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The Golden Age „Cello 1925“
Am 7. September erscheint das Album The Golden Age – Cello 1925 bei Genuin als Ergebnis des vierten Fanny-Mendelssohn-Förderpreises. Christoph Heesch überzeugt mit seinem Konzept, vier Cello-Konzerte einzuspielen, die 1924 entstanden und den Umbruch auch in der Musikwelt nachzeichnen. Unterstützt wird er dabei von Eroica Berlin unter Leitung von Jakob Lehmann. Beängstigend guter Nachwuchs
8. September 2018
Michael S. Zerban

Wie frei ist die Kunst?
Bilder werden in Museen vorzeitig abgehängt, Gedichte an Häuserwänden übermalt und die Generation der 1960-er Jahre ist entsetzt. Vielleicht noch weniger über die Aktion an sich als über die Sprachlosigkeit, die solche Aktionen in den Menschen auslöst. Hanno Rautenberg sucht nach Antworten, die wieder einen Diskurs ermöglichen. Rauterberg versucht, die Kunstwelt zu erklären.
2. September 2018
Michael S. Zerban

There's a place for us
Die Deutsche Grammophon hat einen neuen Stern am Opernhimmel für sich entdeckt. Am 24. August ist Nadine Sierras Debüt-Album auf dem deutschen Markt erschienen. Eine Liedersammlung berühmter amerikanischer Komponisten mit Botschaft. Mit wunderbarer Stimme setzt Sierra ein Signal, das auch in Deutschland dringend erforderlich scheint. Rundherum gelungenes Album
28. August 2018
Michael S. Zerban

Die Meistersinger von Nürnberg
Rechtzeitig zur Wiederaufnahme erscheint bei Deutsche Grammophon die Aufzeichnung der Meistersinger von Nürnberg in der Inszenierung von Barrie Kosky. Hätte das Label die beiden Silberlinge in Zeitungspapier verpackt, wäre der Informationsgehalt vermutlich höher ausgefallen. Christoph Broermann ist vom Produkt enttäuscht. Die Ausstattung der DVD ist beschämend.
19. August 2018
Christoph Broermann

Die drei Leben der Jetty Treffz
Beim Seifert Verlag hat Peter Sommeregger eine Biografie über die Sängerin Jetty Treffz veröffentlicht. Sie war die erste Ehefrau des Walzerkönigs Johann Strauss. Vieles im Leben der siebenfachen Mutter, die vor allem in London Erfolge feierte, bleibt in dieser Biografie im Dunkeln, trotzdem empfiehlt Karin Coper das Buch als interessante Lektüre. Biografie mit Fragezeichen
18. August 2018
Karin Coper

Continuum
Mit seiner Auseinandersetzung mit der Familie Forqueray hat Cembalist Justin Taylor einiges Aufsehen erregt. Jetzt legt er bei Alpha Classics sein zweites Solo-Album vor. Taylor lässt Scarlatti und Ligeti gegeneinander antreten. Und dass er dabei das Cembalo virtuos als neuzeitliches Instrument wirken lässt, dürfte ihm einige Preise bescheren. So virtuos hat man das Cembalo noch nicht gehört.
17. August 2018
Michael S. Zerban

Symphonien von Michael Haydn
Pünktlich zum 40-jährigen Bestehen der Kammerakademie Neuss ist die Einspielung von Michael Haydns Sinfonien Nr. 13 und 20 erschienen, die die Gesamtaufnahme von Haydns Sinfonien beschließt. Spritzig leicht kommt die höfische Abendunterhaltung daher, Dirigent Lavard Skou Larsen lässt sie pointiert und beschwingt erklingen. Leichterdings unterhaltsam
17. August 2018
Michael S. Zerban

The Making of West Side Story
Am 25. August wäre der Komponist und Dirigent Leonard Bernstein 100 Jahre alt geworden. Eine gute Gelegenheit, noch einmal ins Regel zu greifen und sich ein Schätzchen anzuschauen, das nicht nur den Maestro bei der Arbeit zeigt, sondern auch die Produktionsbedingungen, die im 20. Jahrhundert noch möglich waren. Hervorragende Musik-Doku, spannend und hochkarätig besetzt.
15. August 2018
Michael S. Zerban

Ballettmusiken
Callirhoë heißt die Ballettmusik von Cécile Chaminade, die bei Dutton als Ersteinspielung erschienen ist, Les Biches und Les Animaux modèles sind zwei Ballettsuiten von Francis Poulenc, die Naxos in diesem Jahr veröffentlicht hat. Karin Coper hat beide Alben angehört und empfiehlt kurzerhand beide, jedes auf seine Art. Für Liebhaber von Ballettmusiken
2. August 2018
Karin Coper

