O-Ton im Abonnement ist mehr!

Ein O-Ton Abo ist unsere Einladung an Sie, uns auf unseren Abenteuer- und Entdeckungsreisen durch die reiche Kulturlandschaft Deutschlands zu begleiten und stets aufs Neue zu entdecken.

Als ich den Artikel gelesen habe,
war es, als wäre ich dabei gewesen.

Mit unseren Originalberichten und exklusivem Bildmaterial von Aufführungen in Theater, Musiktheater, Konzert, Ballett und Tanz in all ihren Schattierungen, informieren wir Sie ideologiefrei und kritisch, aber fair. Mit Hintergrundberichten, Hörbeiträgen, Kommentaren, aktuellen Nachrichten und vielem mehr arbeiten wir Tag für Tag daran, bei unseren Besuchern die Lust darauf zu wecken, sich auf diesen kulturellen Reichtum einzulassen.

O-Ton 

3-Monats-Abo

  • +3 Tage gratis testen
  • keine Werbeanzeigen
  • jederzeit kündbar
  • Benachrichtigung bei neuen Inhalten
nur 16,-
 €

für jeweils 3 Monate

Unsere Top-Empfehlung!

O-Ton 

Jahres-Abo

  • +7 Tage gratis testen
  • keine Werbeanzeigen
  • jederzeit kündbar
  • Benachrichtigung bei neuen Inhalten
nur 48,-

pro Jahr

O-Ton 

6-Wochen-Abo

  • sofort loslesen
  • keine Werbeanzeigen
  • jederzeit kündbar
  • Benachrichtigung bei neuen Inhalten
nur 9,-

für jeweils 6 Wochen

O-Ton 

Jahres-Mitgliedschaft

  • keine automatische Verlängerung
  • keine Werbeanzeigen
  • Zugang verfällt nach Ablauf
nur 48,-

für ein Jahr

Lass' diesen Gruß zu Dir gelangen

Frank Piontek hat eine Sammlung von 88 Gedichten Richard Wagners bei Breuer und Sohn veröf­fent­licht. Die streng limitierte Auflage von 200 Exemplaren war sofort nach Erscheinen vergriffen. O‑Ton-Redakteur Andreas H. Hölscher hat eines der jetzt schon seltenen Exemplare ergattert. Er findet: Eigentlich gehört der Gedichtband in das Buchregal jedes Wagner-Begeisterten. 

Frank Piontek - Foto © privat

Lass‘ diesen Gruß zu Dir gelangen

Frank Piontek, Bayreuther Autor und kreativer Künstler, hat zu den diesjäh­rigen Bayreuther Festspielen einen Gedichtband mit 88 Gedichten von Richard Wagner, darunter vier Erstver­öf­fent­li­chungen, heraus­ge­geben. Piontek hat mit diesem subjek­tiven Querschnitt der etwa 180 nachweis­baren und teilweise schwer auffind­baren Gedichte Richard Wagners versucht, die Vielfalt der Wagner­schen Töne, seinen Humor, aber auch seine gefühl­volle Seite zu präsen­tieren. Unter diesen Versen finden sich launige Widmungs­ge­dichte, klassi­zis­tisch-leiden­schaft­liche Gedichte an König Ludwig II. von Bayern, intime Herzens­be­kennt­nisse an seine Frauen Minna Planer und Cosima Liszt sowie an seine Muse Mathilde Wesen­donck und politisch-polemische Lyrik aus der Zeit der Dresdner Revolution von 1849. Ob es ein humor­volles Gedicht über die grünen Schuhe seiner Frau Minna ist, ein Festge­dicht anlässlich der Beisetzung von Carl Maria von Weber, eine Jubel­e­legie an den Sänger Joseph Tichat­scheck, dieser Gedichtband enthält für den Wagner-Freund eine wunderbare Sammlung von Versen , alle in dem typisch Wagner­schen Lyrikstil verfasst, manchmal senti­mental, manchmal irre komisch, aber irgendwie einzig­artig.  Dass Wagner sich dabei selbst nicht immer ganz ernst nimmt, davon zeugt vielleicht sein berühm­tester Vers: „Im wunder­schönen Monat Mai kroch Richard Wagner aus dem Ei. Es wünschen Viele, die ihn lieben, er wäre lieber dringe­blieben.“ Ein weiteres Zeugnis seines einzig­ar­tigen Humors ist der in Versen gepackte Hilferuf an seine Frau Minna aus Zürich im November 1851: „Minna, schicke mir bald Strümpfe! Hier gibt es nicht wie lauter Sümpfe! Davon bekomm ich nasse Klümpfe! Im Whist fehlen mir auch die Trümpfe! Drum bringe Du mich wieder auf die Strümpfe! Schick‘ mir nur ein Paarer Fümpfe!“

Und so ist dieser Gedichtband mit dem treffenden Namen Lass‘ diesen Gruß zu Dir gelangen ein Sammel­surium origi­neller und zum Teil unbekannter Verse und Lyrik des großen Opern­dra­ma­tikers Richard Wagner. Der Gedichtband, liebevoll von Frank Piontek heraus­ge­geben, erschien im Juli in einer streng limitierten und numme­rierten Auflage von 200 Stück in Bayreuth und war unmit­telbar nach Erscheinen am 24. Juli 2018 vergriffen. Die Wagner Liebhaber, die Glück hatten, ein Exemplar zu ergattern, werden dieses genussvoll ihrer Bibliothek hinzu­fügen, alle anderen können nur hoffen, dass es vielleicht eine Neuauflage oder einen Folgeband gibt.

Andreas H. Hölscher

Teilen Sie O-Ton mit anderen: