder begin­nenden Kultur­ver­an­stal­tungen bleibt aus. Die Angst vor dem Virus scheint größer als die Lust auf Kultur. Andreas Dahmen, Künst­le­ri­scher Leiter des Düsseldorf-Festivals, gibt Entwarnung: Die Veran­stalter unter­nehmen alles, um die Gesundheit von Besuchern und Künstlern zu schützen. Darauf dürfen sich auch Angehörige von Risiko-Gruppen verlassen.


17. September 2020

ca. 8 Min

Michael S. Zerban

Düsseldorf-Festival

Gesicht zeigen

Das Theaterzelt auf dem Burgplatz gibt es dieses Jahr nicht, aber das Festival findet im 30. Jahr seines Bestehens statt. Vom 9. bis zum 27. September gibt es ein eigens für die Pandemie erstelltes Programm. Chris­tiane Oxenfort und Andreas Dahmen, die künst­le­ri­schen Leiter des Festivals erzählen von den Höhepunkten, neuen Partnern und vor allem, wie es in der Zukunft weiter­gehen könnte.


29. August 2020

ca. 8 Min

Michael S. Zerban

Neues Album für Sabine Weyer

Auf zu unbekannten Ufern

Mit einer Neuein­spielung von Werken Nicolai Miaskovskys und Nicolas Bacris möchte die Pianistin Sabine Weyer den hierzu­lande wenig bekannten Kompo­nisten zu größerer Beachtung verhelfen. Auf den ersten Blick haben Russe und Franzose wenig gemeinsam. Pedro Obiera sprach mit der Pianistin während der Aufnah­me­ar­beiten in der Wupper­taler Immanuelskirche.


24. August 2020

ca. 8 Min

Pedro Obiera

Ungleiche Chancen

Rassismus in der Hochkultur

Der schwarze Dirigent Brandon Keith Brown entfachte mit provo­kanten Thesen eine Rassismus-Debatte aus ungewohnter Perspektive. Ein Blick in die Orchester, auf die Dirigenten-Pulte oder auf die Sänger­bühnen zeigt, dass der Anteil farbiger Künstler verschwindend gering ist. Pedro Obiera hat in die Geschichte und hinter die Kulissen geschaut und findet, dass es an der Zeit ist, die Ursachen zu bekämpfen.


19. August 2020

ca. 6 Min.

Pedro Obiera

Interkultureller Dialog

Die richtige Ansprache

Egal, ob die tamilische Nacht, das türkische Klassik-Konzert oder der Auftritt einer kurdi­schen Künst­lerin: In Neuss kommen nicht nur Deutsche zu solchen Veran­stal­tungen, sondern auch Menschen, die aus diesen Ländern zu uns gekommen sind. Das ist woanders keine Selbst­ver­ständ­lichkeit. Deniz Elbir, Referent für Inter­kultur beim Kulturamt der Stadt, erklärt, wie sich Neuss von anderen Städten unterscheidet.


3. August 2020

ca. 8 Min

Michael S. Zerban

Kulturgarten

Sommer in der Heimat

Noch bis zum 15. August findet im Neusser Globe an der Rennbahn ein Festival statt. In unglaublich kurzer Zeit hat das Kulturamt die insgesamt dreiwö­chigen Feier­lich­keiten aus dem Boden gestampft, Corona-Bedin­gungen angepasst und ganz nebenbei noch eine neue Spiel­stätte kreiert. Kultur­amts­leiter Harald Müller erzählt von dem neuen Ferien­an­gebot für die Neusser Bürger, das einen großar­tigen Start hatte.


29. Juli 2020

ca. 7 Min

Michael S. Zerban

Festvortrag für Richard Wagner

Mit allen Grüßen

Das Verhältnis zwischen Richard Wagner und König Ludwig II. ist bis heute geheim­nis­um­wittert und komplex, deshalb bis heute von großem Interesse. Frank Piontek hat in einem Festvortrag versucht zu klären, was der Stand der aktuellen Wissen­schaft ist. Ausge­sprochen kurzweilig und erkennt­nis­reich – auch für einge­fleischte Wagner-Anhänger – findet Andreas H. Hölscher und berichtet aus Nürnberg.


27. Juli 2020

ca. 7 Min.