Edita Gruberová
Am 29. Juni veröffentlichte BR-Klassik anlässlich des 50-jährigen Bühnenjubiläums von Edita Gruberová eine CD. Die enthält nicht etwa ein Best of oder einen repräsentativen Querschnitt sängerischen Schaffens, sondern eine Zusammenstellung von Archiv-Material. Also eher ein ausgefallenes Jubiläumsgeschenk, das die Fans der Opernsängerin erfreuen dürfte. Kleinod für Fans
28. Juli 2018
Michael S. Zerban

La reine de Chypre
Fromental Halévy gehört bis heute zu den wenig beachteten Komponisten in Deutschland, seitdem die Nationalsozialisten ihn aus dem Repertoire verbannten. Da ist es umso erfreulicher, dass das Palazzetto Bru Zane eine Einspielung der Oper La Reine de Chypre in hochwertiger Aufmachung veröffentlicht hat. Karin Coper hat sich das Werk angehört. Eine der erfolgreichsten Opern von Halévy
26. Juli 2018
Karin Coper

Totentanz am Strand
Klaus-Peter Wolf hat Dr. Sommerfeldt wiederauferstehen lassen, den gefährlichsten Mann des Landes. Er hat damit einen der aufregendsten Krimis dieses Jahres geschrieben. Sommerlektüre? Gewiss. Leichte Kost? Sicher nicht. Aber so was von spannend, dass man nicht aufhören wird zu lesen, ehe man erfährt, was hier sicher nicht verraten wird. So richtig gut endet es nicht. Atemlose Spannung über 380 Seiten
10. Juli 2018
Michael S. Zerban

Astrid Varnay
Am 25. April dieses Jahres wäre Astrid Varnay 100 Jahre alt geworden. Für die Deutsche Grammophon Anlass, die legendäre Opernsängerin mit der Neuauflage eines Dreifach-Album zu ehren, das zuerst am 3. Juni 2003 erschienen ist. Karin Coper erinnert an eine Frau, die nicht durch betörenden Schöngesang, sondern durch ihre Persönlichkeit bestach. Porträt einer eindrucksvollen Opernsängerin
27. Juni 2018
Karin Coper

Der Operettenlibrettist Victor Léon
Einer, über den am wenigsten gesprochen wird beim Gesamtkunstwerk Musiktheater, ist in der Regel der Librettist. Barbara Denscher ändert das und stellt in ihrem 520 Seiten umfassenden Werk Victor Léon vor. Inzwischen ist die einstige Dissertation überarbeitet und bei Transcript erschienen. Eine gute Entscheidung, findet Karin Coper, die das faktenreiche Buch gern gelesen hat. Einblick in ein künstlerisches Werk
18. Juni 2018
Karin Coper

Clavichord
Berlin Classics hat in diesem Monat eine ganz besondere Rarität veröffentlicht. Auf Clavichord – The Mono Tapes sind Aufnahmen in ziemlich schlechter Qualität von Friedrich Gulda zu hören, der Bach auf dem Clavichord spielt. Die Besonderheit: Es handelt sich um private Aufnahmen bei kleineren Konzerten oder vormittäglichen Spielübungen. Christoph Stickel hat sie restauriert. Welterstveröffentlichung aus dem Gulda-Erbe
12. Juni 2018
Michael S. Zerban

"Sie liebten sich beide."
Nach ihrem Lied-Debütalbum Carattere di donne mit Musik von Verdi, Rossini und Schubert hat Cornelia Lanz nun eine weitere Lied-CD aufgenommen. Dabei wird das Dreieck Robert und Clara Schumann und Johannes Brahms neu beleuchtet. Neben der wunderbaren Stimme von Lanz leuchtet auch das Klavier-Spiel von Stefan Laux in einer hervorragenden Abmischung. Einfach schön. Cornelia Lanz und Stefan Laux präsentieren Schumann- und Brahms-Lieder.
2. Juni 2018
Michael S. Zerban

Die Provenienz der Kultur
In ihrem bei Matthes und Seitz erschienenen Werk stellt Bénédicte Savoy grundsätzlich unseren Umgang mit Kultur respektive Kulturgütern in Frage. Das ist dank einer guten Übersetzung erfrischend zu lesen, ohne dass darüber die Ernsthaftigkeit verloren geht. Horst Dichanz hat das Buch gelesen und erklärt es zur Pflichtlektüre für jeden, der im Kulturbetrieb arbeitet oder sich auch nur dafür interessiert. Wichtige Schrift zur Kultur
23. Mai 2018
Horst Dichanz

