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Geld für Künstler in NRW
Köln – Geld für Künstler in NRW – Eigentlich ging es beim Kölner Kultur-Talk des Kulturkanals 20–20.live darum, dass Isabel Pfeiffer-Poensgen, Kulturministerin in Nordrhein-Westfalen, ein Programm verkünden konnte, mit dem 185 Millionen Euro an Künstler in NRW verteilt werden. Dass ihr Gesprächspartner in sprachlicher „Gender-Verwirrung“ schwelgte, verwischte allerdings die Aussagen ganz erheblich.
2. Juli 2020
Michael S. Zerban

Künstleragenturen in der Krise
Eigentlich sind Künstleragenturen dazu da, Künstler in vielerlei Hinsicht zu betreuen. Derzeit haben sie dazu keine Gelegenheit. Nicht nur, dass sie kein Einkommen generieren können; die umfangreichen Vorarbeiten in den Monaten vor dem Shutdown bleiben ebenfalls unbezahlt. Achim Dombrowski hat mit Sabine Frank, Geschäftsführerin von Harrisson Parrott München, gesprochen.
23. Juni 2020
Achim Dombrowski

Flammender Appell
Die Veranstaltungswirtschaft hat seit dem 10. März keine Einnahmen mehr. Die Lage eskaliert, und die Regierung ignoriert die Entwicklung. Deshalb fand am 22. Juni die Night of Light statt. Gebäude von Spielstätten wurden mit rotem Licht angestrahlt, um die Notlage sichtbar zu machen. O‑Ton war im Event-Bahnhof Gerresheim, um zu sehen, wie die Betroffenen mit dieser Situation umgehen. Die Lage ist ernst, und die Zeit drängt.
23. Juni 2020
Michael S. Zerban

Léon Bakst
Er war Inspiration für Karl Lagerfeld, Yves Saint Laurent und andere Modeschöpfer, beeinflusste eine ganze Mode-Generation und prägte die Bühnenbilder und Kostüme seiner Ära. Dabei waren die Anfänge alles andere als leicht, und um sein Konzept zu finden, auch schmerzliche Erfahrungen notwendig. Léon Bakst ist heute kaum noch jemandem bekannt. Alexander Jordis-Lohausen stellt ihn und sein Schaffen vor.
13. Juni 2020
Alexander Jordis-Lohausen

Vierfalt
Vom 10. Juni bis zum 9. August findet auf der Kulturbühne Hoher Busch das Festival Vierfalt statt. Kulturamtsleiterin Petra Barabasch erzählt, warum und wie das Kunststück gelang, in nur drei Wochen ein Programm auf die Beine zu stellen, das abwechslungsreich und vielfältig unter Beachtung aller Vorschriften stattfinden kann. Da kann man eigentlich nur staunen – und hinfahren.
10. Juni 2020
Michael S. Zerban

Zynismus pur
In seinem Gastbeitrag erklärt Uli Zrenner-Wolkenstein, Musiker und Fotograf, wie er die staatlichen Hilfen erlebt. Viele politische Lippenbekenntnisse, die mit der Wirklichkeit nichts zu tun haben zu scheinen. Eine Wirklichkeit, in der viele Solo-Künstler schon jetzt unverschuldet wegen eines staatlichen Berufsausübungsverbotes in der Sozialhilfe gelandet sind. Zrenner-Wolkenstein nimmt kein Blatt vor den Mund.
9. Juni 2020
Uli Zrenner-Wolkenstein

Neue Sichtweisen
Es sieht derzeit so aus, als sei das Ballett besonders nachhaltig von den staatlich auferlegten Einschränkungen in der Berufsausübung betroffen. Helmut Pitsch hat mit Ballerina Virna Toppi und dem Halbsolisten und Choreografen Dustin Klein darüber gesprochen, wie sich für die Tänzer die Zeit in der Corona-Krise gestaltete und wie es vor allem in Zukunft weitergehen wird.
5. Juni 2020
Helmut Pitsch

Modernisierungspläne
Das Tanzhaus NRW ist ein Leuchtturm im Kulturleben von Nordrhein-Westfalen, das Gebäude allerdings auch reichlich marode. Jetzt haben Oberbürgermeister, Architekt und Intendantin Pläne vorgestellt, wie man das Zentrum zeitgenössischen Tanzes mit internationaler Ausstrahlung baulich so aufwerten könnte, dass es für die Zukunft gut aufgestellt ist. Ob der Stadtrat den Kosten zustimmt, scheint fraglich.
4. Juni 2020
Michael S. Zerban

