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Wenn Veranstalter die Kunst für ideologische Indoktrination missbrauchen, ist das nicht nur lästig und ärgerlich, sondern auch brandgefährlich. Und das Staunen ist beim Publikum groß, dass solche Menschen dafür Steuergelder benutzen dürfen. So geschehen zum Beispiel beim Circus Dance Festival in Köln, von dessen Besuch hiermit dringend abgeraten wird.

Auf der Bühne darf Kunst alles. Dafür gibt es diesen Freiraum. Und das ist gut so. Und deshalb bezahlen wir diese Kunst mit Steuergeldern. Es gibt niemanden, der entscheidet, was „schöne“ oder „angenehme“ Kunst ist und sie deshalb mit Geld unterstützt – wenn man von Sponsoren absieht. Doch das ist ein anderes Thema. Wenn aber Veranstalter damit beginnen, Kunst zu missbrauchen, um Ideologien durchzusetzen, muss Schluss sein mit großzügiger öffentlicher Unterstützung.
So etwas geschieht derzeit beim Circus Dance Festival in Köln. Unter dem Deckmantel, Kunst anbieten zu wollen – und sich das gut und reichlich bezahlen zu lassen – haben die Veranstalter offensichtlich nichts anderes im Sinn, als ideologisch auf die Bevölkerung einzuwirken. Schon bei der Eröffnungsrede des Künstlerischen Leiters, Tim Behren, fällt auf, dass permanent und ungekonnt gegendert wird. Statt eines Glottisschlags, wie ihn Sänger beherrschen, gewinnt man schnell den Eindruck, dass an dem Festival nur noch Frauen mitgearbeitet haben. Natürlich ist dem nicht so. Abgesehen davon, dass Behren hier einfach gegen das Diskriminierungsverbot verstoßen haben könnte, reicht ein Blick in das zum Festival mitgereichte Magazin, das mit Gender-Sonderzeichen bis zur Unleserlichkeit vollgestopft ist. Es geht den Veranstaltern also offensichtlich nicht mehr um die Kunst, sondern darum, dem Publikum eine Ideologie zu oktroyieren, die die Mehrheit der deutschen Bevölkerung ablehnt.
Natürlich steht den Machern des Festivals frei, Kunst zu missbrauchen, um sich gegen die geltenden Regeln der deutschen Sprache zu stellen. Aber dann sollen sie das offen formulieren, damit Stadt, Land und Bund die Möglichkeit haben, keine Steuergelder einzusetzen. Denn eine solche Regelverletzung ist vom Steuerzahler eindeutig nicht gewollt. Und immer noch sind die staatlichen Geldgeber verpflichtet, das Geld der Steuerzahler in deren Sinne zu verwenden. Und das ist bei diesem Festival eindeutig nicht der Fall.
Staatliche Geldgeber werden hiermit ausdrücklich dazu aufgefordert, dieses Festival, das offenbar ausschließlich den Sinn hat, eine gesellschaftsfeindliche Ideologie zu verbreiten, die finanzielle Unterstützung mit sofortiger Wirkung zu entziehen.
Wenn Veranstalter glauben, sich nicht mehr an die gesellschaftlichen Regeln halten zu müssen, ist das deren Angelegenheit. Es darf nicht sein, dass sie dafür staatliche Unterstützung erhalten. Das ist vermutlich rechtswidrig und betrügerisch, indem sie vortäuschen, künstlerische Darbietungen zeigen zu wollen, während es eigentlich darum geht, ihre Ideologie durchzusetzen.
In einem ähnlich gelagerten Fall am städtischen Theater Magdeburg behauptete die PR-Arbeiterin, dass Gender-Sprache doch rechtens sei, weil das Haus insgesamt beschlossen habe zu gendern. Nein, das ist nicht richtig. Und ich sehe mit größter Sorge darauf, dass dieses Haus morgen beschließt, sich nicht mehr an die Regel zu halten, dass Fußgänger an der Ampel bei Rot zu warten haben. Dann werden vermutlich hunderte von Mitarbeitern dieser Anstalt bei Verkehrsunfällen umkommen. Wer will das?
In Köln suhlen sich derweil die Festival-Veranstalter in öffentlichem Geld, um ihre ideologischen Ansichten abzufeiern. Das kann nicht sein. Die öffentlichen Geldgeber werden aufgefordert, sofort ihre finanzielle Unterstützung zu beenden, um einer weiteren Ideologisierung den Boden zu entziehen. Alles andere wäre nicht im Sinne der Bevölkerung. Und damit machen sich auch die Förderer strafbar. Das ist kein Spaß mehr. Und im Falle einer gerichtlichen Auseinandersetzung werden sich die öffentlichen Förderer schwertun, ihre Hände in Unschuld zu waschen, denn auch die Website der Veranstalter ist von Gender-Sonderzeichen gespickt. Generell dürfte nach den Eröffnungsreden dieser Veranstaltung klar sein, dass es hier nicht mehr um die Kunst, sondern nur noch um eine Ideologie geht, die der deutschen Sprache Schaden zufügt. Bis die Angelegenheit geklärt ist, rate ich allen Bürgern von einem Besuch dieses Festivals ab, das die Kunst entehrt. Was die Veranstalter bis heute schon erreicht haben: Sie haben der Kunstrichtung des zeitgenössischen Zirkus in Verbindung mit dem zeitgenössischen Tanz erheblichen Schaden zugefügt.
Michael S. Zerban