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Hintergrund

Meisterkurs Brigitte Fassbaender

Verachtet mir die Meister nicht

Von der Öffent­lichkeit weitgehend unbemerkt, geht auch die Ausbildung in den Opern­studios weiter. Ein pädago­gische Delika­tesse sind Meister­kurse, denn auch heute noch gilt, dass die Jungen von den Alten lernen können. In Frankfurt war Brigitte Fassbaender zu Gast, und die Oper hat das Ereignis im Film festge­halten. Andreas H. Hölscher hat sich den Livestream angeschaut und war von der Akribie begeistert.


22. Februar 2021

ca. 7 Min.

Andreas H. Hölscher

Stefan Mickisch ist tot

Leb wohl, Du großer Wagner-Freund

Am 19. Februar ist völlig unerwartet Pianist Stefan Mickisch im Alter von 58 Jahren in Schwandorf verstorben. Mickisch wurde vor allem durch seine Einfüh­rungs­ma­tineen bei den Richard-Wagner-Festspielen in Bayreuth bekannt, sein Schaffen aller­dings war weitaus umfang­reicher. Andreas H. Hölscher erinnert an einen Menschen, dem er immer wieder gern begegnete.


21. Februar 2021

ca. 6 Min.

Andreas H. Hölscher

Belästigungsvorwürfe aus Amerika

Kontrollverlust

Auch wenn das moralische Empfinden ameri­ka­ni­scher Bürger hier und da unser europäi­sches Verständnis auf eine harte Probe stellt, ist ein deutscher Kritiker über das Ziel hinaus­ge­schossen. Sein Kontakt­be­dürfnis zu ameri­ka­ni­schen Opern­sän­ge­rinnen ließ ihn wohl die so genannten Sozialen Medien mit Dating­seiten verwechseln. Im Gegenzug bot er Inter­views an, die tatsächlich nie stattfanden.


18. Februar 2021

ca. 7 Min.

Michael S. Zerban

Morgenstern-Trio

Gemischtes Programm

Ende des Monats werden sie in Luxemburg auftreten. Die Vorfreude ist groß. Bis dahin gilt es, Pläne für die Zukunft zu entwi­ckeln. Catherine Klipfel, Pianistin des Morgen­stern-Trios, erzählt davon, was ihre bishe­rigen Erfolge ausmacht, aber auch, in welche Richtung es gehen wird, wenn es denn wieder einmal losgeht. Denn es gibt aus ihrer Sicht keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken.


29. Januar 2021

ca. 9 Min

Michael S. Zerban

Beuys' Küche

Gegenteilige Bilder

Joseph Beuys ist in Krefeld geboren. In diesem Jahr wäre er 100 Jahre alt geworden. Für das Theater Krefeld Mönchen­gladbach Anlass, ein Stück über den wider­sprüch­lichen Künstler auf die Bühne zu bringen. Und wenn es nicht anders geht, eben als Livestream. Am 30. Januar ist Premiere. Was die Zuschauer erwartet und wie sie damit umgehen können, erklärt Regisseur Sebastian Blasius.


29. Januar 2021

ca. 7 Min

Michael S. Zerban

Tanz-Tausch-Festival

Digitaler Austausch

Vom 22. bis zum 30. Januar findet in Köln das Tanz-Tausch-Festival statt, wie von Anfang an von Mechtild Tellmann und Alexandra Schmid t kuratiert. Vom Festi­val­ge­danken soll auch online so viel wie möglich trans­por­tiert werden, darauf legen die Künst­le­ri­schen Leite­rinnen Wert, wenn schon die Zahl der Compa­gnien begrenzt werden muss. Tellmann macht schon mal Appetit auf das Festival am Monitor.


