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Parsifals Verführung

Es ist ein fiktiver Roman über den jüdischen Dirigenten Hermann Levi, der 1882 in Bayreuth die Urauf­führung von Richard Wagners Parsifal leitete. Es ist auch eine Geschichte über Antise­mi­tismus in der Kunst, Künst­ler­freund­schaften und große Missver­ständ­nisse. Andreas H. Hölscher hat sie gelesen. 

Laurence Dreyfus - Foto © Marco Borggreve

Der Verführer

Wer war Hermann Levi? Einge­fleischten Wagne­rianern fällt dazu sofort ein: Der Dirigent der Urauf­führung von Richard Wagners Parsifal am 26. Juli 1882 in Bayreuth. Aber da war doch noch etwas? Ja, Hermann Levi war Jude, und er dirigierte ein christlich-mytho­lo­gi­sches Werk eines Kompo­nisten, der mit seiner Schmäh­schrift Das Judenthum in der Musik einen offenen Antise­mi­tismus pflegte. Wie passte das zusammen? Nun, Hermann Levi galt als einer der bedeu­tendsten Dirigenten seiner Zeit und amtierte ab 1872 als General­mu­sik­di­rektor und Hofka­pell­meister am König­lichen Hof- und Natio­nal­theater in München, bis er sich 1896 aus gesund­heit­lichen Gründen zurückzog und in Parten­kirchen niederließ. 1874 dirigierte er erstmals den Tristan und wurde nach eigenem Bekenntnis gegenüber Joseph Joachim zum „Wagne­rianer“, und 1878 den kompletten Ring des Nibelungen. Obwohl Levi aus einer bedeu­tenden jüdischen Familie stammte, war ihm in die christ­liche Mythenwelt Wagners nicht fremd, und seit 1871 war er mit dem Kompo­nisten freund­schaftlich verbunden. Wagner selbst wies Kritik, sein „heiligstes“ Werk nicht von einem Juden dirigieren zu lassen, entschieden zurück. Jedoch stand immer die Forderung Wagners an Levi, sich taufen zu lassen, im Raum. Dieser Erwartung entsprach Levi bei aller Verehrung Wagners zwar nie, der äußere und vor allem innere Konflikt belastete ihn jedoch sehr, wie sich Levis Schüler Felix Weingartner erinnerte. Im Februar 1883 besuchte er Wagner ein letztes Mal in Venedig, am Tag nach seiner Abreise starb Richard Wagner. Laurence Dreyfus beschreibt die Empfin­dungen Levis in dem Roman Parsifals Verführung wie folgt: „Hermann versuchte zu sprechen, brachte aber keinen Laut hervor. Die Nachricht erfüllte ihn mit Grauen. Er hatte ja schon befürchtet, dass dies geschehen könnte. In der vergan­genen Nacht war er verführt worden von einem Ritter Klingsors. Und jetzt war der Meister tot. Hermann bohrte sich der scharfe Schmerz in die Seite. Es war eine Wunde, die nie heilen würde, denn nun, da Wagner dahin­ge­gangen war, würde kein anderer Heiland ihn je erlösen.“

