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Once upon a time
Esther Birringer hat sich einen Traum erfüllt. Am 28. Mai erscheint das Debüt-Album der Pianistin. Als Thema hat sie drei russische Ballettstücke ausgewählt, die nicht ganz unbekannt sind, aber hier noch einmal völlig neu wirken – ohne den Zauber des Balletts einzubüßen. Unter ihren Fingern erweckt die Künstlerin die Figuren zum Leben, auf dass sie vor dem geistigen Auge des Hörers tanzen.
24. Mai 2021
Michael S. Zerban

One Woman Band
Statt Konzerte nach der Veröffentlichung ihres Albums gab es einen Stream. Der aber gelang im Großen und Ganzen so gut, dass der Rezensent sich fragte, ob diese Musik tatsächlich auch auf einer CD so gut wirken könne. Die Antwort kam prompt von Dorrit Bauerecker selbst. Sie schickte umgehend das Album. Eine gute Idee. Denn auch hier gibt es so manchen Hörgenuss.
23. Mai 2021
Michael S. Zerban

Bach & Piazzolla
Mitte Februar erschien bei Berlin Classics das Album, auf dem Nikola Djoric zusammen mit dem Kurpfälzischen Kammerorchester die Komponisten Johann Sebastian Bach und Astor Piazzolla interpretierte. Die Cembalo-Konzerte wurden ebenso wie das Stück für Bandoneon nach dem originalen Notentext eingespielt, nur eben mit dem Akkordeon. Stefan Pieper ist angetan.
22. Mai 2021
Stefan Pieper

Mit dir keine Oper zu lang ...
Christiane Mühlegger-Henhapel und Ursula Renner haben die bisher unveröffentlichte Korrespondenz von Richard Strauss, Hugo von Hofmannsthal und dem Bühnenbildner Alfred Roller zusammengetragen, sortiert und eingeordnet. Ganz nebenbei ist so ein Bild deutsch-österreichischer Theater- und Musikgeschichte des frühen 20. Jahrhunderts entstanden.
16. Mai 2021
Andreas H. Hölscher

Opera Rarities
Das Label Orfeo feiert sein 40-jähriges Jubiläum und bringt aus diesem Anlass verschiedene Sonderserien heraus. Eine davon sind die Opera Rarities, zwei Live-Mitschnitte und vier Studioproduktionen in einer attraktiven Box. Da gibt es unter anderem einen Don Giovanni, den man so nicht kennt, ebenso wie Djamileh und Thérèse. Karin Coper hat es sich angehört.
7. Mai 2021
Karin Coper

Oberbilk. Hinterm Bahnhof
Es gibt Bücher, die nur scheinbar einen rein lokalen Bezug haben. Wenn man in sie hineintaucht, entdeckt man plötzlich eine neue Welt, die Menschen auf der ganzen Welt beschäftigen kann. Von Alexandra Wehrmann und Markus Luigs erscheint dieser Tage ein Buch, in dem sie in Wort und Bild erklären, warum der eigene Stadtteil der schönste Ort der Welt sein kann.
6. Mai 2021
Michael S. Zerban

Die Welt nach Wagner
Bei Rowohlt erschien das Werk Die Welt nach Wagner von Alex Ross im stattlichen Umfang von mehr als 900 Seiten. Der Musikkritiker und Autor versucht, die Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts in Beziehung zu Schaffen und Person Richard Wagners zu stellen. Andreas H. Hölscher hat das Buch gelesen. Einfach ist das nicht.
26. April 2021
Andreas H. Hölscher

Samazeuilh/Decaux/Ferroud/Aubert
Für ihr neues Album hat die Pianistin Aline Piboule sich einen sperrigen, wenig ansprechenden Titel ausgesucht. Aber es lohnt sich, trotzdem zuzugreifen. Denn Piboule nimmt den Hörer mit auf eine Entdeckungsreise in die kaum bekannte französische Klavierliteratur des 20. Jahrhunderts. Helmut Pitsch stellt die Musikerin und die von ihr ausgewählten Komponisten vor.
21. April 2021
Helmut Pitsch