21. Januar 2021

ca. 8 Min

Michael S. Zerban

Theater in der Psychiatrie

Kunst kann helfen

Dass man ein bisschen verrückt sein muss, um am Theater zu arbeiten, wird ja gern scherzhaft behauptet. Aber kann Theater mögli­cher­weise Menschen helfen, die sich einer psych­ia­tri­schen Behandlung unter­ziehen müssen? Mit diesem Thema befasst sich die Sozio­login Annemaria Köhler. Horst Dichanz hat sich mit ihr über das Spannungsfeld zwischen thera­peu­ti­scher Wirkung und Kunst unterhalten.


20. Januar 2021

ca. 7 Min.

Horst Dichanz

„Josephine, kann ich deine Nummer haben“

Der menschliche Beethoven

Chorleiter Patrick Jaskolka ist es mit dem Kinderchor des Essener Aalto-Theaters unter schwie­rigsten Bedin­gungen gelungen, recht­zeitig zum 250. Geburtstag des Kompo­nisten ein pfiffiges Filmprojekt zum Beethoven-Jahr zu produ­zieren, das sich vor allem an junge Menschen wendet. Pedro Obiera hat mit Patrick Jaskolka über das frei zugäng­liche Projekt gesprochen, das nicht nur den Kindern richtig Spaß gemacht hat.


17. Januar 2021

ca. 9 Min

Pedro Obiera

Theater sind spielbereit

Tief durchatmen

Das Konzerthaus Dortmund hat eine Studie vorgelegt, die nachweist, dass Theater und Konzertsäle unter bestimmten Bedin­gungen bespielt werden können, ohne damit zur Verbreitung des Corona-Virus beizu­tragen. Mit dieser wissen­schaft­lichen Erkenntnis als fakti­scher Grundlage soll die Wieder­eröffnung von Theatern und Konzert­sälen erleichtert werden. Aber die Studie sagt mehr aus.


12. Januar 2021

ca. 5 Min.

Michael S. Zerban

Temps d'Images

Die neue Wirklichkeit beginnt

Vom 9. bis 31. Januar veran­staltet das Tanzhaus NRW erstmalig das Festival Temps d’Images online. Wenn man Stefan Schwarz, Künst­le­ri­scher Leiter des Festivals und Programm­leiter beim Tanzhaus, zuhört, möchte man die Haltung des Hauses zusam­men­fassen: Wir haben verstanden. Hier werden Produk­tionen für das Internet gezeigt – und es werden nicht die letzten sein. Ein ambitio­nierter Neuanfang.


9. Januar 2021

ca. 9 Min

Michael S. Zerban

Gemeinsam Grenzen überwinden

Gemeinsam Grenzen überwinden

Ihr vermutlich schönstes Weihnachts­ge­schenk erhielt Ekaterina Porizko mit der Post. Eigentlich war es nur eine Lieferung von CD, also es müssen wohl drei große Kartons gewesen sein. Inhalt war die Matthäus-Passion, bei der die Kantorin in St. Petersburg am Pult stand. Damit kommt ein großes Projekt zum vorläu­figen Abschluss, das noch viel mehr Aufmerk­samkeit verdient hätte. Corona verpatzte den Gegen­besuch in Deutschland.


6. Januar 2021

ca. 8 Min

Michael S. Zerban

Kaufmann braucht Werbung

Jeder so gut er kann

Nomen est omen. Opern­sänger Jonas Kaufmann geht ganz neue Wege in der Vermarktung seines neuen Albums und nebenbei auch noch eines Bildbandes. Erschließung neuer Zielgruppen nennt man so etwas wohl. Bei einem Teleshop­ping­sender war der Tenor eine Stunde lang zu Gast in der Verkaufs­sendung von Judith Williams, einer ehema­ligen Sängerin, mit der er befreundet ist. Man hilft sich gern.


20. Dezember 2020

ca. 5 Min.

Michael S. Zerban

Les Lumières

Im Zeichen der Aufklärung

Orchester, Chor, Vokal­ensemble: Les Lumières bietet alles auf einmal auf hohem Niveau und ganz ohne eigenes Haus. Was es mit diesem vor zwei Jahren gegrün­deten Verein auf sich hat und warum er gerade für den Profi-Nachwuchs besonders inter­essant ist, erzählt Michel Rychlinski. Der studierte Kirchen­mu­siker hat noch große Pläne mit seinen Musikern, die sich nicht nur auf den jetzigen Standort Köln beschränken.