Hermann Levi dirigierte im März und April des Jahres 1883 den Zyklus von Gedächt­nis­auf­füh­rungen mit allen Opern Wagners in München. Er blieb bis 1894 der „Major Domo“ und die rechte Hand von Cosima Wagner bei der Leitung der Bayreuther Festspiele. Der anhal­tende Erfolg der Musik Richard Wagners nach dessen Tod ist daher auch eng mit Levis Namen verknüpft. Doch antise­mi­tische Anfein­dungen, unter anderem durch Richard Strauss, der sich 1891 über das jüdische Dirigat des „heiligen Parsifal“ bei Cosima Wagner, ebenfalls eine glühende Antise­mitin, beschwerte, belas­teten ihn schwer. Dieser Konflikt wurde auch in der letzten Bayreuther Meister­singer-Insze­nierung des ebenfalls jüdischen Regis­seurs  Barrie Kosky auf prägnante Weise im ersten Aufzug darge­stellt. Er spielt in der Villa Wahnfried zur Zeit der Entste­hungs­ge­schichte des Parsifal. Kosky mixt die authen­ti­schen Charaktere dieser Zeit mit den Figuren aus den Meister­singern. Wagner wird zu Hans Sachs, Franz Liszt zu Veit Pogner, Hermann Levi zu Sixtus Beckmesser und Cosima Wagner verwandelt sich in Eva. Auch die Johan­nis­nacht-Szene, in der Wagner Levi kräftig traktiert, richtig zu knien und mitzu­singen, ist ein halbdo­ku­men­ta­ri­scher Beweis für die befremdlich anmutende Verbindung Wagners zu Levi. Levi war Wagner, wie er an einen Freund schrieb, „mit Leib und Seele verfallen“, doch zu dem von seinem „Meister“ gefor­derten Religi­ons­wechsel konnte er sich nicht durch­ringen. Trotz vielfacher antise­mi­ti­scher Schmä­hungen und Demüti­gungen ist er seinem Glauben treu geblieben und hat auch im Gegensatz zu seinem Bruder seinen jüdischen Nachnamen nie „einge­deutscht“. Als er nach einer erneuten schänd­lichen Schmähung um Entbindung von seinem Amt ersucht und abreist, schickt ihm Wagner ein Telegramm nach: „Um Gottes­willen, kehren Sie sogleich um und lernen Sie uns endlich ordentlich kennen!“ Levis Liebe zu Wagners Werken und seine Verehrung für den Kompo­nisten sind stärker als sein Stolz. Er kommt zurück und wird von der Musik des Parsifal verführt, so behauptet es zumindest Laurence Dreyfus in seinem Buch, das er dann auch so betitelt. Aller­dings ist die Stelle, an der Dreyfus schreibt „Parsifal hat in verführt“, die einzige beschriebene fiktive Liebes­szene mit Anna Ettlinger, seiner Biografin, und spielt im März 1899, fast 17 Jahre nach der Urauf­führung von Wagners Bühnen­weih­fest­spiel. Levi kämpft zeitlebens mit großen Gewis­sens­kon­flikten, die ihn auch von seinem einzigen echten Freund Johannes Brahms entfremden.  Am Ende nimmt er das Dirigat an, wissend, dass der Konflikt für ihn unlösbar ist.

Der auf unter­schied­lichen Ebenen wabernde Bezie­hungs­kon­flikt ist das Kernthema des Romans Parsifals Verführung von Laurence Dreyfus, der nun im Alter von mittler­weile 70 Jahren ein sehr ungewöhn­liches Roman­debüt vorlegt. Dreyfus, 1952 in Boston geboren, hat jahrzehn­telang eine ungewöhn­liche Doppel­kar­riere als Musik­wis­sen­schaftler und Musiker verfolgt. Er war Professor in Yale, Chicago, Stanford, an der Royal Academy of Music und am King‘s College London, bevor er an die Oxford University wechselte. Dreyfus ist aber auch bekannt als Gambist und künst­le­ri­scher Leiter des Gamben-Consorts Phantasm, das er 1994 gründete. Als Solist und mit seinem Ensemble gastiert der US-Ameri­kaner auf Festivals und Konzert­bühnen in Europa, den USA und Fernost. Dreyfus ist sowohl Politologe als auch Musik­wis­sen­schaftler. Er hat viel über Bach geforscht und veröf­fent­licht und 2010 das bemer­kens­werte Buch Wagner and the Erotic Impulse veröf­fent­licht, heute ein Standardwerk der musik­wis­sen­schaft­lichen Literatur über Wagner. Dreyfus lebt seit 2013 in Berlin und nahm 2021 die deutsche Staats­bür­ger­schaft an. Sein Debüt­roman Parsifals Verführung wurde nun in der deutschen Übersetzung von Wolfgang Schlüter veröf­fent­licht. Er führt uns in das letzte Drittel des 19. Jahrhun­derts, in eine an musika­li­schen Erleb­nissen ungemein reiche Zeit, in der Brahms, Bruckner, Mahler, Puccini, Tschai­kowski, Strauss, Verdi und Wagner wirkten.

