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Durch die Ludwiggalerie Schloss Oberhausen weht zurzeit ein auffrischender Wind. Zwar schon 50 Jahre alt, wird er als Hipgnosis.Breathe über die Jahre immer wieder angefacht. Verströmt sich in Galerien und Ausstellungshäuser und lässt die Besucher, wie jetzt in Oberhausen, noch bis 20. Mai tief durchatmen: Breathe.

Inmitten eines Presseauflaufs Aubrey Powell, Jahrgang 1946. Zusammen mit dem 2013 verstorbenen Storm Thorgerson gründete er das legendäre britische Fotodesign-Studio Hipgnosis in New York. Für viele seiner Generation eine Ikone, ein Déjà-vu mit der eigenen Biografie. Bestimmt von Pop-Musik und Pop-Art steht das Studio für den Aufbruch in eine lebensfrohe Zukunft: peace and love! Auch wenn von heute aus betrachtet dieser schier grenzenlose Optimismus in Zeiten radikaler, mitunter gnadenlos sozial ausgrenzender Globalisierung seltsam erscheint, ist die große Hoffnung in den über 120 großformatigen, limitierten Fine Art Prints und Fotografien zu spüren. Ihre kreative Kraft ergreift den Betrachter vor jedem Objekt.
Schon der Name Hipgnosis erzählt eine für die damalige Zeit typische Geschichte. Märchenhaft verrätselt, steht er für etwas Neues – im heutigen Sprachgebrauch für das „Coole“ – das einen Trend programmatisch mit Wissen, also die gnosis, verbindet. Ein Wissen um die assoziative Kraft von Bildfindungen, die sich ins Gedächtnis der Zeitgeschichte gleichsam einbrennen. Das von den Fotokünstlern entwickelte Design ist inspiriert von surrealistischen Kunstwerken. Nicht die Bandmusiker rücken sie auf den LP-Hüllen in den Vordergrund, sondern sie setzen auf fotografisch und drucktechnisch aufwendig produzierte, assoziierende Reibungsflächen.
Als Photoshop-Werkzeuge noch ungeboren über den Kreativen der 1970-er und 1980-er Jahre im Nirwana schwebten, bastelten sie mit Schere und Kleber die entsprechenden Klischees. Der Gang durch die Ausstellung erfordert aus diesem Grund nicht nur vom jüngeren, mit den medialen Techniken sozialisierten Publikum eine Imagination, die diese Tatsache sichtbar werden lässt. Darauf fokussiert, wird mancher ungläubig staunen.
So viel Zeit, so viel Konzentration einzig und allein für ein endgültiges Design? „Wir haben in den ersten zehn Jahren täglich mehr als zwölf Stunden gearbeitet. Das war eine harte Zeit, aber eine kreativ unglaublich intensive“, resümiert Powell. Über 400 Plattencover hat das Studio für Bands und Musiker realisiert. Viele besitzen inzwischen einen Kultstatus. Sind Ikonen der Musikgeschichte.
Album Cover Art and Photo Design by Aubrey Powell & Storm Thorgerson – Celebrating 50 Years The Dark Side oft he Moon kuratiert von Powell zusammen mit John Colton (Browse Gallery Berlin), ergänzt mit dem Dokumentarfilm Eclipse sowie einem „Soundwalk“, ist eine alle Sinne ergreifende Ausstellung. Schauen, hören, imaginieren, durchatmen: Breathe!
Peter E. Rytz