13. Dezember 2020

ca. 9 Min

Michael S. Zerban

Karikaturen helfen

Neue Ideen mit Abstand

Für die Aufführung von Don Pasquale, die eigentlich vor Kurzem hätte ihre Premiere feiern sollen, hat sich das Theater Krefeld Mönchen­gladbach eigens ein Corona-taugliches Bühnenbild einfallen lassen. Dabei ist auch Platz für Karika­turen. Das Stück wird nicht gestreamt, sondern für die nächste Live-Aufführung vorge­halten. Anne Weiler und Peter Schmitz erzählen aber jetzt schon mal von den Besonderheiten.


10. Dezember 2020

ca. 8 Min

Michael S. Zerban

Europäisches Lockdown-Orchester

Ich bin heute Morgen aufgestanden

Ende November veröf­fent­lichte eine Künst­ler­gruppe ein Video. Gerade mal 3 Minuten 22 dauert es, aber die haben es in sich. Von Sozial­kritik bis hin zu sprudelnder Lebens­freude reichen die Aufnahmen zum Wider­standslied Bella ciao. Bei O‑Ton wurde es Corona-Clip des Tages. Tim Schulte und Flavius Petrescu erzählen, wie es dazu kam und warum es exempla­risch für jeden Künstler ist.


7. Dezember 2020

ca. 8 Min

Michael S. Zerban

Netzwerk der Erinnerung

Flüchtlingsmusik

Vor fünf Jahren jährte sich der Völkermord an den Armeniern zum 100. Mal. Für die Pianistin Nare Karoyan ein Grund, sich mit der Vergan­genheit ihrer Familie ausein­an­der­zu­setzen. Sie wollte deren Fluchtwege ab 1915 musika­lisch nachzeichnen. Gern erinnert Karoyan sich an die Zeit zurück, als sie in die Vergan­genheit abtauchte und auf den ehema­ligen Flucht­routen Freund­schaften für die Zukunft fand.


26. November 2020

ca. 8 Min

Michael S. Zerban

Jeder Musiker ist auch Lehrer

Das macht den Kopf frei

Ralf Zartmann ist freibe­ruf­licher Schlag­zeuger. Das klingt in der jetzigen Zeit eher bedrohlich, was die eigene Existenz angeht. Anstatt sich zu verkriechen und auf bessere Zeiten zu hoffen, ist er einen Schritt nach vorn gegangen und hat im ersten Shutdown ein eigenes Studio eröffnet. Dort kann er seine Schüler empfangen. Und sich auf die Zeit nach dem Shutdown vorbe­reiten, wenn es klein­klein weitergeht.


25. November 2020

ca. 7 Min

Michael S. Zerban

Insular Bodies

Annäherungsversuche

Die Kölner Choreo­grafin Stephanie Thiersch reüssiert gerade mit einem Film beim Seoul Inter­na­tional Dance Festival, das in diesem Jahr online statt­findet. Während das Festival in Südkorea üblicher­weise kaum für europäische Journa­listen zugänglich ist, gibt es also jetzt die Möglichkeit, den deutschen Beitrag zu „besuchen“. Was Thiersch mit Insular Bodies abgeliefert hat, ist mehr als eindrucksvoll und setzt ihre Arbeit konse­quent fort.


23. November 2020

ca. 6 Min.

Michael S. Zerban

Wir

Empathie als sichtbares Erlebnis

Welch ein schönes Thema in Zeiten von Corona: Silke Z. und die Metabo­listen kümmern sich um Empathie. Gar nicht so einfach, wenn man täglich neue Beschrän­kungen auferlegt bekommt. Aber die Compagnie hält durch und liegt in den letzten Vorbe­rei­tungen für eine Urauf­führung. Bei einem Proben­besuch strahlt die Spiel­freude aller Betei­ligten, aber es schimmert auch die Verzweiflung über den ungewissen Ausgang durch.