Wer nun erwartet, einen reinen Wagner-Roman vorge­setzt zu bekommen, mit möglichst intimen Einblicken in den Wagner-Clan, der wird vielleicht enttäuscht sein, denn so billig macht es Dreyfus dem Leser nicht. Der Roman ist einer­seits ein Stück musik­wis­sen­schaft­licher Zeitge­schichte, bei dem der Parsifal zwar thema­tisch im Mittel­punkt steht, inhaltlich aber eher eine unter­ge­ordnete Rolle spielt. Vielmehr ist es eine Art Lebens­rück­blick des Dirigenten, den er seiner alten Freundin Anna Ettlinger in einem Zeitraum von acht Tagen im März 1899 offenbart. Ettlinger war eine renom­mierte deutsche Litera­tur­do­zentin, Kriti­kerin und Schrift­stel­lerin. 1882 schrieb sie eine vielbe­achtete Rezension über Wagners Parsifal. Während sie die Musik bewun­derte, distan­zierte sie sich zugleich von Wagners Antise­mi­tismus und verur­teilte dessen Schwie­gersohn H. S. Chamberlain als Wegbe­reiter „geistiger Pogrome“. Dieser Lebens­rück­blick mündet in die schon angespro­chene einzige und einmalige Liebes­szene in diesem Buch. Wie poetisch und schön Dreyfus schreibt und Schlüter entspre­chend übersetzt, beweist genau diese Stelle: „Zart küsste sie ihn erst auf die Stirn, dann auf jedes seiner feuchten Augen, und dann legte sie sich, während sie ihn zum Sofa hinzog, seinen Arm um ihre Schulter. Er hatte einen anderen gefunden: den Bayreuther Meister, der die Macht seiner Sehnsüchte anspornte. Dieweil er ihm mit der Schönheit seiner verstö­renden Ideen umgarnte. Allein, mit diesem Wissen war auch der Schrecken des Verlangens gekommen, seine Versklavung, das Erkennen der Liebesqual. Parsifal hatte ihn verführt.“

Einen weitaus größeren Schwer­punkt als die konflikt­be­ladene Beziehung zu Wagner und dessen Frau Cosima bildet die langjährige enge Freund­schaft Levis zu Johannes Brahms, der von ihm vertraulich als Hannes angesprochen wird. Diese Freund­schaft zerbirst unter Levis Einstehen für die Werke Wagners, die Brahms vorder­gründig strikt ablehnt und sich damit auch eins weiß mit Clara Schumann, die nach einer Vorstellung des Tristan in München, die Levi dirigiert, nur Abscheu für die Musik und insbe­sondere die Handlung empfindet. Levis zunächst sehr enge Freund­schaft mit Brahms, die in einer homoero­ti­schen Traum­fan­tasie ihren Höhepunkt hat, leidet immer mehr unter Levis fast schon devotem Verhalten gegenüber Wagner und seiner Frau Cosima, die Levi bezeich­nen­der­weise als „Meisterin“ tituliert. Gegenüber Anna Ettlinger beschreibt Levi das Paradoxon seiner Dreiecks­be­ziehung zu Brahms und Wagner wie folgt: „Wagner, berüchtigt für seine Angriffe auf das Judentum, lud mich ein, den Parsifal zu dirigieren, während Brahms, mein guter Kamerad, dem alle Juden lieb und teuer waren, die Urauf­führung seines Deutschen Requiems mir nicht anver­traute.“ Vielleicht hatte es Brahms als unpassend gefunden, wenn jemand namens Levi ein Deutsches Requiem dirigiert. Auch wenn diese Worte nur fiktiv sind, so beschreiben sie auf den Punkt gebracht die Ambivalenz der Freund­schaften Levis zu Wagner und Brahms.

Dieser über acht Tage dauernde Rückblick umfasst die Jahre von 1855 bis 1899, aller­dings nicht in chrono­lo­gi­scher Reihen­folge, sondern Dreyfus springt ganz bewusst immer hin und her, manchmal liegen Dekaden zwischen den einzelnen Kapiteln. Das kann den Leser, der nicht so sehr vertraut ist mit den histo­ri­schen Daten von Wagner, Brahms und Schumann, schon mal etwas ermüden oder verwirren.

Das Dreyfus sich aber mit Musik auch aus der wissen­schaft­lichen Perspektive gut auskennt, dafür ist diese Szene ein profundes Beispiel, in dem er belegt, das Johannes Brahms sich eines Themas beim Bach-Präludium bedient habe, und durch Verschiebung von Taktschwer­punkten seine Spuren verwischt habe. Aufge­fallen sei Levi das bei einem Klavier­vortrag von Joseph Rubin­stein im Hause Wahnfried, einem russisch-jüdischen Klavier­vir­tuosen und ebenfalls glühenden Verehrer Wagners. Anna Ettlinger fasst diese Erkenntnis zu einem Kettenrund: „Ein Ostjude aus Russland – der Bach spielt für den Antise­miten Wagner – der den erzchrist­lichen Parsifal kompo­nierte – den sein jüdischer Verehrer Levi dirigierte – der mit seinem wagner­has­senden Kameraden Brahms gebrochen – der ein Fitzelchen Bach entwendet hatte, um daraus ein eigenes Stück zu schneidern – das sie durch Hermann lieben gelernt hatte.“