Rosige Aussichten
Um die selbstständigen Opernsänger in Deutschland ist es derzeit schlecht bestellt. Es gibt schlicht keine Aufträge mehr, und die Planungen für die neue Spielzeit sind unter diesem Aspekt eher desaströs. Bariton Jiří Rajniš erzählt, wie es ihm in der Tschechischen Republik ergeht, nachdem er einige Jahre in Deutschland gearbeitet hat. Die schönste Nachricht: In seinem Heimatland geht es in der neuen Spielzeit ohne Einschränkungen weiter.
2. Juni 2020
Michael S. Zerban

Beethoven-Projekt
Am 16. Juni wird das Junge Theater am Theater Krefeld Mönchengladbach eine Video-Produktion präsentieren, die sich mit Beethoven-Musik und Briefzitaten beschäftigt. Eigentlich gehört die Auseinandersetzung mit dem Film nicht zur Ausbildung junger Sänger, Tänzer, Instrumentalisten oder Schauspieler. In Corona-Zeiten ändert sich vieles. O‑Ton hat eine Probe besucht und mit Regisseurin Katja Bening gesprochen.
1. Juni 2020
Michael S. Zerban

250 Piano Pieces
Die Bonner Konzertpianistin Susanne Kessel verfolgt seit siebeneinhalb Jahren das bislang ehrgeizigste und größte Projekt im Rahmen von Beethoven2020, dem aktuellen Jubiläum anlässlich des 250. Geburtstags des in Bonn sozialisierten Komponisten. Die von ihr angestoßenen und kuratierten 250 Piano Pieces for Beethoven begründen einen eigenen Kosmos zeitgenössischer Komposition.
27. Mai 2020
Ralf Siepmann

Zurzeit die Sehnsucht
Dirigent Yorgos Ziavras ist in Athen aufgewachsen, lebt heute in Köln und arbeitete in Krefeld und Mönchengladbach. Zunächst als Korrepetitor, zuletzt als Kapellmeister. Wenn er nicht eben wieder in Athen ist, um zu dirigieren. In naher Zukunft geht es auf Europa-Tournee. O‑Ton wollte von Ziavras wissen, wo er eigentlich zuhause ist. Der Kosmopolit ist sich da ziemlich sicher, meistens jedenfalls.
27. Mai 2020
Michael S. Zerban

Hausmusik bei Antonio Pappano
Nur wenige Ereignisse im Internet der letzten zwei Monate werden dauerhaft in Erinnerung bleiben, wenn die Theater endlich wieder ihre Türen öffnen. Eines davon ist aber mit Sicherheit wert, auch über die Zeit hinaus fortgesetzt zu werden. Antonio Pappano hat eine kleine Talk-Serie auf der Facebook-Seite des Royal Opera House veröffentlicht, die über den Tag hinaus begeistert. Achim Dombrowski hat sie sich angeschaut.
22. Mai 2020
Achim Dombrowski

Asphalt-Festival
Seit Jahren befindet sich das Asphalt-Festival im Aufwind. Und jetzt soll es ausfallen? Das konnten und wollten die Organisatoren nicht akzeptieren. Sie machten sich auf die Suche nach einem geeigneten Austragungsort. Jetzt sind Christof Seeger-Zurmühlen und Bojan Vuletić fündig geworden. Und so könnte das Festival auch in diesem Jahr stattfinden, wenngleich ganz anders als gewohnt.
22. Mai 2020
Michael S. Zerban

Beethoven-Jahr findet statt
Beethoven2020, das offizielle Gedenkjahr, muss unter der Pandemie ohne klassische Öffentlichkeit auskommen. Der Großteil der Projekte liegt vorläufig auf Eis. Für die Szene der nicht subventionierten Künstler eine Chance, mit innovativen Projekten die eine oder andere Lücke zu schließen. Auch hier gilt: Online ist Trumpf. Aber das Niveau steigt. Eine Momentaufnahme von Ralf Siepmann.
20. Mai 2020
Ralf Siepmann

Wie es weitergeht
Ulrich Peters, Intendant des Theaters Münster, wird im übernächsten Jahr sein Amt verlassen. Bis dahin gilt es noch, die Corona-Krise zu überwinden und den Kulturbetrieb wieder in Gang zu bringen, während im Stadtrat die ersten Namen für den Nachfolger gehandelt werden. Nicht nur im Theater wird schon fleißig geplant. Horst Dichanz gibt einen Überblick über die Lage und deren vermutliche Entwicklung.
18. Mai 2020
Horst Dichanz

Nie vom Weg abgekommen
Sie ist in Albanien, Italien und den USA zuhause: Für die Sopranistin Ermonela Jaho gibt es tatsächlich nur eine Heimat, und das ist die Bühne. Hier kann sie ihre Leidenschaft ausleben und an ihrem einzigen Ziel arbeiten: Das Publikum mit ihrem Gesang und ihrer Darstellung zu begeistern. Alexander Jordis-Lohausen hat mit ihr auch darüber gesprochen, was die Corona-Krise für sie bedeutet.
15. Mai 2020
Alexander Jordis-Lohausen