22. November 2020

ca. 5 Min.

Michael S. Zerban

Just Before Falling

Metamorphosen

Gerade entsteht der Eindruck, Kultur­schaf­fende seien mal im verlän­gerten Urlaub. Richtig ist, dass aller­orten intensiv geprobt wird, um im Dezember Gewehr bei Fuß zu stehen, auch wenn im Dezember nichts passiert. Ein Beispiel dafür ist das El Cuco Projekt, das sein Stück Just Before Falling zum 5. Dezember fertig haben wird. Erste Eindrücke von den Proben zeigen, dass die so genannte Freie Szene Großes vorbereitet.


22. November 2020

ca. 5 Min.

Michael S. Zerban

Zwischen den Welten

Heimat ist ein hermetischer Raum

Wenn jemand das Klavier­spiel mit solcher Perfektion beherrscht wie Nare Karoyan, fängt er an, neue Wege zu gehen. Und Karoyan ist viele Wege gegangen – und hat noch viele vor sich. Immer wieder führen die sie in die Heimat, auch wenn die Pianistin sich mit dem Begriff noch nicht abschließend ausein­an­der­ge­setzt hat. Am bestän­digsten scheint derzeit die Wechsel­haf­tigkeit der brillanten Künstlerin.


21. November 2020

ca. 7 Min

Michael S. Zerban

All for one and one for the money

Spiel mit Spiegeln

Richard Siegal und sein Ballet of Diffe­rence gehen den Schritt nach vorn und präsen­tieren ihre Urauf­führung als Livestream. Ein Proben­besuch zeigt, dass sich damit die Welt des Theaters verändert. Nicht zum Schlech­testen, aber sehr viel anders, als Inten­danten sich das bis heute vorstellen. Auch, wenn es noch Optimie­rungen gibt, der Anfang ist gemacht. Am 20. November können die Zuschauer Zeuge einer neuen Kunstform werden.


19. November 2020

ca. 5 Min.

Michael S. Zerban

Zum Tode von Fred Berndt

Nachruf auf Fred Berndt

Der Bühnen­bildner, Regisseur und Ausstel­lungs­ge­stalter Fred Berndt verstarb in Berlin am 13. November im Alter von 76 Jahren an Herzver­sagen. In Cottbus geboren, studierte er in Berlin, ehe er seine Karriere an Berliner Bühnen begann. Berndt galt als sensibler Erkunder von Seelen­dramen, mit einem beson­deren Verständnis, histo­rische Handlungen stilsicher ins Heute zu übersetzen. Ein Nachruf von Zenaida des Aubris


16. November 2020

ca. 2 Min.

Zenaida des Aubris

Oper in der Krypta

Opernleben in der Gruft

Öster­reichs kleinstes Opern­theater Oper in der Krypta wurde 2014 von Dorothee Stanglmayr gegründet und bietet seither die vier Sparten Oper, Kinderoper, Operette und klassische Konzerte an. Der ungewöhn­liche Spielort sorgt für Begeis­terung beim Publikum und den Akteuren – wenn denn gespielt werden darf. Pedro Obiera beschreibt den beson­deren Reiz der Spiel­stätte und die aktuelle Situation.


9. November 2020

ca. 4 Min.

Pedro Obiera

Streaming und die Folgen

Musik aus dem Internet

Gerade lernen auch ältere Klassik­be­geis­terte, sich mit Begriffen wie Streaming ausein­an­der­zu­setzen. Veronika Lindenmayr, zuständig für die Promotion von Outhere Music im deutsch­spra­chigen Raum, erzählt über persön­liche Eindrücke, wie sich der Markt für Aufzeich­nungen entwi­ckelt, warum sie selbst in diesem Jahr viel Glück damit hatte und was Streaming für die Künstler bedeutet.


9. November 2020

ca. 8 Min

Michael S. Zerban