Der Parsifal selbst und dessen Urauf­führung werden in dem Buch aller­dings nur am Rande erwähnt. Dreyfus analy­siert das Werk und seine Bedeutung für Hermann Levi anhand der Kuss-Szene im zweiten Aufzug: „Und dann war da noch der Kuss. Jener berüch­tigte Kuss, den Kundry, die ewige Jüdin, dem reinen Toren aufzwingt im Drang, ihn zu verführen, nach Genera­tionen des Leidens: ihr Fluch als Folge dessen, dass sie über den Heiland am Kreuz gelacht hatte – ihre Flucht in ein obses­sives Begehren als ein Mittel, diesem Fluch zu entrinnen, ihre Schuld abzubüßen. Und Parsifal, dem durch diese macht­volle weibliche Umgarnung das Trüge­rische sinnlichen Verlangens bewusst wird, die Nichtigkeit eines Eros, dem es an Mitleid gebricht. In Parsifals Zurück­weisung Kundrys in seinem Begreifen von Amfortas‘ Hinfäl­ligkeit erkannte Hermann sich selbst und zugleich das, was der Meister in ihm sah.“ Es ist müßig, an dieser Stelle darauf hinzu­weisen, ob die Bezeichnung Kundrys als „ewige Jüdin“ nun wirklich dem Gedan­kengut Hermann Levis entsprach, ob Dreyfus es in seiner Wagner­schen Inter­pre­tation so sieht und diese Worte Levi in den Mund legt. Fakt ist, dass es neben der Kundry im Parsifal vor allem der Sixtus Beckmesser in den Meister­singern und der Mime im Siegfried ist, in deren Figuren die Musik­wis­sen­schaft die von Richard Wagner geschmähten Eigen­schaften des Juden wieder­zu­er­kennen vermag.

Die Urauf­führung des Parsifal in Bayreuth, wohl der bedeu­tendste Tag im Leben der Dirigen­ten­kar­riere des Hermann Levi, wird im vorlie­genden Werk überhaupt nicht beschrieben, vielleicht hat Dreyfus da seinen eigenen Recherchen oder seiner Fantasie nicht getraut. Lediglich ein Brief vom 31. August 1882 Levis an seinen Vater, der für ihn zeitlebens eine ganz wichtige Bezugs­person war, hat die letzte Aufführung des Parsifal der Bayreuther Festspiele von 1882 zum Thema: „Die letzte Parsifal-Vorstellung war herrlich. Während der Verwand­lungs­musik kam der Meister ins Orchester, krabbelte bis zu meinem Pult hinauf, nahm mir den Stab aus der Hand und dirigierte die Vorstellung zu Ende.“ Neben der vielen fiktiven Darstel­lungen sind die zitierten Briefe von und an Levi authentisch.

Der Schluss des Buches beschreibt eine Szene, etwa ein knappes Jahr nach Levis Tod im Mai 1900. In seiner Villa trifft Anna Ettlinger auf dessen Witwe Mary Fiedler und auf die Meisterin aus Bayreuth, Cosima Wagner. Es geht um Dokumente, persön­liche Briefe, die Anna haben möchte, um die Biografie Hermann Levis zu vollenden. Doch zu ihrem Erstaunen möchte Levis Witwe, die sich für die Musik zu Lebzeiten Levis augen­scheinlich wenig inter­es­siert hat, nun mit Unter­stützung aus Bayreuth selbst diese Biografie verfassen. Dieser Schluss, auch wenn prosaisch schön geschrieben, ist nun aber so absurd, dass er den Gesamt­ein­druck des Buches etwas trübt. Dennoch ist Parsifals Verführung von Laurence Dreyfus ein lesens­werter Roman, der nicht nur Wagne­rianer anspricht, sondern alle, die an Musik­ge­schichte und histo­ri­schen Figuren inter­es­siert sind, wobei Kennt­nisse der Werke Wagners und Brahms sowie derer Biografien für Teile des Romans nicht von Nachteil sind. Nicht zu vergessen die prosa­ische Übersetzung von Wolfgang Schlüter, der auch aus belang­losen Szenen sprach­liche Kunst­werke schafft, das ist die eigent­liche Stärke des Romans in einer verschwom­menen Grauzone zwischen Fiktion und histo­risch beleg­barer Realität.

Andreas H. Hölscher

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