Dantons Tod/Der Prozess/Der Besuch der alten Dame
In diesem Jahr wäre er 100 Jahre alt geworden. Gottfried von Einem galt als einer der wichtigsten Komponisten der gemäßigten Moderne und eine feste Größe im Kulturbetrieb der Nachkriegszeit. Karin Coper hat sich verschiedene Werke von ihm angehört und stellt den Komponisten sowie drei seiner wichtigsten Opern vor. Karin Coper stellt ein unterschätztes Werk vor.
17. Mai 2018
Karin Coper

Leicht muss man sein
Anlässlich des 90. Geburtstags der Sängerin Christa Ludwig ist beim österreichischen Amalthea Signum Verlag eine Hommage erschienen. Auf mehr als 200 Seiten wirft die Künstlerin gemeinsam mit Erna Cuesta und Franz Zoglauer einmal mehr einen Blick auf ihr Leben. Karin Coper hat das Buch gelesen und eine gewisse Leichtigkeit erkannt. Leichte Kost für Christa-Ludwig-Fans
17. Mai 2018
Karin Coper

Ysaÿe, Fauré, Saint-Saëns
Geigerin Saténik Khourdoïan hat sich der Musik eines französischen Männerbundes angenommen und auf ihrem Debüt-Album, das am 6. April bei Fuga Libera erschien, Stücke von Gabriel Fauré, Camille Saint-Saëns und Eugène Ysaÿe zusammengestellt. Am Klavier wird sie von Alexander Gurning begleitet. Französische Sonaten – Sehr empfehlenswert! Abseits des Mainstreams sehr empfehlenswert
9. Mai 2018
Michael S. Zerban

Small Gifts
Dorothee Oberlinger und Andreas Scholl haben ein neues Programm mit Musik von Johann Sebastian Bach erarbeitet, das bei Deutsche Harmonia Mundi unter dem Titel Small Gifts erschienen ist. Zu hören sind Kantaten und zwei Brandenburgische Konzerte. Mit der Unterstützung von Oberlingers Ensemble 1700 ist wiederum eine brillante Aufnahme gelungen. Dorothee Oberlinger und Andreas Scholl begeistern mit Bach.
2. Mai 2018
Michael S. Zerban

Johannes-Passion
Bei Naxos ist eine weitere Aufzeichnung der Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach erschienen. Unter der musikalischen Leitung von Ralf Otto begeistert der Bachchor Mainz neben den Solisten Poplutz, Speer, Kleiter, Romberger, Sans und Winckhler. Horst Dichanz hat sich das Doppel-Album angehört und bringt schöne Musikbeispiele zu Gehör. Exzellente Aufzeichnung
21. April 2018
Horst Dichanz

C.P.E. Bach - 3 Sonaten für Gambe
Johanna Rose hat ihr erstes Album vorgestellt, auf dem sie ein ungewöhnliches Instrument präsentiert. Die Gambe geriet im 19. Jahrhundert weitgehend in Vergessenheit, erlebt seit Mitte des 20. Jahrhunderts aber eine Renaissance. Es gibt vergleichsweise wenig Menschen, die den Umgang mit diesem Instrument so beherrschen wie Rose. Deshalb: Anhören! Johanna Rose erzählt über ihr Instrument.
20. April 2018
Michael S. Zerban

Ukrainian Moods
Violina Petrychenko stammt aus der Ukraine. Und sie fühlt sich der Heimat verpflichtet. 2015 veröffentlichte sie dieses Album mit ukrainischen Komponisten des 20. Jahrhunderts bei Ars Produktion. 24 wunderbare Miniaturen, die uns ein Land näherbringen, das wir sonst nur aus den Nachrichten kennen. Hier präsentiert es sich fried- und fantasievoll. Kompositionen aus der Ukraine des 20. Jahrhunderts
16. April 2018
Michael S. Zerban

Von Berlin nach Los Angeles
Bei Hentrich & Hentrich ist im Auftrag der Akademie der Künste die Biografie der Anneliese Landau erschienen. Die jüdische Musikwissenschaftlerin ging ins Exil nach Amerika. Glücklich wurde sie dort nicht. Korrespondenzen mit anderen Exil-Musikern ergänzen das Buch ebenso wie die bewegenden Briefe der Mutter, die zurückbleiben musste. Empfehlenswerte Autobiografie einer jüdischen Musikwissenschaftlerin, die in die USA auswandern musste.
10. April 2018
Karin Coper