What Dancers Do
Das Theater Krefeld Mönchengladbach präsentiert einen gut 20-minütigen Dokumentarfilm über die neueste Produktion seiner Ballettsparte. Vier Einzelchoreografien sollten an einem Abend unter dem Titel Alles neu gezeigt werden. Stattdessen gibt es also vorerst eine Doku, in der Robert North zu Wort kommt und starke Einblicke in die Probenarbeit gezeigt werden. Sehenswert.
21. April 2021
Michael S. Zerban

Liszt
Beatrice Berrut hat die Zeit des Lockdowns genutzt und die Spätwerke Franz Liszts aufgezeichnet. Kürzlich ist das Album bei Printemps des Arts de Monaco erschienen. Der Hörer erlebt weniger bekannte, aber umso spannendere Werke des ungarisch-österreichischen Komponisten und bekommt die Gefühle der Pianistin zu spüren. Helmut Pitsch hat das Album gehört und ist begeistert.
8. April 2021
Helmut Pitsch

Sinfonisches
Nahezu zeitgleich sind bei Naxos die sinfonischen Werke von Jules Massenet und Florent Schmitt erschienen. Der eine blieb der Spätromantik verhaftet, der andere suchte Wege zur Moderne. Was sie miteinander verband, war, dass Massenet der Lehrer von Schmitt war. Grund genug für Karin Coper, die beiden Komponisten und die neuen Alben vorzustellen.
25. März 2021
Karin Coper

Klänge hinter dem Stacheldraht
Das Duo con Spirito hat Kompositionen und Literatur aus den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten zusammengetragen. Das Ergebnis ihrer Recherche haben die Musiker als vierteilige Reihe auf YouTube veröffentlicht, stimmungsvoll in Szene gesetzt von Ruben Michael. Diesen Konzertreigen gegen das Vergessen wird man sich sicher nicht nur einmal zu Gemüte führen.
16. März 2021
Michael S. Zerban

Eight Seasons Evolution
Eigentlich suchte Christoph Dingler nur nach einem Zugaben-Stück für die üblichen Konzerte der Twiolins. Dabei herausgekommen ist das Album Eight Seasons Evolution, eine Hommage an den Helden der Jugend. Und damit das funktioniert, hat Dingler kurzerhand sämtliche Stücke für zwei Geigen selbst arrangiert. Ein wunderbares Geburtstagsgeschenk für Astor Piazzolla.
11. März 2021
Michael S. Zerban

Josephine Baker
Vom Hausmädchen zum Superstar zur Widerstandskämpferin: Mona Hardcastle erzählt in ihrer Biografie den Lebensweg von Josephine Baker, der durchaus nicht frei von Widersprüchen war. Unterlegt mit zahlreichen Dokumenten, Zitaten und Fotos, gelingt der Autorin eine Lebensbeschreibung, die spannend zu lesen ist, sagt Karin Coper.
8. März 2021
Karin Coper

Chants juifs
Das Album, das 1989 und in einer Erweiterung 2006 aufgenommen wurde, sollte ein Meilenstein in der Karriere der Cellistin Sonia Wieder-Atherton werden. Anfang März wird Alpha Classics eine Neuauflage herausbringen. Für Deutschland der richtige Zeitpunkt, denn hier haben die Feierlichkeiten zu 1700 Jahren jüdischen Lebens in Deutschland begonnen.
1. März 2021
Michael S. Zerban

20th Century Russian Piano Sonatas
Derzeit baut Pianistin Anastasia Yasko ihren Doktor zum Thema Die Klaviersonate im Russland der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts an der Universität Mozarteum in Salzburg. Da liegt es nahe, auch gleich ihr Debütalbum mit praktischen Beispielen dazu einzuspielen. Anfang dieses Jahres ist es bei Ars Produktion erschienen und wirklich hörenswert.
23. Februar 2021
Michael S. Zerban

Amadeus auf dem Fahrrad
Rolando Villazóns neuer Roman taucht ein hinter die Kulissen der Salzburger Opernfestspiele. Wieder ist es ein Buch voller Poesie über einen scheinbaren Anti-Helden, mit dem man schnell Sympathie empfindet. Verraten sei, dass das fast 420 Seiten starke Buch irgendwie gut ausgeht. Bisweilen ein wenig mühsam zu lesen, findet Andreas H. Hölscher.
21. Februar 2021
Andreas H. Hölscher