Andreas H. Hölscher

Junger Konzertchor Düsseldorf

Der Chor-Geist stimmt

In Nordrhein-Westfalen dürfen die Chöre unter erschwerten Bedin­gungen wieder singen. Das ist auch dringend notwendig, denn die Proben für die Herbst­kon­zerte müssen beginnen. Ein Besuch beim Jungen Konzertchor Düsseldorf zeigt: Die Chorge­mein­schaft hat die Zeit der Trennung überstanden, jetzt heißt es, mit der „neuen Norma­lität“ zurecht­zu­kommen. Die Choristen sind zuversichtlich.


23. Juli 2020

ca. 8 Min

Michael S. Zerban

BeatBeethoven

Straßenmusik mit Tanz

Die Cocoondance Company veran­staltet einen Parcours im Herzen Bonns. Premiere ist am 23. Juli. An elf Stationen können die Besucher bei freiem Eintritt Tänzer erleben, die sich von den Gedanken des Kompo­nisten Jörg Ritzenhoff zu Beetho­ven­scher Musik haben inspi­rieren lassen. Rafaële Giovanola, Leiterin der Compagnie, weiß Einzel­heiten zu dem Event, das an drei Tagen stattfindet.


20. Juli 2020

ca. 10 Min

Michael S. Zerban

Ensemble Ruhr verschenkt Konzerte

Solidarischer Einsatz

Das Ensemble Ruhr, ein Kammer­or­chester, verschenkt Auftritte an Menschen, die in Quarantäne leben oder sich derzeit nicht aus dem Haus trauen. Zumindest an solche, die in Essen leben. Anna Betzl-Reitmeier, künst­le­rische Leiterin des Orchesters, erzählt, wie das geht. O‑Ton hat sie zu zwei Auftritten begleitet. Die Aktion läuft noch, so lange Geld da ist und Anfragen kommen. Und die Beschenkten sind begeistert.


15. Juli 2020

ca. 9 Min

Michael S. Zerban

Crowdfunding

Schwerverdientes Geld

Eigentlich wäre für Solo-Musiker jetzt eine gute Zeit, ein eigenes Album aufzu­nehmen. Wenn denn das Geld dafür da wäre. Das ist aber in Zeiten fehlender Konzerte eher knapp. Pianistin Esther Birringer erzählt, wie sie trotzdem die Aufnahme ihres ersten Solo-Albums finan­zieren will. Crowd­funding heißt das Zauberwort, das nicht nur Hoffnung birgt, sondern auch Arbeit mit sich bringt. Geschenkt wird einem auch hier nichts.


13. Juli 2020

ca. 10 Min

Michael S. Zerban

Klavier-Festival Ruhr

Vier Mal Beethoven im Revier

17 von 66 Konzerten ließen sich trotz Corona-Krise noch aufführen, ehe sich das Klavier-Festival Ruhr in die Sommer­pause verab­schiedete. Pedro Obiera hat die Schluss­phase des dezimierten Festivals besucht und kam mit inter­es­santen Einblicken in das Klavier­schaffen Ludwig van Beethovens zurück. Damit dürfte die Vorfreude auf den Herbst steigen. Denn dann sollen die ausge­fal­lenen Konzerte nachgeholt werden.


11. Juli 2020

ca. 7 Min.

Pedro Obiera

Spontaneität gewinnt

Spontaneität gewinnt

Im Tee- und Kaffeehaus am Eigel­stein haben sich zwei Musiker und eine Tänzerin getroffen, um einen konzer­tanten Abend zu gestalten, der jetzt als Video bei YouTube zu sehen ist. Eine Dreivier­tel­stunde lang können die Zuschauer sich an der orien­ta­li­schen Musik erfreuen, die die Tradition in die Moderne überträgt. Ein Fest der Impro­vi­sation, von dem es – nicht nur in Köln – sehr viel mehr geben sollte.


7. Juli 2020

ca. 5 Min.

Michael S. Zerban

Abschied vom Tanzhaus

Vom soziokulturellen Zentrum zum kreativen Kindertanz

Sie führte die Akademie am Tanzhaus NRW zu überbor­dendem Erfolg und baute das jährliche Flamenco-Festival zu einem der bedeu­tendsten in ganz Europa auf: Dorothee Schackow geht nach 36 Jahren in den Ruhestand, nachdem sie in Düsseldorf Kultur­ge­schichte mitge­schrieben hat. Sie geht mit Wehmut, aber auch Zuver­sicht. Denn sie hinter­lässt eine gut aufge­stellte Abteilung.


3. Juli 2020

ca. 8 Min

Michael S. Zerban