Nachruf auf Claudio Nicolai
In der Nacht des 11. Mai ist Bariton Claudio Nicolai im Alter von 91 Jahren auf seinem Anwesen auf La Palma sanft entschlafen. Er galt als einer der größten Kavalierbaritone seiner Zeit und war 25 Jahre lang der Oper Köln fest verbunden. Im Gedächtnis bleiben wird er nicht nur als Opernsänger mit Noblesse, sondern auch als Gesangslehrer, der sich für seine Schüler einsetzte und ihnen auch über die Ausbildung hinaus verbunden blieb.
14. Mai 2020
Michael S. Zerban

Pläne für viele Eventualitäten
Auch in der Schweiz gibt es derzeit keine Live-Aufführungen. Trotzdem arbeiten die Häuser bereits fieberhaft daran, Wiedereröffnungen zu planen. Dieter Kaegi ist Intendant am Theater Orchester Biel Solothurn und Präsident des Schweizerischen Bühnenverbands. Im Interview mit Peter Wäch gibt er Auskunft, wie sein eigenes Haus mit der Krise umgeht und wie es in der Schweiz mit den Theatern weitergeht.
13. Mai 2020
Peter Wäch

Telegene Oper
Die Verbindung von Oper und modernen, heute digitalen Medien kann in Zeiten der Pandemie elementar werden, klassische Aufführungen ergänzen oder vielleicht ersetzen. Ohne die Pionierphase in den 1970-er und den 1980-er Jahren mit der Erweiterung des Medienangebots, der Entwicklung hochauflösender Aufnahmetechniken und innovativer Projekte, wäre die Oper 2.0 noch Entwicklungsprojekt.
7. Mai 2020
Ralf Siepmann

Die nächste Spielzeit
Das Theater Krefeld Mönchengladbach präsentiert sein Programm für die kommende Spielzeit im Rahmen einer Spielplankonferenz vor Ort. Für Kulturjournalisten eine willkommene Abwechslung. Ob allerdings das Programm das Papier wert ist, auf dem es hochwertig gedruckt wurde, muss sich erst noch zeigen. Die Wahrscheinlichkeit ist eher gering. Pedro Obiera über Möglichkeiten, Wunschdenken und alternative Pläne.
2. Mai 2020
Pedro Obiera

Krisenzeit ist Vorbereitungszeit
Die Häuser sind geschlossen, die Kreativität der Kulturschaffenden im Internet hält sich in Grenzen. Michael Grosse, Intendant am Theater Krefeld Mönchengladbach, erzählt, warum es wenig Sinn macht, sich im Internet zu engagieren, und warum die Theater die Zeit jetzt dringend brauchen. Übrigens: Sein Theater hat soeben den Spielplan für die neue Saison vorgestellt. Mit Mut und Plan B in der Tasche.
2. Mai 2020
Michael S. Zerban

Dirigenten fordern Öffnung
In einem offenen Brief erwartet auch die Generalmusikdirektoren- und Chefdirigentenkonferenz klare Vorgaben für „eine schrittweise Wiederaufnahme des Opern- und Konzertbetriebes“ in Übereinstimmung mit den derzeitigen gesetzlichen Bestimmungen. Zu den Forderungen nimmt der Vorsitzende Marcus Bosch in einem Gespräch mit unserem Redakteur Pedro Obiera Stellung.
1. Mai 2020
Michael S. Zerban

Théâtre des Champs-Élysées
1913 verwirklichte sich Gabriel Astruc einen Traum. Er eröffnete sein eigenes Theater, das Théâtre des Champs-Élysées. In seiner mehr als hundertjährigen Geschichte hatte das Haus die berühmtesten Musiker der Welt auf der Bühne zu Gast und konnte einen der berüchtigsten Theater-Skandale für sich verbuchen. Alexander Jordis-Lohausen wirft einen Blick auf die Geschichte des Pariser Theaters.
28. April 2020
Alexander Jordis-Lohausen

Sanierungsfall im Aufwind
Vor vier Jahren trat Markus Trabusch eine Intendanz an, von der damals schon klar war, dass sie eine echte Herausforderung werden würde. Denn das Haus war nicht nur abgewirtschaftet, sondern auch ein Sanierungsfall. Inzwischen sind die Besucherzahlen wieder im vorzeigbaren Bereich und es wird gebaut, was das Zeug hält. Trabusch ist angekommen, und das Mainfranken-Theater darf sich freuen.
27. April 2020
Michael S. Zerban