Opernnetz

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Montréal Danse - Foto © Montréal Danse

Internationale Tanzmesse NRW 2016

Felix Wittek - Foto © Opernnetz

Düsseldorf

Treffpunkt für das Netzwerk

Vom 31. August bis zum 3. September findet die Internationale Tanzmesse NRW statt. Das „größte internationale, professionelle Branchentreffen“ für den zeitgenössischen Tanz will auch das Publikum einbinden. Felix Wittek, Direktor der Tanzmesse, berichtet über Sinn und Zweck der Messe.

Düsseldorf

Eröffnungsfeier

Der offizielle Teil der Eröffnungsfeier fällt erfrischend kurz aus. Vom Oberbürgermeister bis zur Kulturstaatsministerin sind auch die zuständigen Politiker erschienen und setzen damit ein Zeichen. Dann geht es auch schon los mit den ersten Aufführungen - und anschließend treffen sich alle zur Party wieder. Das nennt man eine gelungene Eröffnung.

Düsseldorf

Goldberg-Variationen

Zur Eröffnung geben Andersson Dance und das Scottish Ensemble hoffentlich die Richtung vor: Sie brechen Seh- und Hörgewohnheiten auf, bieten eine ungewöhnliche Kombination von Tanz und klassischer Musik und sorgen damit gar für Zwischenapplaus bei einem ansonsten klatschfaulen Publikum. Gleich zu Beginn eine beachtenswerte Choreografie.

Düsseldorf

Vice Versa/Try zwei/Love me tender

In der Spätvorstellung wird bei drei Choreografien klar: Die Tanzmesse zeigt nicht das best of des internationalen Tanzes, sondern allenfalls Ausschnitte. Und das ist gut so. Schärft es doch den Blick des Publikums und macht mehr Spaß, die besonderen Compagnien für sich selbst zu entdecken.

Düsseldorf

ID-Clash

Das Thema Transgender irritiert, und so recht will sich die Choreografie in einer Installation nicht in die Tanzmesse einordnen lassen. Vielleicht am ehesten noch darüber, dass die Tanzmesse nicht nur einen internationalen Überblick geben, sondern auch deutsche Projekte dem internationalen Publikum näherbringen will.

Leverkusen

Camouflage/Folk

Wieder ist das Forum Leverkusen in die Tanzmesse integriert. Aber die Rechnung ist ohne die Bürger gemacht. Die nehmen das neue Angebot offenbar noch nicht an. Dabei haben sie bei der National Dance Company Wales viel verpasst. Großartig, was die Engländer da auf die Bühne bringen.

Krefeld

Le Récital des Postures/Across the Border

Die Fabrik Heeder ist ein schmuckes Kulturzentrum in direkter Nähe des Hauptbahnhofs. Hier gibt es reichlich nackte Haut zu sehen, wenn eine französische Solistin und eine italienische Kompanie nacheinander ihre Arbeiten auf Studiobühne 2 und 1 zeigen.

Düsseldorf

Candy's Camouflage

Candy’s Camouflage führt das Tanztheater ins 21. Jahrhundert, weil es auf soliden Grundlagen fortschrittlicher Kunst fußt und den Medieneinsatz nicht als zusätzliches Übel auffasst. Für das Publikum bedeutet das 70 Minuten ganz vorne auf der Stuhlkante.

Düsseldorf

3: The Garden

Mit einer Produktion aus dem Jahr 2011 sorgt nbprojects für so etwas wie ein furioses Finale im Düsseldorfer Stahlwerk. Choreografin Nicole Beutler stellt grundsätzliche Fragen. Sinnbildlich für die Tanzmesse lässt sie dabei so ziemlich alles auffahren, was zeitgenössischer Tanz zu bieten hat.