Romberg
Romberg? Geht das wieder weg? Nein. Romberg ist keine Krankheit, sondern ein Geiger und Komponist, Zeitgenosse von Joseph Haydn und Ludwig van Beethoven. Geigerin Chouchane Siranossian hat seine Geigenkonzerte für sich und das Cappriccio-Barockorchester entdeckt und eingespielt. Freunde der Wiener Klassik werden ihre Freude haben.
19. Februar 2021
Michael S. Zerban

The Dark Night Has Vanished
Internationale Aufmerksamkeit erlangte die Mezzosopranistin Catriona Morison, als sie 2017 Cardiff Singer of the World wurde. Außerdem gewann sie den Liedpreis des Wettbewerbs. Dieses Versprechen löst sie am 5. März ein, wenn sie gemeinsam mit Malcolm Martineau die Lied-CD The Dark Night Has Vanished veröffentlicht.
13. Februar 2021
Michael S. Zerban

Les Six
Am 12. Februar geschieht etwas, von dem alle, die das Liedduo Heinzen Mead kennen, gefühlt dachten, es sei eigentlich längst passiert. Mit Les Six präsentieren Franziska Heinzen und Benjamin Mead ihr erstes Album. Es ist, wie alles, was die beiden machen, wirklich eindrucksvoll. Und so ist ein echtes Ausnahme-Album entstanden, das einen nach Frankreich entführt.
12. Februar 2021
Michael S. Zerban

Ysaÿe
Eugéne Ysaÿe war in jungen Jahren nicht nur einer der berühmtesten Geiger seiner Zeit, sondern machte sich im Alter auch als Komponist einen Namen. Anfang Februar veröffentlicht Alpha Classics seine sechs Sonaten für Solo-Violine, die Kerson Leong eingespielt hat. Der 23-Jährige begeistert die Fachwelt als Meister seines Instruments.
28. Januar 2021
Michael S. Zerban

Time stands still
Nuno Côrte-Real, das Ensemble Darcos und Ana Quintans zeigen mit ihrem neuen Album einmal mehr, dass Musik zeitlos ist. Sie kombinieren die 400 Jahre alte Musik John Dowlands mit Kompositionen von Côrte-Real. Dabei herausgekommen ist ein emotional berührender, hochaktueller Hörgenuss, den Stefan Pieper uneingeschränkt empfehlen kann.
27. Januar 2021
Stefan Pieper

Raoul Barbe-Bleue
Eine längst vergessen geglaubte „Komödie in Prosa, vermischt mit kleinen Arien“ von André Grétry ist Ende vorletzten Jahres in einer Weltersteinspielung beim Label Aparté erschienen. Mark Wåhlberg leitet ein vorzüglich aufspielendes Orkester Nord, das durch die Bank weg hervorragende Sänger unterstützt. Karin Coper hat sich mit Raoul Barbe-Bleue näher beschäftigt.
25. Januar 2021
Karin Coper

Skylla und Charybdis
Mit Skylla und Charibdis stellt Farao Classics kammermusikalische Kompositionen von Graham Waterhouse vor. Ein spannungsgeladenes Album, das nicht nach dem kleineren zweier Übel sucht, sondern mit einem Hang zur Dramatik Geschichten erzählt. Zitate – auch aus der Romantik – sind erlaubt, passen sich aber gut ein. Insgesamt: Erfrischend neue Klassik.
17. Januar 2021
Michael S. Zerban

El Canto del Cisne Negro
Kammermusik für Violoncello aus Lateinamerika: Rare Leckerbissen voller Charme und Energie. Die richtige Literatur für die Cellistin Nicole Peña Comas und den Pianisten Hugo Llanos Campos, die bis heute in den Konzertsälen der Alten Welt unterrepräsentiert ist. Pedro Obiera hat sich ihr neuestes Album angehört und ist fasziniert von der Farbigkeit der Musik.
12. Januar 2021
Pedro Obiera